IFA Hotel Fehmarn - Enttäuschend

Donnerstag, April 21, 2016 3 Comments A+ a-

Über Ostern war ich mit den Kindern ein paar Tage weg, und wer meinen Blog verfolgt, der weiß, dass ich euch das Hotel auch vorstelle. Einige Eltern haben sicherlich von der Penaten 111 Jahre Aktion gehört und ich hatte mir sofort die Pakete geholt, den Gutschein eingelöst und gebucht. Mein Mann wollte keine ganze Woche, sondern nur 3 Nächte und wenn möglich in der Nähe. Also haben wir uns für das IFA Hotel auf Fehmarn entschieden. Strand ist immer toll mit Kindern und ich war noch nie auf Fehmarn. 


DIE HOTELANLAGE
Das Hotel befindet sich direkt an der Südstrandpromenade und somit im Ortsteil Burg auf Fehmarn. Zum Strand sind es 5 Minuten. Das Hotel besteht aus drei Hochhauskomplexen und separaten Gebäuden. Ferienwohnungen, Hotelzimmer, Appartments stehen euch nebst Sauna, Fitnessraum, Indoorspielplatz, Femare und leckeren Restaurants zur Verfügung.


 
ANREISE / ABREISE

Die Anreise kann an beliebigen Tagen erfolgen. Die Abreise muss bis 10.00 geschehen und die Anreise ist in userem Fall jedoch erst um 17.00 gewesen. 15.00 kenn ich, aber 17.00 empfand ich mit Kindern doch etwas anstrengend und ich war froh, als wir um 16.30 schon das Okay bekommen haben, dass wir in unsere Wohnung dürfen. Die Rezeption zur Anmeldung befindet sich im mittleren Hotelkomplex und ist groß ausgeschildert. Bei unserer Anreise durften wir vor der Rezeption parken, sonst kostet es dort 2€ für Hotelgäste. Das Einchecken ging bei uns relavtiv schnell. Einige Formulare ausfüllen, Schlüsselübergabe und fertig. Schade fand ich hier schon einmal, dass bei unserer Abreise nicht einmal nachgehakt wurde, als wir meinten passt schon mit der Zufriedenheit. Wenn bei mir ein Gast sagt, passt schon, dann ist deutlich, dass ihm das Essen nicht geschmeckt hat. Hinzu kommt, dass wir bei der Ankunft sogar zu viel bezahlt haben, und das nur durch einen glücklichen Zufall aufgefallen ist. Also lieber einmal eure Rechnung kontrollieren.
 

DIE UNTERBRINGUNG / FERIENWOHNUNG
Hier muss ich sagen, war ich persönlich schon von der Organisation etwas enttäuscht. Gebucht hatte ich extra ein Hotelzimmer, als Angebot gab es jedoch nur eine Ferienwohnung. Bei 3 Kindern war das am Ende jedoch in Ordnung und wäre vielleicht nicht anders möglich gewesen. Statt jedoch direkt im Hotelkomplex einquartiert zu werden, wie ich anfänglich davon ausgegangen bin. So richtig schön mit Meerblick-Hoffnung, mussten wir in einen Ferienhauskomplex ziehen. Dieser befand sich in unserem Fall 10 Minuten  zu Fuß vom Hotel, wenn man nicht langsam läuft. Es befindet sich in zweiter Reihe und wir hatten noch die Erdgeschosswohnung, sodass wir nur Häuser, Autos und Rasenfläche sahen. Zu der Wohnung gehört ein Parkplatz, der abgeschlossen werden kann, damit in der Hochsaison kein anderer dort parkt. Die Parkplätze sind jedoch so eng, dass man da gar nicht in der Hochsaison parken mag. Schiebetüren sind kein Problem, aber ansonsten heißt es mehr als vorsichtig hinausquetschen, wenn man nicht gerade ein wirklich schmales Auto hat.

Der Häuserkomplex sieht aus wie aus den 70er Jahren und hat viele Wohnungen drin. Der Gang zu den Wohnungen ist verdammt schmal und wenn am Morgen gereinigt wird, ist ein Durchkommen mit Kinderwagen unmöglich. Der Eingangsbreich unserer Wohnung war auch gleichzeitig die Küche. Die Einbauküche ist mit Kühlschrank, Putzutensilien, Geschirr, Kaffeemaschine, Wasserkocher, Spüle und Herd ausgestattet. Kein Luxus, aber ausreichend. Alles war hier sauber, allerdings hab ich ganz ehrlich das Spülmittel vermisst, da ich in den letzten Ferienwohnungen immer eine kleine Flasche als Willkommensgeschenk stehen hatte. Hier bekommt ihr eine Spülbürste, zwei Geschirrhandtücher, drei Müllbeutel und ein Putztuch. 


