Weißzeit / Christoffer Carlsson

Mit Vega ihren Bruder suchen ...

Endlich ist es da und ich habe die Möglichkeit euch Weißzeit vorstellen. Entdeckt habe ich es, als Blogger für eine Blogtour gesucht wurden. Und genau darüber bin ich an dieses Buch gekommen. Nun aber genug Geschwafel. Euch interessiert doch eher das Buch.


FAKTEN ZUM BUCH 
Autor: Christoffer Carlsson
Titel: Weißzeit
Preis: € 14,99
Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
Verlag: Dressler (25. September 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3791500597
ISBN-13: 978-3791500591
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre

Originaltitel: October is the coldest month
Genre: Jugend, Drama, Spannung
Gelesen in: 1 Tagen

WORUM GEHT ES IN DEM BUCH  
Schweden in der Gegenwart: Vega Gillberg ist 16 Jahre alt. Ihre Mutter arbeitet in einer Bar, ihr Bruder Jakob lebt nicht mehr bei ihnen und arbeitet für Onkel Dan. Eines Tages steht die Polizei vor der Tür und sucht nach ihrem Bruder. Vega weiß nicht wo er ist, würde ihn aber auch nicht verraten, denn sie weiß worum es. Bevor ihr Bruder verschwunden ist, musste er etwas für Dan erledigen und Vega, die ihn begleitet hatte, kann den toten Menschen einfach nicht vergessen. Auf der Suche nach ihrem Bruder entdeckt sie ein dunkles Geheimnis. 

SARAHS LESEEINDRÜCKE 
Kennt ihr den Moment, in dem ihr euch in ein Buch verliebt? Das war bei Weißzeit der Fall. Der traurige, sehnsüchtige Blick des Mädchens, der mit den Bäumen verschmilzt. Das Cover ist ein Eyecatcher. Auch der Klappentext trägt dazu bei und verspricht Spannung pur. Da kann man problemlos über zwei Aspekte hinwegsehen. Zum einen bin ich noch immer kein Fan von skandinavischen Büchern und zum anderen der Titel. Der Original-Titel ist cool, ganz ehrlich, aber Weißzeit. Sogar mein Mann hat das Buch in die Hand genommen, weil er den Titel so, entschuldigt, dämlich fand.

Doch Titel und Land sind egal, wenn der Rest einfach danach schreit gelesen zu werden. Voller Vorfreude habe ich mich ans Lesen gemacht und noch auf der ersten Seite, konnte man deutlich merken, dass mein Lächeln immer mehr verblasste. Rasiermesserscharf, fesselnd? Zwei Adjektive, die Aftonbladet (eine Zeitung? keine Ahnung) dem Buch zuschreibt. Beides finde ich jedenfalls nicht zutreffend.

Es beginnt schon mit dem Land. Ich liebe Schweden, kenne jedoch die Region nicht. Statt diesem dichten Wald mit Sonnenstrahlen für das Innenlayout hätte ich mich spontan über eine Karte der Region gefreut. Und sei es nur gezeichnet, sodass man ein Bild vor Augen hat, wie verstreut die einzelnen Häuser sind. Man erfährt vieles, aber dieses klassische Kopfkino ist einfach nicht entstanden. Wie dicht ist der Wald, warum sollte man lieber auf den Wegen bleiben? Solche Dinge sind mir am Anfang eigentlich egal, denn es gibt Google und die Möglichkeit mir die Region auf Fotos anzuschauen, auch wenn ich hier bei Google-Maps nichts zu finde.

Was jedoch der Hauptgrund für mein schwindendes Lächeln war, hat den Namen Vega. Die Hauptfigur ist mir gänzlich unsympathisch. Ihre flapsige Art, wie sie am Anfang mit der Polizei umgeht, mit 16 schon Alkohol und Zigaretten so selbstverständlich zu präsentieren. Das ist nicht meins. Vielleicht hätte ich sie und alles besser verstehen können, wenn ich Zugang zu der Region bekommen hätte. Ja, ich erfahre vieles über die Schicksale von einzelnen in ihrer Umgebung, aber es wird nicht so geschildert, dass ich das Gefühl bekam sie zu kennen. 

Sogar die Suche nach ihrem Bruder ist alles andere als spannend. Im Grunde sucht und findet sie ihn überraschend schnell. Nun könnte man behaupten, dass eigentlich die Tatsache, dass jemand ermordet wurde, spannend sei. Wenn ich aber ehrlich bin, ist auch dieser Mord alles andere als spektakulär. 

Genauso die Idee mit der Schnapsbrennerei. Während des gesamten Lesens hat mich das Buch an ein Kinderbuch erinnert, dass ich geliebt habe. Ich glaube es hieß Adam und Lisa. Da ging es auch um Schnapsbrennen und ein einsames Leben. Nur hat mich die Geschichte in der Tat gefesselt. 

Klar, es geht hier um so viel mehr. Das Land, die Menschen, die Schicksale, die Situationen, die Entwicklung, der Weg. Aber wenn ich als Leser das Buch aus der Hand lege und denke - endlich, dann hat mich das Buch nicht überzeugt. Auch wenn es mir immer leid tut, gerade bei einem Debüt, mich hat es einfach nicht vom Hocker hauen können.

FAZIT Weder spannend, noch fesselnd, noch rasiermesserscharf. Vielmehr ist es ein vielseitiger Jugendroman mit interessanten Themen, die jedoch nicht das Halten, was der Klappentext oder von mir aus die Presse verspricht.

COVERGESTALTUNG💜💜💜💜💜
ORIGINALITÄT DES INHALTS       💜💜💜💜
SCHREIBSTIL💜💜💜
UMSETZUNG DER FIGUREN💜
SPANNUNG UND TEMPO💜
HUMOR💜💜💜
ROMANTIK💜💜   
GESAMT💙💙