Rezension - Das Ferienhaus

Kein Genie ...

Heute ist es wieder Zeit für ein bisschen Spannung. Ich will schließlich nicht, dass ihr euch langweilt. Der Thriller, den ich euch heute vorstellen möchte wird von Lee Child folgendermaßen beschrieben: Eine Familie. Ein abgelegenes Haus. Und kein Entkommen. »Fantastisch – Ewan ist ein Genie.«  Klingt gut, oder? Ich persönlich sehe es anders. 



EIN PAAR FAKTEN
Autor/in - C.M. Ewan
Verlag - blanvalet
Seiten - 480
Preis - 15€
Schauplatz - England 
Zeit - Gegenwart 
Genre -  Thriller 

EINBLICKE IN DIE GESCHICHTE
Erst stirbt Michael bei einem Autounfall mit nur 16 Jahren und dann ein Jahr später wird Toms Familie brutal überfallen. Als sein Chef ihm anbietet in seiner Hütte zur Ruhe zu kommen, bis der Überfall geklärt ist, nimmt er das Angebot an. Doch schon kurz nach der Ankunft entpuppt sich die Entscheidung als Alptraum, denn jemand ist hinter Tom her und das schlimmste ist, er weiß nicht einmal, ob er seiner eigenen Tochter und Frau vertrauen kann. 

FÜR EUCH ABGECHECKT
Für kitschige Liebesromane und spannende Thriller bin ich immer zu haben. Der Gedanke im Urlaub von jemanden angegriffen zu werden, klang jedenfalls spannend genug für mich. Zumindest vom gut ausgewählten Klappentext her. Der ist jedoch mit dem Cover das einzig Positive an dem Buch. 

Schon der Einstieg war für mich nicht sonderlich perfekt. Ich habe die ersten drei Kapitel sogar doppelt gelesen, weil ich dachte, der erste Eindruck fällt so schlecht aus, weil ich müde war. Dem ist aber nicht so. 

Der Autor hat einen verdammt konfusen und sprunghaften Stil, den man mögen muss. Mir fällt es schwer seinen Gedanken dadurch zu folgen. Am Anfang sitzen sie im Auto und er sieht seine verletzte Tochter im Rückspiegel an. Statt klar zur Vergangenheit zu wechseln, was passiert ist, sind es Andeutungen eines Überfalls. Ähnliches bei seiner Frau. Mag sein, dass andere dies schon als Spannung empfinden. Ich fand es nervig. 

Aber nicht nur das. Ich fand die Figuren, die Idee - eigentlich alles schwierig. Tom mit seinem merkwürdiges Arbeitsverhältnis, der Chef, seine Frau. Alles keine Figuren, die mir ans Herz gewachsen sind.  Sie wirkten allesamt unsympathisch. Dazu der Sohn, der mit 16 ein Auto klaut und dabei mit seiner Freundin tödlich verunglückt. Das wird überraschend gut weggesteckt. Der Überfall auf Tochter und Frau hingegen weniger. Dazu die Frage: Warum fährt man nach einem Überfall in einer dunklen Gasse in eine abgelegene Ferienhütte. Okay, am Ende ist es luxuriös und groß, aber das wusste niemand, denn sie rechneten mit einer kleiner Holzfällerhütte. 

Ich dachte wirklich, es wird mit der Ankunft besser. Leider ist dem nicht so. Die Einbrecher sind merkwürdig und geben keine Ruhe. Man kann es als Aneinanderkettung zahlreicher Ideen bezeichnen. Das Zitat, das eine andere Bloggerin gewählt hat, trifft es auf den Punkt. Man hat mich mitten in der Nacht aufgeweckt und auf mich geschossen,
mich durch den Wald gejagt, mich ins Meer getrieben, Ich war von einem Balkon gestürzt und durch einen Luftschacht gekrochen. Alles, was ich jetzt noch sagen wollte, war: Es reicht! " (S. 281) Er jammert ständig herum und erlebt so viel, dass es übertrieben wirkt. Man könnte es als einen dieser geladenen Actionfilme ansehen, die wie 96 Stunden. Spass mach es jedenfalls keinen. 

Der Schluss ist dann auch so an den Haaren herbeigezogen und unglaubwürdig, dass ich jedenfalls von diesem Autoren kein weiteres Buch lesen möchte. 

LESEEMPFEHLUNG?
Wer auf wirre Geschichten mit aneinandergereihten Action-Szenen steht, der wird das Buch lieben. Ich fand es wirr, unglaubwürdig, besetzt mit nervigen Charakteren und einem Schluss, der mich noch mehr enttäuscht hat. Weder spannend, noch fesselnd, noch angenehm zu lesen. 

BEWERTUNG 
 COVER  💜💜💜💜💜
 GRUNDIDEE  💜💜💜
 FIGUREN 💜
 TEMPO 💜
 EMOTIONEN 💜
 SCHREIBSTIL 💜
 SPANNUNG  💜
 FESSELT BIS ZUM SCHLUSS 💜
 GESAMT 💙


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