Wenn kein Krieg mehr ist, wie heißt das dann?

 Rezension - wenn kein Krieg mehr ist, wie heißt das dann  

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Krieg statt Frieden 
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Genre: Jugendbuch 



Fakten zum Buch 

Autor/in: Imme Dros
Verlag: Middelhauve
Erschienen:1995
ISBN: 9783787696604
Seiten:127
Einband: HC
Serie: -
Preis: 1€ Flohmarkt 

Worum geht es in dem Buch 

Es ist Mai 1945 in den Niederlanden und endlich heißt es Frieden. Keine Bomben, kein Gewehrsalven, kein Hunger, keine verdunkelten Fenster und keine Angst mehr. Herrlich, aber nicht für die 11. jährige Eva. Jetzt muss sie wieder täglich in die Schule. Ihre Mutter sieht in ihr nicht mehr die beste Freundin. Albert möchte sie als Freundin, ist aber eigentlich in ihre kranke Schwester verliebt. Und auch sonst macht sie alles falsch. Den Frieden hat sie sich jedenfalls anders vorgestellt. 

Meine Leseeindrücke  


Wenn kein Krieg mehr ist, wie heißt das dann - ist ein Buch, das ich nicht richtig einordnen kann. Gesellschaft, Drama, Jugendbuch? Generell finde ich das Buch verwirrend. 

Es fängt mitten drin an und endet auch mittendrin. Im Grunde begleite ich Eva und Albert, sowie ihre Familien für ein paar Wochen. In der Zeit erlebe ich kleinere Geschichten, die aufzeigen, wie das Leben vor und nach dem Krieg war. Es geht um den Widerstand, die kranke Schwester, dem Vater im Sanatorium, Alberta Schwester, die schwanger von einem Deutschen ist, dem falschen Umgang, Lügen und der ersten Liebe. 

Alles immer kurz, hauptsächlich über Dialoge und wenige Beschreibungen umgesetzt. Ausreichend für ein inneres Bild, aber ich habe mir so oft mehr gewünscht. Viele Szenen sind dadurch einfach nur im Raum gestellt. Die Schwester beichtet den Vater ihres ungeborenen Kindes ihrem eigenen Vater, und man erfährt irgendwann nebenbei, dass die Mutter das nie erfahren darf. Gleichzeitig kommt für mich die Frage auf: Was wird aus Albert und Eva, was aus den Schwestern? 

Durch die Umsetzung fand ich das Buch einerseits gut. Es bringt alles auf den Punkt und ist für junge und alte Leser gleichermaßen lesbar. Andererseits hätte ich mir mehr gewünscht. Auf jeden Fall eine Geschichte, die mich noch lange zum Nachdenken bringen wird.  

Fazit

Butter bei die Fische. Kurz und knapp wird die Geschichte von Eva und Albert in der Zeit nach dem Krieg erzählt. Es geht um Kindheit, Liebe, Familie, Krankheit und Leid. Eine verwirrende Zeit mit Vorher und Nachher. Eher kindgerecht einfach geschrieben, aber thematisch und nachdenklich für Erwachsene. 


Leseempfehlung für Leser von ..

  • Büchern, die in den ersten Wochen nach Kriegsende spielen 
  • Jugendbüchern mit ernsten Themen 

Bewertung

Cover🩷🩷🩷🩷🩷
Grundidee🩷🩷🩷🩷🩷
Stil & Sprache🩷🩷🩷
Figuren🩷🩷🩷
Tempo🩷🩷🩷
Spannung🩷🩷🩷
Schluss🩷🩷
Lesespaß🩷🩷🩷
Spice-Faktor-
Gesamtwertung⭐️⭐️⭐️

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