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Loving more / Katrin Bongard

Heute möchte ich euch ein Buch vorstellen, welches mir sehr am Herzen liegt. Falls ihr euch erinnert, habe ich erst kürzlich den ersten Band verschlungen und war so was von traurig, dass das Buch zu Ende war. Wie es manchmal im Leben so ist, habe ich gar nicht gewusst, dass es sich um eine Trilogie handelt und war daher total happy, als ich davon erfahren habe. Wie mir die Fortsetzung gefallen hat, möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten. 


== BUCHFAKTEN ==
Autor: Katrin Bongard
Titel:  Loving More
Taschenbuch: 324 Seiten
Verlag: Red Bug Books (11. Mai 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3943799786
ISBN-13: 978-3943799781
Preis: € 9,99
Genre: Jugend, Liebe, Blogging, Falsche Gerüchte
Gelesen in: 2 Tagen

== DAS COVER ==
Ein Bett, zwei Paar Füße und recht hell. So ist das Cover nun mal leider. Es passt zum Buch, da viele Szenen im Bett spielen, aber ganz ehrlich ich finde es für mich und meinen Geschmack zu schlicht.

== FIGUREN ==
Ella – Bloggerin, Leseratte, verliebt in Luca
Luca – Sportfan, Mädchenschwarm, verliebt in Ella
Fritz – Bester Freund von Luca
Zoe – Beste Freundin von Ella
Tobias – Arbeitspartner von Ella
Susanna – Ex-Freundin von Luca

== INHALTLICHE FAKTEN ==
Ort: Deutschland, Berlin
Zeit: Gegenwart 2010er
Perspektive: Ich Perspektive
Alter der Figuren: 17 /18

== AUSGEWÄHLTES ZITAT ZUM STIL ==
„Ich weiß. Man muss um seine Beziehung kämpfen, man muss durch Höhen und Tiefen zusammen gehen. Das gehört dazu. Alles andere gehört in Kitschromane, wo das Happy End an jedes Riesendrama angeklatscht wird, als ob eine Beziehung alle Probleme lösen würde.” (Zitat aus Loving More)

== WORUM GEHT ES IN EIGENEN WORTEN ==
Ella und Luca sind ein Paar und noch bis über beide Ohren verliebt. Obwohl sie völlig unterschiedlich sind, können sie diese Unterschiede ausblenden und sich auf ihre Verliebtheit konzentrieren. Nach den Ferien holt sie jedoch der Alltag ein, und der ist mit viel Chaos. Ella muss erkennen, dass es gar nicht so einfach ist mit dem Held der Schule eine Beziehung zu haben. Außerdem muss sie mit seiner Exfreundin Susanna ein Youtube-Video hochladen, um in Englisch eine gute Note zu bekommen. Luca hingegen hat mit seiner schulischen Unlust und seinem Verletzungen aus dem lange zurückliegenden Unfall zu kämpfen. Er kann kaum noch Videos drehen und ihm tut immer alles weh. Durch seine chronische Unlust muss er jetzt nicht nur Sven Nachhilfe geben, sondern auch noch seiner Ex Susanna. Das verzwickte daran ist, dass er durch die Vereinbarung mit seinem Lehrer Ella nichts sagen kann. Und damit kommt die Lawine ins rollen, denn Ella erfährt davon und kurze Zeit später behauptet Susanna von Luca schwanger zu sein. Ella, die selbst schon mit Luca ohne Verhütung geschlafen hat, weiß, dass es sein kann und dann ist da auch noch Fritz, der anscheinend mehr für Ella empfindet. Kann diese Krise überwunden werden?

== MEINE MEINUNG ZUM BUCH ==
„Loving More“ ist die Fortsetzung von „Loving“. Der zweite Band beschäftigt sich diesmal mit wichtige Themen, die in einer Beziehung aufkommen können, wie zum Beispiel Vertrauen.

Die Autorin setzt mit ihrem zweiten Band genau dort an, wo der andere aufgehört hat. Wie schon der Klappentext verrät sind Luca und Ella inzwischen ein Paar und somit reiht sich das Buch nahtlos an den ersten Teil an. Das passiert nicht nur inhaltlich und zeitlich, sondern auch durch den lockeren Stil, der viele jugendliche Elemente einfließen lässt, leicht zu lesen ist, aber nicht umgangssprachlich klingt.

Wie auch schon im ersten Band möchte die Autorin zeitnah sein und sich mit den Lesern bzw. der Zielgruppe auseinandersetzen. Dadurch greift sie realistische Themen und Interessen auf. Ging es im ersten Buch noch darum, dass Ella liest und einen Buchblog betreibt, versucht sie es in diesem Band noch aktueller zu gestalten und lässt Ella einen Wandel durchleben, sodass sie am Ende einen Buch-Vlog betreibt. Ob dies ein Hinweis an uns Blogger sein soll, dass Rezensionen out sind? Ich habe mich auch schon daran gewagt und mit Sicherheit schauen sich die jüngeren Generationen lieber eine Buchbesprechung als Video an, aber ich bin sicher, dass wir Leseratten nichts gegen ein bisschen Text habe. Außerdem ist es doch so leichter dem Lehrer seine Arbeit zu übergeben, wenn man Copy / Paste benutzen kann. Ich glaube mit diesem Sprung hat sich Ella etwas von mir entfernt, aber auch durch die Tatsache, dass sie wegen einer neuen Beziehung weniger liest.

