Das bunte Staudenbeet - Ein Schlaraffenland für Bienen

Es ist leise...

Als Kind hatte ich meinen eigenen kleinen Garten. Eigentlich war es nur ein Beet, wo ich Blumen angepflanzt habe. Im Sommer blühte es dann in allen Farben und obwohl es direkt neben meinem Sandkasten und meiner Schaukel war, liebte ich das Summen und Brummen. Bienen, Hummeln, aber auch dutzende von Schmetterlingen konnte ich beobachten. Es war einfach herrlich. Doch inzwischen ist es im Garten verdammt leise geworden. Inzwischen ist mein Beet zu einem 1100qm großen Grundstück gewachsen. Eine ruhige Lage am Feld, viele Bäume und Nachbarn, die zahlreiche Blumen und Gemüsesorten anpflanzen. Diese Idylle hat mich angesteckt, aber stelle ich mich im Hochsommer in den Garten und schließe die Augen, ist es verdammt leise geworden. Das liegt daran, dass es immer weniger Schmetterlinge und Bienen gibt. Aus diesem Grund habe ich mich entschieden dieses Jahr mehr auf die Bedürfnisse dieser Tiere einzugehen und einen Bereich als buntes Staudenbeet anzupflanzen. Dazu ein paar Sonnenblumen. 



STAUDENBEET
Stauden sind ein Festschmaus für Bienen und locken zudem zahlreiche Schmetterlinge an. Stauden können als Beet ganzjährig den Bienen als Nahrungsquelle dienen, sofern die unterschiedlichen Blühzeiten richtig berücksichtig werden. Aus diesem Grund habe ich mich einmal schlau gemacht. Wie ihr es am Ende gestaltet bleibt eurer Kreativität überlassen. Es kann ein knalliges Mehr aus Farben sein, aber auch gedämpft und natürlich wirken. Wichtig ist, das große Leitstauden herausstechen und dementsprechend vereinzelt gesetzt werden sollten. Dazwischen können Begleitstauden und flächendeckende Stauden gepflanzt werden, die das Beet füllen. Der Vorteil ist, dass Stauden in der Regel über Jahre wachsen und somit nicht immer wieder neu angepflanzt werden müssen. 

DIE WAHL DES STANDORTES
Die meisten Stauden mögen es sonnig, weswegen der Standort danach gewählt werden sollte. Ein paar vertragen auch Schatten, aber da dies für eine geringe Anzahl gilt, sucht lieber einen Standort aus, den ihr gut bewässern könnt und der sonnig liegt. 

DIE VORBEREITUNG
Damit es harmonisch wirkt, solltet ihr einen Bereich vorher abstecken und zum Beispiel mit Randsteinen abgrenzen. Dieses Beet kann rund sein, aber auch über die ganze Länge eines Zaunes darstellen. Wie wäre es mittig im Rasen mit einer kleinen bunten Oase? Ist sie eckig, kann man gut mit dem Rasenmäher herummähen. 

Nun sollte der Boden vorbereitet werden. Unkraut, Grasnarben entfernen, die Erde gut durchgraben und bei Bedarf auch düngen. 

DIE PFLANZEN
Ist alles vorbereitet, könnt ihr euch den Pflanzen widmen. Wie eingangs gesagt, sind Stauden mehrjährig und bei richtiger Pflege habt ihr lange Freude daran. Im Winter solltet ihr das Beet jedoch mit Rindenmulch oder Stroh abdecken, um sie zu schützen. Es gibt aber auch Pflanzen, die einen harten Winter ohne Schutz überstehen. 

Wichtig ist, dass ihr euch für die Pflanzen entscheidet, die für euren Garten ideal sind und die euch farblich gefallen. So ein bisschen Stroh auslegen, ist schließlich kein Problem. Nun legt die Knollen dort aus, wo ihr sie später haben wollt. So kann der Abstand und die Mischung gut im Auge behalten werden. Hohe Stauden sollten nicht nur Platz haben, sondern der Sichtbarkeit eher mittig oder ganz hinten platziert werden. Lest daher unbedingt die Angaben zur Höhe, Abstand und Vermehrung durch. Zum Beispiel die Walderdbeere braucht 20cm Abstand und es können pro Quadratmeter knapp 25 Pflanzen gesetzt werden. Sie blühen im Mai bis Juni und sind eher Bodenbedecker, als können am Rand zum Rasen platziert werden.

PFLEGE
Am Anfang müssen sie gut angegossen werden, danach ist die Pflege sehr einfach. Damit sie nicht wuchern, sollten sie regelmäßig im Frühjahr zurückgeschnitten werden, sofern das bei euch zutrifft.

Wer also Lust bekommen hat - Stauden sind ideal für Bienen, pflegeleicht und kommen mehrjährig. Ihr braucht euch also fast gar nicht zu kümmern und tut der Tierwelt eine Freude.

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