Rezension - Das Event - Antje Zimmermann

Rezension - Das Event 

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Drama mit einem Hauch Thrill
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Genre: Thriller



Buch Fakten

Autor/in:
Antje Zimmermann 
Titel
Das Event 
Verlag:
dtv
Erschienen:
2026
ISBN:
9783423264563
Seiten:
303
Format:
Paperback 
Serie:
-
Preis:
17,00€

Worum geht es in dem Buch

Ein altes Hotel. Ein Veranstalter für Horror-Events. Zwei Polizistinnen, die unterschiedlicher nicht sein können, aber beide ihre Geheimnisse haben. Ein brutal zusammengeschlagener Sauftourist und ein Herzinfarkt sind nur der Anfang. Bald taucht die erste Leiche auf und jeder fragt sich, wie alles zusammenhängt. 

Meine Leseeindrücke

Das Event ist ein Thriller, bei dem es mir tatsächlich unglaublich schwer viel eine gute Inhaltsangabe zu verfassen. Eine, die mehr passte als der Klappentext, denn dieser hat bei mir ganz falsche Vorstellungen geweckt. Eben düsterer, mysteriöser und spannender. 

Erzählt wird die Geschichte nicht aus einer, nicht aus zwei, sondern aus keine Ahnung sechs oder sieben Perspektiven. Vor jedem Kapitel steht, wo genau es spielt und zu welcher Zeit. Ohne diesen Hinweis, würde der ständige Wechsel nach ein paar Seiten echt schwer zu verfolgen sein. Aber auch so, fand ich nicht, dass das der Wechsel zum Tempo beitrug, sondern eher nervte und mich erschlug. 

Wenn dann noch die Figuren nerven, dann gibt es keine Kapitel, auf die man sich freut. Maxi, die ein Geheimnis hat, und die Insel hasst. Leandra, die einfach nur ein Baby haben will und deren Wunsch schon sehr heftig ist. 

Dazu kommt der Stil, der leicht ist, ab und an ungewohnte Worte nutzt. Leider gibt es aber auch viele Füllwörter, und die Dialoge sind so umgangssprachlich, dass sie nicht schlecht sind, aber auch kein Gefühl vermitteln. Schlimmer ist aber, dass sie keinerlei Stimmung vermitteln. Ein Beispiel. Maxi bekommt am Anfang einen aufgeregten Anruf, weil aus dem leeren Hotel Schreie ertönen. Sie geht rein, beschreibt alles detailliert, dann kommt sie in einen dunklen Flur. Statt Emotionen oder die Stimmung einzufangen, vergleicht sie Autorin es eben mit dem Film. Ja, ich habe vor X Jahren den Film gesehen. Habe ich ein Bild von dem Flur im Kopf? Nein. Und nach der Beschreibung auch nicht. Das sie dann das Handy fallen lässt, aber eine Sekunde später mit der Handytaschenlampe alles ausleuchtet, ist etwas, woran man sich im Verlauf gewöhnen muss. 

Einzig, weil ich wissen wollte, was es mit dem Bruder auf sich hat, habe ich weitergelesen. Unter uns, Spannung kam kaum auf. Vögel sterben, bei Befragungen kommt meist nichts raus, dazu das ständige Thema Kinderwunsch. Und dann der Schluss. 🚨🚨Achtung Spoiler!! 🚨🚨 Der Bruder wird wortwörtlich vom Blitz getroffen und der Veranstalter wird von Leandra erschossen, als er kapiert, dass das Baby von ihm ist. Das war alles nicht meins. Künstlich erzwungen. 

Fazit

Die Idee mit dem Hotel und Horror-Events ist wirklich genial. Doch das spielt nur eine Nebenrolle, was bei dem Klappentext anders Klang. Dazu nervige Figuren, wenig Spannung und ein Schluss, der für Augenrollen sorgt, weil er so absurd ist. 

Leseempfehlung für Leser von ..

  • Helgoland
  • Thrillern mit wenig Spannung 

Bewertung

Cover ⭐⭐⭐⭐⭐
Grundidee ⭐⭐⭐⭐⭐️
Stil & Sprache ⭐⭐️
Figuren ⭐⭐
Tempo
Spannung
Schluss
Gesamtbewertung ⭐⭐

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