Rezension - The Twin - Geliebtes Schwesterlein

Ivy und Iris ...

Als meine Eltern sich vor 6 Jahren endlich getrennt haben, war ich echt erleichtert. Der Streit war nicht auszuhalten. Am Ende bin ich bei meinem Vater geblieben, während meine Zwillingsschwester Ivy mit meiner Mutter weggezogen ist. Ich weiß - Zwillinge darf man nicht trennen, aber außer der Optik haben wir nichts gemeinsam. Ich bin die Vernunft, sie das Drama. Und jetzt zieht sie bei uns ein, denn Mom ist tot. Während ich komischerweise traurig bin, benimmt auch meine Schwester merkwürdig. Ich werde das Gefühl nicht los, dass sie alles daran setzt mich schlecht zu machen, bloß zu stellen, und sich mein Leben unter den Nagel zu reißen. 



EIN PAAR FAKTEN
Autorin - Natasha Preston
Verlag - cbt
Seiten - 429
Preis - 13,00€
Schauplatz - USA 
Zeit - Gegenwart 
Tags -  Schwestern, Neid, Hass 

FÜR EUCH ABGECHECKT
Als ich den Klappentext las, musste ich direkt an dieses Buch von R.L.Stine denken. Dort war es jedoch eine Stiefschwester. Mit einem eineiigen Zwilling - versprach es richtig spannend zu werden. 

Erzählt wird die Geschichte aus Sicht von Ivy. Sie ist sehr nachdenklich und dementsprechend bekomme ich viele Einblicke in ihre teils chaotischen Gedanken. Chaotisch, wie Gedanken eben sind. Jedoch nie unlogisch. Manchmal war es mir jedoch einfach zu viel an Gedanken und zu wenig greifbare Emotionen. Auf mich wirkte vieles einfach zu kopflastig. 

Dazu kommt, dass ich arge Schwierigkeiten mit den Namen hatte. Zwillinge schön und gut. Aber Ivy und Iris. Am Anfang musste ich oft überlegen wer nun die Böse ist. Das eine Böse ist, war jedoch klar, genauso wie der mir der Tod der Mutter gleich komisch vorkam. 

Dadurch blieb die Spannung teils sehr auf der Strecke. Dennoch war es erschreckend, wie wenig Ivy am Ende geglaubt wurde. Einer der Gründe, warum man gerne am Ball bleibt. Wieso wurde die Mutter umgebracht und wie besiegt Ivy ihren bösen Zwilling. 

Die Auflösung ist logisch, aber es gibt kein Happy End, wie ich es mir gewünscht hätte. Viel mehr war es wie ein perfekter Cliffhanger. Nur ist es das tatsächliche Ende. Zumindest habe ich nirgends die Info für einen zweiten Teil gefunden. Ich mag Überraschungen und Wendungen. Und ja, das gute gewinnt nicht immer, dementsprechend authentisch und real ist die Geschichte, aber es hinterließ bei mir einen faden Geschmack, der unbefriedigend war. 

Summa Summarum - Eine so gute Idee, die Spannung pur verspricht. Diese geht jedoch direkt am Anfang verloren, weil klar ist, dass der Tod der Mutter kein Unfall war. Durch den kopflastigen Stil, gehen dann die Emotionen ebenfalls leicht unter. Was egal wäre, wenn der Schluss genial wäre. Auf seine Art ist er es. Keine Frage. Perfekt als Cliffhanger, aber hier fand ich es doof und ich bin unglücklich und unbefriedigt aus der Geschichte gegangen. Arme Ivy. 


BEWERTUNG 
 COVER  💜💜💜💜💜
 GRUNDIDEE  💜💜💜💜💜
 FIGUREN 💜💜
 DETAILS 💜💜💜
 TEMPO 💜💜
 EMOTIONEN 💜💜💜
 STIL  💜💜💜💜💜
 SPANNUNG 💜
 GESAMT 💙💙


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