Rezension - Im Land der Mitternachtssonne

1929 ...

Wir schreiben das Jahr 1929. Tess hat sowohl ihren Mann, als auch ihre sechsjährige Tochter verloren und versinkt in einer endlosen Schleife aus Trauer. Aus dieser will sie Ronan herausholen. Ronan, der Mann, den sie seit ihrer Kindheit kennt. Er hat auch gerade von seiner Frau getrennt und, obwohl er seinen Sohn über alles liebt, ist er bereit mit Tess einen Neustart zu wagen. Einen Neustart, den beide so dringen brauchen. Doch dann erfährt Ronan, dass er bald sterben muss. Die wenige Zeit will er dafür nutzen, um sechs Wünsche zum erfüllen. Und so begibt er sich mit Tess auf die Reise seines Lebens. 



EIN PAAR FAKTEN
Autorin - Norah Sanders 
Verlag - Bastei Lübbe
Seiten - 592
Preis - 2,00€ auf dem Wühltisch
Schauplatz - Alaska, San Francisco, Hawaii
Zeit - 1929
Tags -  Liebe, Wünsche, Tod

FÜR EUCH ABGECHECKT
Jo, was soll ich sagen, dass Buch ist total krass - nein ein kleiner Spaß am Rande, der leider auch zum Teil auf den Stil anspielt. Aber der Reihe nach. 

Alaska vor knapp 100 Jahren - das ist genau das, was meine Mutter und ich gerne lesen. Ich habe nur das Jahr und Alaska gelesen, dieses wunderschöne Cover gesehen und wusste, das müssen wir lesen. Das es eine Fortsetzung ist, wusste ich natürlich nicht. Seufz. Vielleicht hätte ich mich dann nicht so hineingeworfen gefühlt. 

Doch damit hätte ich leben können, wäre der Rest genial gewesen. Das ist jedoch nicht der Fall. Wir befinden uns im Jahr 1929, bei Worten wie krass denke ich eher an 2010. Es passt einfach nicht. Dazu jede Menge Wiederholungen. Kombiniert mit  Dingen, die ich ebenfalls in eine andere Zeit einordnen würde, gab es für mich immer diesen Konflikt. Wisst ihr was ich meine? Man fühlt sich mal in den 50er, dann in den 2000er und denkt dann erschrocken - Mist, es ist ja 1929. Das Problem haben viele Bücher und nervt mich leider auch in diesem Fall. Da hilft auch nicht die Tatsache, dass die Landschaft atemberaubend geschildert wird. 

Zudem finde ich die Geschichte einfach nur langatmig und sie berührt so gar nicht mein Herz. Bei dieser Art von Geschichte, sollte das jedoch der Fall sein. Ich möchte die Liebe spüren, die Angst dahinter und die Hoffnung. 

Im Klartext - Mich hat es nicht gerockt. Alaska ist wunderschön, keine Frage. Nur nützt das wenig, wenn das Buch die damalige Zeit nicht einfängt und die Geschichte langatmig ist, ohne spürbare Emotionen. 

BEWERTUNG 
 COVER  💜💜💜💜💜
 GRUNDIDEE  💜💜💜💜
 FIGUREN 💜💜💜
 DETAILS 💜💜💜
 TEMPO 💜💜💜
 EMOTIONEN 💜
 STIL  💜
 SPANNUNG 💜
 GESAMT 💙


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