Weitewelt | Claudia Wuttke

Wohlfühlen ...

Jeder hat ein Buch, oder auch mehr, mit denen Erinnerungen verbunden sind. Ihr sicherlich auch. Das Buch, das ich euch vorstellen will, ist ein solches Buch. Mit 11 waren wir in der 5 Klasse ein Wochenende in Seedorf. Ewig her und doch eine schöne Erinnerung. 


WICHTIGE FAKTEN
Alter - 14
Perspektive - Annabell 
Schauplatz - Weitewelt
Zeit - 2004

WELCHE ERWARTUNGEN HABE  ICH?
▪️Drama oder Geheimnis - Bedrohung jeglicher Art 
▪️Starke Frau 
▪️Norddeutschland hautnah 

WORUM GEHT ES?
Annabell wird vom Pech verfolgt. Ihr Auto geht kaputt, sie verpasst einen wichtigen Termin in der Firma und zu allem Überfluss will der Vater von Romy geteiltes Sorgerecht. Kurzer Hand beschließt sie einen Ausflug zu machen und die Heldin ihrer Mutter zu besuchen. Als Tante Gretchen bei dem Besuch verstirbt, beginnt das komplette Chaos. David, ein komischer Bekannter taucht auf, Annabell verliebt sich in das Haus und der Geschäftstermin steht plötzlich vor der Tür und möchte, dass sie kündigt. 

WEM WÜRDE ICH DAS BUCH EMPFEHLEN? 
Nordlichtern mit Gefühl für Heimat. 

WIE HAT ES MIR GEFALLEN?
Hand aufs Herz - das Buch ist langweilig, wenn man es genau betrachtet. Es ist vorhersehbar und besticht lediglich durch einen norddeutschen Charme. Aber alles der Reihe nach. 

Das Cover ist ländlich und passt natürlich zum Buch. Ich gebe zu, ich hätte mir jedoch ein Haus gewünscht, das zum Buch passt. Entweder tut es das und ich habe nur eine falsche Vorstellung, aber ich hatte eher eine alte grosse Hütte vorgestellt, wie ich sie vereinzelt auf dem Land sehe. 

Cover hin oder her, wie das Cover zeigt, ist es norddeutsch. Und so sind auch die Charaktere. Ich finde sie sympathisch. Sei es Adam, David, Romy oder Knut. Man muss sie mögen und findet sie sofort im eigenen Herzen wieder. Aber, ja das gibt es. Sie bleiben mir bis auf Annabell fremd. Ich habe nicht mal eine Idee, wie alt sie ist. Zweiter Weltkrieg und ihre Mutter ist klein. Später wird sie mit 70 benannt, kommt hin. Aber Annabell. Ich hätte sie manchmal auf Mitte Ende 20 geschätzt und dann denke ich mir, ist sie doch eher 40? Und sinkst es mit viele Figuren. Die beiden K‘s hab ich auf 40 geschätzt und plötzlich sind sie jung, was Sinn ergibt, wenn sie durch das Land ziehen und es probieren. Was ich damit sagen will, sie sind oberflächlich genial, aber sie bleiben fremd. 

Genauso sieht es mit den Emotionen aus. Ich lese sie, aber berühren sie mich? Nein. Mal ehrlich, mir war klar, das es eine Liebesgeschichte geben wird und worauf es hinausläuft. Blöd nur, wenn es passiert und ich denke, da war vorher bis auf winzige Andeutungen nix. Das ist einfach kein „Show“, sondern „Tell“. 

Die Geschichte selber ist genauso. Es gibt Stolperstein, die such aber sofort lösen. Annabell vom Pech verfolgt, bekommt ihr Happy End. Es wirkt alles so konstruiert und künstlich. Lediglich die Kulisse fand ich neben den Figuren echt gut. 

Alles in allem habe ich es gerne gelesen, eben weil ich die Gemeinde Seedorf und die Jugendherberge kenne, aber hier hat jemand versucht zu viel unterzubringen. Liebe, Heimat, Drama, Geheimnisse. Zudem erwartet man von dem Klappentext einfach was anderes. Ja, norddeutsch, stark vielleicht noch, aber die Bedrohung? Finanzieller Art, okay, aber der Rest ist eher ein Witz. 

COVERGESTALTUNG💜💜💜💜
ORIGINALITÄT DES INHALTS       💜💜💜
SCHREIBSTIL💜💜💜💜
UMSETZUNG DER FIGUREN💜💜💜
TEMPO💜💜💜
PASST ES ZUM GENRE💜💜💜💜
EMOTIONEN💜💜   
GESAMT💙💙💙

*Privatkauf von meiner Mutter / Geliehen

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