Naturally Speaking 13 im Test

Als Bloggerin schreibe ich viele Texte. Das nimmt mehr oder weniger viel Zeit in Anspruch. Ich habe das Glück, dass ich eigentlich mit einem guten 10 Fingersystem fast blind tippen kann. Der Nachteil ist, dass ich oft schneller Denke, als ich tippen kann, daher kommen manchmal verdrehte Buchstaben in den Text. Auf meinem alten Windows Laptop hatte ich die Spracherkennungssoftware Dragon Naturally 12 Home und habe es recht gerne genutzt. Es hatte einige Schwächen, wo dann Tippen doch schneller gegangen wäre. Zum Beispiel wurden Satzzeichen nicht selbstständig erkannt, das Programm hat sich gerne aufgehangen und gerade am Anfang, wo das System noch nicht mit mir als Person vertraut war, hat es oft länger gedauert. Nach 6 Wochen nervte es mich so sehr, dass ich Kommas und Punkte, oder laut vor der Familie diktieren musste, dass es immer weniger genutzt wurde, und weitere 2 Wochen später kam mein Apple Rechner. Nun nutze ich zum Bloggen wieder einen Windows Laptop, und freue mich über die neue Version in Premium.



AUF DIE PLÄTZE, FERTIG, DIKTAT
Grundlegende Erfahrungen hatte ich schon mit Naturally Speaking 12.0 Home gesammelt. Dementsprechend wusste ich grob was mich erwarten würde, aber war neugierig was verbessert wurde und ob sich der Preisunterschied zu Premium lohnen würde. Aktuell kostet Home 13.0 88€, während die Premium Variante bei rund 150€ liegt. Bei beiden liegt eine CD sowie ein günstiges Headset bei.

VORAUSSETZUNGEN
Während der Installation wird geprüft, ob Ihr System die Mindestanforderungen erfüllt. Ist dies nicht der Fall, wird Dragon NaturallySpeaking nicht installiert.

Prozessor: Mindestens Intel Dual Core mit 2,2 GHz oder äquivalenter AMD-Prozessor. HINWEIS: Schnellere Prozessoren erzielen bessere Leistungen. (WICHTIG: SSE2-Befehlssatz erforderlich)
Prozessor-Cache: 2 MB L2 Cache empfohlen (mindestens 512 KB L2 Cache)
Freier Festplattenspeicher: 4 GB
Unterstützte Betriebssysteme: Windows 7 (32 Bit und 64 Bit), Windows 8 und 8.1 (32 Bit und 64 Bit), Windows Server 2008 R2, Windows Server 2012
RAM: Mindestens 2 GB für 32-Bit-Versionen von Windows 7,8 und 8.1, 4 GB für 64-Bit-Versionen von Windows 7, 8 und 8.1 und Windows Server 2008 R2, Windows Server 2012
Microsoft Internet Explorer 9 oder höher für oder die aktuelle Version von Chrome oder Firefox die Online-Hilfe (kostenloser Download unter www.microsoft.de).
Soundkarte für 16-Bit-Aufzeichnung
DVD-Laufwerk für die Installation
Nuance-zertifiziertes geräuschunterdrückendes Headset (beim Kauf enthalten). Einzelheiten finden Sie unter support.nuance.com/compatibility/ (auch Informationen zu USB-Adaptern und digitalen Aufnahmegeräten).(Quelle: Amazon.de – Produktseite)

INSTALLATION
Auspacken, CD ins Laufwerk schieben und den leichten Anweisungen folgen. Die Installation selbst dauert keine 10 Minuten inklusive Eingabe der Seriennummer. Im Anschluss wird das Profil eingestellt und das dauert rund 30 Minuten. Es werden einige Fakten gefragt und ein Text muss diktiert bzw vorgelesen werden. Ich hatte es deutlich länger in Erinnerung, was zeigt, dass Dragon hier die erste Verbesserung zu bieten hat. Diesmal ist es nicht notwendig den Text zu diktieren, wird aber eben empfohlen und daher von mir auch durchgeführt.