Neben den Büchern und Youtube im Allgemeinen, denn diesmal wird Youtube als Schulaufgabe integriert, beschreibt die Autorin sehr zeitnah, wie intensiv, einnehmend und veränderbar eine Beziehung macht. Sie zeigt aber auch, dass eine gute Beziehung auf geben und nehmen basiert, sowie den Wunsch für seine Liebe und seinen Partner Hindernisse aus den Weg zu räumen. Ebenfalls sehr schön lässt Katrin Bongard das Thema Vertrauen einfließen. Nicht nur über bewusste, notwendige Lügen, sondern auch durch Dinge die andere machen. Eine Beziehung, aber auch eine Freundschaft basiert auf Vertrauen, das regelmäßig durch Kleinigkeiten, Fremdeinwirkung oder unbedachte Sätze auf die Probe gestellt wird. Durch die Aktualität und Umsetzung schafft es die Autorin in meinen Augen die Liebe und eine Beziehung im guten, aufklärenden Licht darzustellen.

Dann wiederum geht Katrin Bongard auf das Kennenlernen der Eltern ein. Hier hätte die Autorin das Buch gerne früher rausbringen können, denn für mich waren diese ersten Treffen immer der absolute Horror, da ich selbst aus einer sehr einfachen, chaotischen Familie komme und ein gewisser Standard für mich zwar umsetzbar und normal war, aber ich eben immer Angst hatte zu einfach zu wirken oder gar etwas falsch zu machen. In dieser Umsetzung zeigt Katrin Bongard wunderbar, wie menschlich auch Eltern sind und die Angst in der Regel unbegründet ist.

Was mir allerdings nicht so gut gefallen hat, hier bin ich aber auch schon Mama und sehe es etwas reifer, ist der Punkt Verhütung. Diese wird ausführlich behandelt. Wie zum Beispiel sollte ich eine Pille nehmen, wie denken manche Eltern darüber, sind Kondome sicher, wessen Aufgabe ist es. Ihr seht, alles gut integriert, aber ohne das es langweilig wird. Was mich störte, war die Tatsache, dass Ella sich trotz ihrer Intelligenz und einem guten Grundwissen zu einem „Ich pass schon auf“ hinreißen lässt. Es zeigt, dass bei solchen Dingen der Verstand ausgeschaltet ist, aber die Angst im Anschluss schwanger zu sein, hätte gerne deutlicher sein dürfen, um zu zeigen, dass eben auch etwas schief gehen kann.

Gleichzeitig greift die Autorin das Thema Teenager-Mutter auf. Während die Mehrheit der Jugendlichen lieber eine Ausbildung oder Studium nach der Schule ins Auge fasst, gibt es auch Jugendliche, die lieber ein Kind möchten und das aus verschiedenen Gründen. Hier bin ich echt gespannt, wie die Autorin dies im nächsten Band umsetzt, denn schwanger werden geht schnell und ist schön, aber so jung Mutter werden ist eine andere Sache. Es ist eine Entscheidung fürs Leben, die jeder gut durchdenken sollte.

Neben der Verhütung gibt es noch einen anderen Punkt, der mich etwas gestört hat, und zwar der Mittelpunkt der beiden Hauptfiguren. Luca war schon im ersten Band ein Frauenschwarm, und nach Ellas Laseroperation an den Augen wurde sie ja schon im ersten Band etwas anders gesehen von den Mitschülern. Diesmal geht es noch eine Spur weiter. Sicherlich sehr realistisch, aber leider in meinen Augen nicht unbedingt grandios umgesetzt. Warum? Das die beiden Hauptfiguren begehrt sind, ist eine Sache, aber  mir fehlte die Ausführlichkeit und die Fixierung auf eine Person. Zum Beispiel schwärmt Fritz für Ella, die dies aber in ihrer Verliebtheit gar nicht wahrnimmt. Also sehr realistisch, denn wie häufig erkennt man die Gefühle eines anderen nicht. An Kleinigkeiten wird es ausgemacht, dann durch eine Szene stark verdeutlicht, aber leider in meinen Augen zu schwach beschrieben und dann auch jäh beendet.

Alles in allem war das Buch wirklich wieder schön, und einmal angefangen kann man einfach nicht aufhören. Ich habe die letzten 200 Seiten zum Beispiel an einem Abend in der Badewanne gelesen, weil ich wissen wollte, wie es ausgeht. Trotzdem war das Gesamtbild diesmal nicht so 100% rund. Es sind jedoch nur kleine subjektive Empfindungen, die das gesamte Lesebild nicht trüben. Ich freue mich schon wahnsinnig auf den letzten Band. 

*Rezensionsexemplar

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