Dyson DC 35 im Test

Kurz vor Weihnachten waren wir bei meinen Schwiegereltern zum Frühstück. Irgendwann kam das Gespräch auf einen neuen Staubsauger, den sich meine Schwiegermutter kaufen wollte. Sie hatte keine Lust immer den großen Staubsauger die Treppe hochzutragen, fand es nervig damit die Treppe zu saugen und für ein paar Krümel einfach zu unhandlich. Genauso ergeht es mir, und als mein Mann das Gerät sah in Kombination mit dem recht günstigen Preis. Hat er einfach gleich zwei Stück bestellt. Somit habe ich zu Weihnachten einen handlichen Staubsauger für zwischendurch geschenkt bekommen. Es handelt sich um den Dyson DC 35- Verbraucher-Produkt des Jahres 2011.

Preis und Kaufort

Die UVP liegt bei 299€ und wir haben ihn als Weihnachtsschnäppchen für 169€ bekommen. Gekauft haben wir ihn bei Ebay.

Technische Details

2-teiliges Zubehör bestehend aus Fugendüse und Kombi-Zubehördüse (Kombination aus Schmutz- und Bürstendüse)

Hochwertiger Lithium-Ionen-Akku (22,2 V) inkl. Ladekabel

LED Akku-Anzeige leuchtet, wenn nur noch 1 Minute gesaugt werden kann

Robuste Konstruktion dank der besonders strapazierfähigen Materialien ABS und Polykarbonat

Motorleistung: 200 Watt

Akku-Ladezeit: 3,5 Stunden, Direktes Aufladen

Gewicht: 2,22 kg, Kabellänge Ladegerät: 1,8 Meter

Größe in cm (Breite x Höhe x Tiefe): 23,0 x 112,0 (mit Rohr) x 30,0

Vormotorfilter: waschbar (einmal im Monat)

Farbe: Iron Sprayed Satin Blue



Lieferumfang

Bedienungsanleitung

Kurzanleitung

Garantie-Information

Elektrobürste mit Carbonfasern

Akku

Akku Ladegerät

Fugendüse

Kombi-Zubehördüse (bestehend aus Schmutz- und Bürstendüse)

Wandhalterung

2 Jahre Garantie




Sarah hats getestet

Bis vor einem halben Jahr hat mein Mann auf Dyson geschworen, aber nachdem ich zum Testen einen Staubsauger von Philips bekam, flog unser Dyson sofort. Zwar ist die Verarbeitung nicht mal im Ansatz so hochwertig und die Zusatzbürsten sind ebenfalls sehr störend angebracht. Da jedoch die Saugleistung enorm ist, war die Entscheidung leicht. Schließlich hat dieser beim ersten Saugen im Haus einen fast vollen Staubbehälter gehabt, obwohl ich sonst alle 1-2 Tage sauge. Mit dem Kabel und den der Größe ist er jedoch für die Treppe recht unhandlich, und auch das Hochtragen empfinde ich stets als Qual. Deswegen wollte ich schon immer einen kleinen Handstaubsauger haben.



Das Design des DC 35 ist echt klasse. Klein, handlich und modern – sind die ersten Adjektive, die mir einfallen. Er ist sehr hochwertig verarbeitet und fühlt sich alles andere als billig an.Nur die Verbindungen wirken leicht schwach. Hier könnte es mit der Dauer der Nutzung die einen oder anderen Probleme geben. Allerdings zeigt das erst die Zeit. Ich kann mich auch irren.

Das Gerät wird an einer Wandhalterung montiert, sodass er wenig Platz wegnimmt. Alle Zusatzteile können ebenfalls dort montiert werden, sodass nichts herumfliegt. Die Wandhalterung ist schnell angebracht. Den Dyson selbst kann man mit einem Handgriff einhaken und aushaken. Dort ist auch die Ladestation integriert, sodass er schnell einsatzbereit ist. Damit der Akku voll ist, sollte man ihn gut 3,5 Stunden hängen lassen, damit im Anschluss 20 Minuten gesaugt werden kann.