Vom Flur gehen drei Türen ab, die nicht von selbst offen bleiben, sodass er sehr dunkel ist. Die erste Tür führt direkt ins Badezimmer.


Dusche, Waschbecken, Wäscheständer und Toilette. Und hier fing es schon an, dass ich echt enttäuscht war. Die Dusche voller Kalk, womit ich noch Leben kann, denn den Kalk wegzubekommen, den längere Gäste hinterlassen, ist schwer und nervig. Dreckige Fingerabdrücke am Klo fand ich schon ekliger, da sie sich sogar mit einem nassen Finger sofort wegwischen ließen. 


Das Waschbecken war undicht und nutzte man es, lief und immer in Tropfen das Wasser raus. Bei einer privaten Ferienanlage okay, aber bei einer Wohnung, die zu einem Hotelkomplex gehört, ist es in meinen Augen nicht zu viel verlangt, wenn dort einfach mal ein Handwerker hingeschickt wird, dies zu reparieren.


Eine weitere Tür führte ins Kinderzimmer. Vier Betten auf zwei Etagenbetten verteilt, ein kleiner Schrank, Tisch und Stühle. Kein Highlight, aber ausreichend wenn man eben mehr Kinder hat oder in einer Gruppe verreist. Das Zimmer war auf den ersten Blick sauber und nicht schlecht. Am Abend war jedoch klar, dass wir die Kinder da nicht lange wohnen lassen würden. Das Fenster war komplett undicht und es zog trotz schweren Vorhang wie Hechtsuppe und das Zimmer wurde trotz Heizung auf 5 nicht heiß. Badezimmer okay, aber ein Fenster gehört in der Tat repariert, gerade in einer Saison, wo die Temperaturen noch nicht so stabil sind und die Nächte noch kühl.




Das letzte Zimmer war das Wohnzimmer. Hier stand ein Doppelbett, das Babybett ein großer Kleiderschrank, Esstisch mit zwei Hochstühlen und vier normalen Stühlen, ein Sofa, Tisch, Schreibtisch und Fernseher. Auf den ersten Blick auch vollkommen in Ordnung.


Kein Luxus und eher zweckdienlich, aber gemütlich. Ich weiß, Ferienwohnungen sind meist mehr Heruntergekommen, dafür hab ich in zu vielen Wohnungen als Kind meine Ferien verbracht und ich weiß, dass private Vermieter es da nicht immer so mit der Sauberkeit nehmen, aber hallo, wir waren bei einem Hotel eingemietet. Es fing mit dem Fußboden an. Teppich und voller Flecken. 


Wir hatten sogar Silberfischlis auf dem Teppich. 


Das Kissen von meinem Mann hatte einen dicken Fleck.


Das Sofa komplett durchgesessen, die Matratze für eher schwere Leute ab 150kg ausgelegt, denn sogar meinem Mann mit seinen sportlichen 100kg war das Bett zu hart, sodass er Rückenschmerzen bekam. Der Balkon über unseren Balkon hatte wohl einen Wasserschaden und somit kam schon einiges davon auf unseren Balkon. Leider sah man auch innen schon einen Wasserfleck. Zumindest war hier das Fenster dicht und die Gardinen sehr blickdicht. 


 
DIE SELBSTVERPFLEGUNG
Wie ihr euch verpflegt ist eigentlich euch selbst überlassen. Im Grunde bietet die Unterkunft alles, was eine richtige Wohnung auch hat. Abgesehen von einem Backofen.  Es ist ausreichend Geschirr, Töpfe und Besteck vorhanden. Einige kleine Bäckereien,ein winziger SB Markt und kleinere Supermärkte sind in der Nähe und zu Fuß zu erreichen. Ansonsten findet ihr alles an Restaurants, Supermärkten direkt in Burg, das gut mit dem Fahrrad, einem längeren Spaziergang oder dem Auto zu erreichen ist.

SERVICE
Der Service ist sehr freundlich gewesen und wie gesagt wurden uns glatt 10€ zu viel berechnet. Aber ansonsten hat der Service wenig Ahnung. Zum Beispiel fragten wir nach WLAN, wofür wir zwei Codes bekamen. In unserer Wohnung angekommen, wollten wir es ausprobieren, da mein Sohn mit seinen inzwischen 13 Jahren eben Verbindung zur Außenwelt braucht und mit seiner Edge-Verbindung auf dem Handy war es schlecht. Allerdings konnten wir nirgends den Code eingeben. Das lag daran, dass nur die Hotelanlage selbst WLAN hat und die restlichen Ferienhäuser eben nicht. Hätte man uns jedoch auch gleich an der Rezeption sagen können.