DIKTIEREN
Diktiert werden kann nicht nur via mitgelieferten billig Headset, sondern auch über ein eigenes Modell, oder dem integrierten Mikrofon vom Laptop. Letzteres fand ich praktisch und muss sagen dass ich leider nicht so begeistert bin. Es wird einfach viel weniger erkannt und ich muss deutlich mehr korrigieren. Daher nutze ich persönlich lieber das mitgelieferte Headset. Das kann aber auch an meiner leicht erkälteten Stimme liegen durch die ich noch etwas mehr nuscheln. Da meine Erkältung nun aber schon 3 Wochen andauert, konnte ich es noch nicht ohne ausprobieren. Allerdings funktioniert es mit Headset-Mikrofon besser, sodass ich nicht wirklich daran glaube.

Bei der Premium Version können im Übrigen Deutsche, als auch Englische Texte gesprochen werden. Für mich sehr hilfreich, wenn ich mal eine Email auf Englisch beantworten muss, denn sonst schreibe ich doch manchmal etwas falsch, da ich automatisch gerne mal etwas Groß schreibe. Auch hier muss ich sagen, dass die Texte in Deutsch einfach besser verstanden werden, aber Englisch war auch noch nie mein Lieblingsfach.



Generell können Texte diktiert werden. Zum Beispiel in Open Office. Hier hat sich einiges gebessert. Befehle zum Steuern werden besser erkannt und das Korrigieren von Fehlern funktioniert in meinen Augen deutlich besser und zuverlässiger. Alle anderen Befehle werden leider sehr häufig in Worte verfasst und stehen dann plötzlich im Text. Gleiches gilt für Satzzeichen. Satzzeichen müssen noch immer diktiert werden, aber da Fehler einfacher korrigiert werden können, ist es nicht mehr ganz so schlimm, wenn mal etwas nicht hinhaut.

Ich selbst habe bis hierhin auch alles diktiert, und ungefähr 40 Fehler korrigieren müssen. Diktat-Dauer bis zu diesem Absatz 17 Minuten. Bitte bedenkt, dass ich schon Erfahrungen mit Naturally Speaking sammeln konnte. Dadurch geht es bei mir natürlich etwas schneller. Am Anfang kann es nämlich schwer sein, die Gedanken in einen klaren Satz zu packen, dabei an alle Satzzeichen zu denken, nicht abzuschweifen und dann noch auf eine klare Aussprache zu achten. Beim Tippen geschieht vieles von alleine. Fehle können wieder trainiert werden, aber da es sich in Grenzen hält, kann ich diese auch kurz selbst korrigieren. Mit der Zeit, inzwischen habe ich wieder eine Woche rund Übung, sind die Fehler schon auf ungefähr 25 reduziert worden.

VERBESSERUNGEN ZU 12 UND FEHLER
Bis auf das nicht notwendige Profil und die Nutzung des Laptop-Mikrofons wurde nicht viel verbessert. Manche Befehle werden besser genommen, andere und das ist die Mehrheit, ist noch immer zu ungenau. Gerade Zahlen sind albern. Manche dauerhaften Fehler, wie „ 8 und vierzig“ statt 48 oder achtundvierzig. Bei solchen Fehlern habe ich mir angewöhnt, sofern ich nicht putzend diktiere, dass ich diese Fehler einfach direkt eintippe, und nicht diktiere. Geht um einiges schneller. Schade ist aber die Tatsache, dass den Machern in 2 Jahren keine Verbesserungen oder großen Fortschritte im Diktierbereich gelungen sind.

ALLES IN ALLEM
Generell muss ich sagen, dass ich nach 3 Wochen echt begeistert bin. Für mich ist es mega praktisch und mein Sonnenschein freut sich. Während ich sonst nur am Abend Texte für den Blog tippen konnte, wenn die beiden Zwerge schlafen, kann ich jetzt mit einem mobilen Headset auch tagsüber mal einen Testbericht oder einen Tipp-Bericht verfassen. Wenn der Zwerg schläft und der Große im Kindergarten ist und ich normalerweise die Zeit zum Putzen nutze, wird das Headset aufgesetzt, USB am Laptop eingesteckt, Software gestartet und beim Putzen diktiert. Fast wie Selbstgespräche, aber ich nutze die Zeit sinnvoller und schaffe mehr.

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