Tipps und Tricks für das perfekte Dirndl

Samstag, April 22, 2017 0 Comments A+ a-

Das Oktoberfest jedes Jahr ist so sicher, wie das Amen in der Kirche oder wie Weihnachten im Dezember. Für einen waschechten Münchner stellt der Kauf des perfekten Dirndls kein Problem dar. Für Touristen erscheint der Kauf genauso leicht, aber oft werden die Touristen nicht erst an der Aussprache erkannt, sondern werden schon vorher entlarvt. Daher habe ich euch ein paar Tipps zum Dirndl-Kauf herausgesucht. Fakt ist, dass ein gut sitzendes Dirndl nicht nur Oberweite zaubert, sondern auch breite Hüften und den einen oder anderen Speck wegzaubert. 


1. Wo solltet ihr kaufen?
Ein Münchner wird euch natürlich empfehlen, direkt vor Ort in einen traditionellen Trachten-Laden zu gehen. Die Verkäufer kennen sich aus, können sehr gut beraten bei Farben und Schnitten. Gerade hier im Norden sind diese Geschäfte jedoch spärlicher gesät. Mir bleibt nur der Kauf in einem Online-Shop. Auf der folgenden Webseite gibt es schöne Modelle, die sich von den günstigeren Ebay-Modellen unterscheiden. Trotzdem empfehle ich immer zu vergleichen. 

2. Die richtige Größe
Im Laden könnt ihr natürlich anprobieren was das Zeug hergibt, aber wer möchte schon 20 Kleider bestellen. Wichtig ist, dass das Mieder nicht die Luft abschnürt, aber man deutlich die Enge spürt. Die Oberweite gut in Szene gesetzt wird und man sich vor allen Dingen wohlfühlt. Schnappt euch ein Maßband und messt ehrlich Oberweite, Taille und andere Bereiche aus, die der Shop zur Verfügung stellt. Bietet der Shop keine Maße, dann spart euch den Bestellvorgang. Fallen eure Messwerte mittig oder eher in die oberen Werte, dann bestellt euch auf jeden Fall die Größe, die ausgemessen wurde. Sind nur 1-2cm drüber, dann bestellt euch die Nummer kleiner. Bei mir hat es bis jetzt immer perfekt gepasst. 

3. Die schwere Frage der Kleider-Wahl
Ich persönlich empfehle erst einmal alle Modelle zu durchstöbern, um dann seine fünf Highlights herauszusuchen. Lest euch hierzu die Details durch. Wie zum Beispiel das Material. Baumwolle ist robuster und Flecken gehen besser raus, als aus Seide. Wichtig ist auch die Frage der Länge. Kurze Dirndls sind natürlich bei den Männern sehr beliebt, aber sind auf einer Feier total unpraktisch. Ich sage nur Tanzen auf den Festzelt-Bänken. Es empfiehlt sich also eher auf eine Länge wie Midi (Knie) oder Lang (Waden) zu setzen. Es sind praktische Längen, und auf dem Oktoberfest eher anzutreffen.

Bleibt noch die Frage der Farbe. Angesagt sind zur Zeit auffällige, buntere, grellere Farben. Wer jedoch länger Spaß an seinem Modell haben möchte, kann zu den klassischen Farben - rot, blau oder grün - oder den Beeren-Tönen greifen. Muster und Co. sind eine Frage des persönlichen Geschmacks. Nur eine weiße Schürze sollte nicht sein, diese ist eher für Kellnerinnen oder Bräute vorbehalten. 

Schuhtechnisch solltet ihr zum Beispiel Ballerinas oder einfache Pumps tragen. Also nicht so, wie ich es beim Foto gemacht habe. :) Allerdings hatte ich dort noch mit den Resten von Wassereinlagerungen nach der Schwangerschaft zu kämpfen und Ballerinas passten noch weniger. Das waren die einzigen, weiblichen Schuhe, die noch halbwegs passten.  

4. Brauche ich eine Bluse?
Ja, zu einem Dirndl gehört eine Bluse. Viele Shops bieten schon gleich ein ganzes Set an, aber leider gibt es auch viele Dirndls ohne passende Bluse. Ich empfehle lieber nach einem Set zu schauen. Online ist es schwer zu sehen, ob der Stoff zusagen, aber vor allen Dingen ob die Bluse zur eigenen Oberweite passt. Ich persönlich bevorzuge zum Beispiel Herzform mit leichter Raffung. Mit Hilfe eines richtigen Dirndl-BHs bekommt ihr im Übrigen ein traumhaftes Dekolleté hin. Im ersten Moment unterscheiden sie sich nicht wirklich von einem klassischen PushUp, aber drückt und formt man sie richtig, dann kann man gleich doppelt so viel Oberweite zaubern. Wer wenig hat, sollte sich den Kauf nicht zweimal überlegen. 

5. Die Schürze
Schürzen gibt es meist zum Dirndl passend dazu, können aber auch separat erworben werden. Dadurch wirkt das Dirndl noch einmal komplett anders. Aus klassisch, brav wird dann plötzlich sexy. Beim Binden ist es wichtig, dass die Schürze an der schmalsten Stelle der Taille gebunden wird. Dadurch wirkt man nie zu breit. Zudem muss die Schürze eine Handbreit über dem Rocksaum enden. Zumindest sollte die Schürze niemals länger sein. Vorne gebunden heißt, dass man sich unsicher ist oder gar Jungfrau. Rechts heißt vergeben und wenn die Schleife links gebunden ist, ist man Single. 


*Das Kleid stammt aus einer Testaktion, die zu einem anderen Testbericht hört und dient nur zur Untermalung meiner Tipps. 

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