Die rechtschaffenen Mörder - Ingo Schulze

 Rezension - Die rechtschaffenen Mörder 

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Richtig oder falsch
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Genre: politisch Krimi 



Fakten zum Buch 

Autor/in:Ingo Schulze 
Verlag: dtv
Erschienen: 2021
ISBN: 978-3423148047
Seiten:320
Einband: TB
Serie: -
Preis: 13,00€


Fakten zum Inhalt 

Schauplatz: Dresden
Zeit: Schätze ab 1950
Wichtige Personen:
  • Norbert Paulini: Büchernarr
  • Schultze: Autor

Worum geht es in dem Buch 

Nach dem frühen Tod seiner Mutter übernimmt Norbert Paulini, nachdem er endlich erwachsen ist, im Jahre 1977 den Buchladen von ihr. Es läuft und ist ein echter Geheimtipp. Doch dann kommt die Wende und alles geht den Bach runter. Paulini wird zum Eigenbrötler und gerät sogar ins Visier der Polizei. 

Meine Leseeindrücke  

Wie wird jemand, der stets ruhig und bücherverliebt ist, zu jemanden, der sich an fremdenfeindlichen Ausschreitungen beteiligt. Ein interessanter Ansatz, weshalb ich das Buch gerne lesen wollte, obwohl es kein Krimi ist, wie der Titel vermuten ließ. 

Erzählt wird die Geschichte von einem allwissenden Erzähler und beginnt schätzungsweise Mitte der 1950 Jahre. Der Krieg ist vorbei, die Mutter lernt ihren Mann kennen und Norbert Paulini wird geboren. Seine Mutter stirbt kurz nach der Geburt, die Oma ein paar Jahre später. Einzig die Liebe zu den Büchern bleibt ihm von den beiden Frauen. 

In dem Buch wird der Werdegang gut beleuchtet. Der Fokus liegt auf einschlägigen Erlebnissen, wie zum Beispiel das Mobbing in der Schule nach dem Erlebnis auf dem Sprungturm. Der Weg ist nett, lesbar, aber nicht sonderlich spannend. Wäre nicht diese versprochene Wende gewesen, ich hätte nach 50-70 Seiten abgebrochen. Die Wende kommt, aber eher Ost und West. Der Frust baut sich auf und plötzlich ist da die Polizei, aber wie er in die Situation geraten ist, wie es weitergeht … ich erfahre es nicht, denn plötzlich begleite ich nicht mehr Paulini, sondern einen Ich-Erzähler namens Schultze. Sehr kreativ. Dieser streitet viel mit Paulini. Und ehe man sich versucht erzählt plötzlich eine weitere Person von seinem Tod. Das versprochene Thema ist nicht wirklich da, sondern es ist eher der Frust der Wende zu spüren. All das regt nicht zum diskutieren an. Höchstens darüber, wie unterschiedlich die Meinungen zur DDR sind. 

War der erste Teil rund um Paulini und den Buchladen noch interessant, wurde es mit Schultze und zu guter letzter der Lektorin enttäuschend. 

Fazit

Butter bei die Fische. Das Buch geht am Klappentext vorbei und befasst sich in meinen Augen eher mit der Bücherwelt zu DDR Zeiten, wo das Wort noch Wert hatte. Unterteilt ist das Buch in drei Teile, wobei der erste noch interessant ist, die anderen einfach nur nervig und langatmig erscheinen. Zumal deutlich ist, wer für diesen Teil reingeschrieben wurde. 



Leseempfehlung für Leser von ..
  • DDR Nostalgiker 

Bewertung

Cover🩷🩷🩷
Grundidee🩷🩷🩷🩷
Stil & Sprache🩷🩷🩷
Figuren🩷🩷🩷
Tempo🩷🩷
Spannung🩷
Schluss🩷
Lesespaß🩷
Spice-Faktor-
Gesamtwertung⭐️

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