Rezension - Wohin du auch gehst

Du kannst niemanden trauen ...

So geht es Alex. Sie ist seit zwei Jahren mit Warren verheiratet, ist für Nick und Lisa so etwas wie eine Mutter geworden, leitet eine Vorschule. Alles könnte perfekt sein, als sie von ihrer Schwangerschaft erfährt. Doch irgendwer scheint sich darüber nicht zu freuen. Ist es Lisa, die sie nicht als Mutter akzeptiert? Der tyrannische Vater eines Schülers? Ihre Schwägerin, die sich nach einem Vorfall von ihrem Freund getrennt hatte. Die Haushälterin, die sich verdrängt fühlt. Alex weiß nicht mehr, wem sie trauen kann, denn irgendwer versucht ihr und dem Baby zu schaden. Und dieser jemand weiß von ihrer Vergangenheit. 



EIN PAAR FAKTEN
Autorin - Rochelle Majer Krich
Verlag - Goldmann
Seiten - 414
Preis - 0,00€ Getauscht
Schauplatz - USA 
Zeit - 1990er
Tags -  Liebe, Mord, Vergangenheit 

MEINE ERWARTUNGEN
Ein spannendes Geheimnis aus der Vergangenheit und jemand, der davon weiß, das klingt nach einer spannenden Geschichte. Ich habe dementsprechend einen Psychothriller erwartet, der in Richtung Joy Fielding geht. 

MEINE GESAMMELTEN EINDRÜCKE
Ich habe das Buch bei einem Tauschschrank entdeckt und es mitgenommen, denn ich lese gerne so alte Psychothriller. Dieses Buch beginnt an Alex Geburtstag und nimmt mich als Leser mit in die Familie, sodass ich hautnah von der Schwangerschaft erfahre und alles selbst miterleben kann. An möglichen Feinden mangelt es jedenfalls nicht, obwohl ich direkt eine Person in Verdacht hatte, die es am Ende übrigens auch zum Teil war. Allerdings schafft es die Autorin gekonnt falsche Fährten zu legen, sodass es bis zum Schluss theoretisch spannend bleibt. 

Theoretisch, denn praktisch sieht es leider so aus, dass ich zwar unbedingt mehr über die Vergangenheit und den Feind wissen wollte, mich jedoch teils auch gelangweilt habe. Vielleicht sogar genervt das Buch zur Seite gelegt habe. Das lag zum Teil am Stil, der mit Klammern arbeitet und vieles ausführlich erzähl, aber mich nicht immer wirklich an den Gefühlen teilhaben lässt. Auf der anderen Seite lag es Alex, die mich zur Weißglut getrieben hat. Ständig lese ich ihre Gedanken über die Menschen oder Situationen. Meist sind es negative Gedanken über Paula, was sie ihrem Mann nicht sagen kann, über Lisa oder Denise. Diese Gedanken haben es geschafft, dass ich sie nach 50 Seiten nicht mehr mochte. Total schlimm und anstrengend. Ich sage nur egoistisch. Die Vergangenheit wird nur am Rande erwähnt und bis Seite 250 passiert zwar viel mit Briefen und Attentaten oder Verfolgungen, aber die Vergangenheit ist nur eine bloße Bemerkung, die meine Fantasie anstachelt. Gleichzeitig hatte ich eher das Gefühl, dass sie und Warren sich erst zwei Monate kennen und keine zwei Jahre verheiratet sind. Mein Stiefsohn war fast sechs, als ich seinen Vater kennenlernte und sechs, als er zu uns zog. Nach zwei Jahren sollte eine gewisse Bindung da sein, auch wenn es andere Bezugspersonen gibt. Davon hatte ich null gespürt. 

Der Schluss ist logisch und spannend, aber der Weg dahin teils echt anstrengend dank Alex. 

KURZ GESAGT 
Man nehme eine Frau, die viel denkt und meist nur an sich selbst denkt, andere eher genervt und störend wahrnimmt. Dazu ein altes Geheimnis. Heraus kommt ein netter Thriller, der jedoch teils anstrengend ist. 

WEM WÜRDE ICH DAS BUCH EMPFEHLEN 
Das Buch ist für Fans von Joy Fielding. 

BEWERTUNG 
 COVER  💜💜
 GRUNDIDEE  💜💜💜💜💜
 FIGUREN 💜💜
 DETAILS 💜💜💜💜
 TEMPO 💜💜💜💜
 EMOTIONEN 💜💜
 STIL  💜💜💜
 SPANNUNG 💜💜
 GESAMT 💙💙💙


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