FREIZEITGESTALTUNG
Die Freizeitgestaltung ist natürlich jedem selbst überlassen. 2 Minuten vom Hotelkomplex entfernt ist das Freizeitbad Femare und jeder Gast hat täglich Stunden Eintritt frei. Dazu gibt es eine kleine überdachte Meile, wo einige Spielgeräte stehen und ein Indoorspielplatz ist. Da jedoch bei uns das Wetter mitgespielt hat, empfiehlt sich natürlich der Besuch am Strand oder einem Spielplatz der in Strandesnähe liegt. Vom Hotel 15 Minuten zu Fuß, und von unserem Haus sozusagen 4 Minuten entfernt haben wir einen schönen direkt mit Meerblick entdeckt.

TIPPS IN DER UMGEBUNG
Es gibt regnerische Tage oder einfach mal Tage, wo man keine Lust auf Strand hat. Daher einige Tipps für euch, die vielleicht von Interesse sind. Es gibt ein Mitmach-Museum von Galileo. Kinder, egal ob groß oder klein, haben hier eine Menge Spaß und wir waren auch hier, sodass ich es separat die Tage vorstellen werden. Dann gibt es noch ein bzw zwei Aquarien im Ort, falls die Kinder etwas Lust auf Tiere haben. Leider schon am Vormittag brechend voll vom Parkplatz her. Schmetterlingspark, Indoorspielplatz, ein Erlebnisbauernhof oder Fußballminigolf stehen zur Verfügung.


Wer etwas weiter fahren möchte, kann mit der Fähre in 40 Minuten nach Dänemark fahren, oder in den Hansa Park. Flyer zu verschiedenen Orten bis nach Hamburg runter, liegen im Hotel aus. 
 
FAZIT

Wir hatten drei Nächte gebucht und auch einen stolzen Aufpreis bezahlt, da die Penaten Aktion nur für 2 Kinder ist, wir jedoch 3 Kinder haben, sind aber schon nach der zweiten Nacht wieder weg. Es zog wie gesagt im Kinderzimmer, die Hygiene in der Wohnung zeigt nicht, dass nur eine oberflächliche und lieblose Grundreinigung erfolgt. Ich weiß, dass es Akkord ist und daher ist es auch nicht böse gemeint, aber im Hotel zahle ich keine Grundreinigung und da ist es in der Regel sauberer. Privat kein Thema, aber für eine Hotel-Ferienwohnung enttäuschend. Zumal so viel eben defekt war. Man konnte noch nicht einmal am Abend gemütlich auf dem Sofa sitzen, weil es so durchgesessen war, das man vorne immer leicht runtergerutscht ist. Wenn es nach meinem Mann gegangen wäre, wäre er schon am ersten Morgen wieder zurück. Er ist zwar kein Urlaubstyp, aber so enttäuscht ist er sonst nur, wenn das Wetter überhaupt nicht mitspielt und man wegen Kälte oder Sturzregen lieber drin bleibt, und er sich eben langweilt, aber noch nie wegen einer Wohnmöglichkeit selbst. 

Hier muss ich ehrlich sagen, die Ferienwohnungen kann ich nicht empfehlen. Zumindest nicht die Ferienwohnung, die wir hatten. Und ich hoffe sehr, dass sich das Hotel das zu Herzen nimmt und zumindest die nächsten Mieter reparierte Fenster, Waschbecken und Co. vorfinden.

3 Kommentare

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Aletheia Welt
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21. April 2016 um 19:02 delete

Oje, wie schade. LG Aletheia

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Anonym
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29. April 2016 um 11:51 delete

Tja ... Sankt Peter-Ording ist schöner.

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29. April 2016 um 12:13 delete

Naja, kommt drauf an. Der Lange weg zum Strand ist schon nicht ganz so schön, und ich kann mich an einen Sommer erinnern, wo man nicht mal zum Strand kam, weil überall nur Bienen waren. Je näher man zum Wasser kam, desto mehr Bienen kamen. 2 Stiche haben mir dann gereicht. Und die Hotels sind auch nicht unbedingt besser. Tierhaare, Flecken und Co.. Gibt also überall schöne und schlechte SEiten. Aber müsste ich mich entscheiden, wäre ich ach eher für SPO

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