Aufgeladen, und schon konnte der erste Test losgehen. Gekauft haben wir das Gerät sowohl fürs Auto, als auch die Treppe, das Obergeschoss oder, wenn ich nach dem Frühstück mal ein paar Krümel wegsaugen möchte. Für unseren Test haben wir erst einmal den Flur, die Treppe und den Teppich im Musikzimmer ausgewählt. Die Power ist echt enorm. Kleinigkeiten und leichte Sachen saugt er perfekt auf. Bei größeren Dingen hat er schon Schwierigkeiten, aber dafür ist er ja auch nicht ausgelegt. Kleinere Blätter blieben auch unten in der beweglichen Fußstelle hängen. Aber das sind halt Sachen, die ich normalerweise auch mit meinem Philips wegsaugen würde. Die Teppichböden waren nach dem Saugen mit dieser rotierenden, elektrischen Bürste, die der Dyson hat, perfekt sauber. Im Grunde war der Behälter voll. Wie gesagt wir hatten einen Tag vorher gesaugt und da sah alles schon wie geleckt aus. Die routierenden, elektrischen Bürsten bringen also noch ein besseres und reineres Ergebnis. Das Ergebnis ist wirklich klasse. Beim Schieben des Staubsaugers ist es am Anfang gewöhnungsbedürftig, weil das Fußgelenk sich nicht so starr schieben lässt, wie andere Staubsauger. Es ist flexibler und ist dadurch auch in der Theorie besser zu schieben, sobald man sich daran gewöhnt hat. Ein Nachteil bei der Bürste ist jedoch, dass sie nicht unters Sofa kommt, da sie recht hoch ist, aber das Problem habe ich bei meinem normalen Staubsauger auch.



Die Zusatzbürsten lassen sich problemlos anbringen. So kann man aus dem langen Staubsauger einen handlichen Handstaubsauger machen, wenn man das Auto aussaugen oder die Treppe reinigen will. Ich finde das echt klasse, denn so muss ich nicht immer mit Handfeger und Kehrblech die Treppe fegen. Zudem ist es echt schön, wenn man einfach mal das Sofa oder den Tisch absaugen will. Der Dyson ist schnell umgebaut und auch das Ergebnis lässt nicht lange auf sich warten. Im Vergleich zu einem normalen Staubsauger ist die Zeitersparnis enorm. Abnehmen, ggf. umbauen, einschalten und fertig. Kein lästiges Kabel herausziehen, Steckdose suchen oder ähnliches mehr.



Wir benutzen ihn nur für Kleinigkeiten und trotzdem ist der Behälter alle 2 Tage komplett voll. Bei soviel Power ist es auch nachvollziehbar. Am Liebsten würde ich ihn für alles nutzen, aber 140m² sind mehr als er mit einer Akku-Ladung schafft. Ich kann mir also aussuchen Obergeschoss und Treppe, oder Untergeschoss. Mehr als eine dieser Optionen schafft er nicht. 20 Minuten kommt ungefähr hin. Man muss hier einkalkulieren wie schmutzig das Ganze ist. Je größer diese ist, desto kürzer hält logischerweise auch der Akku. Es sind zwar nur wenige Minuten, aber es sollte erwähnt sein. Natürlich muss man auch die Saugstufe beachten. Normal hält länger als, wenn man die zweite Stufe für Teppiche oder ähnliches nutzt. Inzwischen hat es sich so eingependelt, dass wir alle 2 Tage unten mit dem normalen Staubsauger saugen und oben mit dem Dyson DC 35. Die Tage dazwischen wird unten schnell mit dem Dyson gesaugt. Das Ergebnis ist weniger Staub, Dreck und Krümel, die man so gar nicht bemerkt hat.



Den Behälter entleeren kann man über einen einfachen Knopfdruck. Der Staub landet zu 100% im Mülleimer oder wo man es entleert. Nichts geht links oder rechts daneben.



Der einzige Nachteil, den ich wirklich entdecken konnte, abgesehen von den etwas schwachen Verbindungen, die vielleicht mit der Zeit kaputt gehen könnten, ist der An/Aus Schalter. Man muss während des Saugens immer die Taste gedrückt halten. Mich stört es nicht, aber ältere Leute werden auch dieses leichte Drücken als Last empfinden. Hier hätte es einen Schalter geben sollen, der es fixiert, wie beim Tanken.



Ansonsten gibt es nichts zu meckern. Wäre der Akku länger, würde ich den Dyson sofort als Hauptstaubsauger nutzen. Genauso wie ich mich auch schon nach einem Dyson ebenfalls mit dieser Bürste umgesehen habe, aber nur Standstaubsauger haben diese elektrische Bürste. Aber vielleicht schafft Dyson ja auch einen Ball mit dieser Düse zu produzieren.




Sarahs Fazit

Eine tolle Sache, die in meinen Augen ihr Geld wert ist. Keine lästigen Kabel, keine störenden Ecken, die man mitnimmt und keine teuren Beutel. Auf die Dauer eine lohnenswerte Investition gerade für kleinere Wohnungen, Treppen, Autos und Kleinkram. 
Testurteil vom 6.1.2013

+ Tolle Saugkraft
+ Leichte Entleerung des Behälters
+ Hochwertige Ladestation
+ viel Zubehör

~ solider Akku, 20 Minuten

- Verbindungen wirken wie die Schwachstelle
- Preis ist außerhalb von Angeboten sehr hoch