[Rezension] Master of his Universe - Finkenzonk

Rezension - Master of his Universe 

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Bei der Macht von … 
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Genre: Jugendbuch 

Master of his Universe - Finkenzonk


Buch Fakten

Autor/in:
Finkenzonk 
Titel
Master of his Universe 
Verlag:
BOD 
Erschienen:
2025
ISBN:
978-3819245398
Seiten:
244
Format:
Taschenbuch
Alter:
Ab 12
Preis:
14,00€

Worum geht es in dem Buch

Sommer 1989 - Es sollte der beste Sommer seines Lebens sein, aber Benni (14) hat mit seinen eigenen Problemen zu kĂ€mpfen. Sein Bruder ist immer schlecht gelaunt, seit er vor drei Jahren die Schule abgebrochen hat. Seine MitschĂŒler halten ihn fĂŒr einen schrĂ€gen Vogel und schulisch lĂ€uft es unterirdisch. Als sein Bruder droht ihn auf ein Internat zu schicken, muss Benni das um jeden Preis verhindern. 

Meine LeseeindrĂŒcke

Master of his universe ist ein Coming-Age-Buch fĂŒr Leser ab 12 Jahren, das mich in meine eigene Kindheit zurĂŒckversetzt hat.

ErzĂ€hlt wird die Geschichte aus der Perspektive von Benni und beginnt in dem Moment, als er erfĂ€hrt, dass er auf ein Internat gehen muss, wenn er es in der Schule nicht schafft. Benni lebt alleine mit seiner Mutter und seinem Ă€lteren Bruder, der die Schule abgebrochen hat. Ab dieser Szene durfte ich Benni in der Schule und bei seinem Ersatzvater, den er zufĂ€llig kennenlernt, begleiten. Nicht immer war ich gĂ€nzlich glĂŒcklich als Leser.

Das hing nicht mit dem Stil zusammen, der wirklich leicht, lebendig, witzig und passend zu der damaligen Zeit ist. Die AtmosphĂ€re passt auf alle FĂ€lle. Und gerade viele Dinge habe ich als Kind der Bj. 83 natĂŒrlich wieder erkannt. Auch ich habe mit meinem besten Freund stundenlang He-Man gespielt, kannte das Naschi und vieles mehr. Dementsprechend muss ich sagen, dass es fĂŒr die Altersklasse, aber auch fĂŒr Ă€ltere Leser aus der Generation ein leicht zu lesendes Buch ist.

Es geht aber nicht nur um die Probleme eines 14 jĂ€hrigen, sondern auch um Ängste des Bruders, wie die Wiedervereinigung, die Angst um den eigenen Job. Liebe, Familie und Selbstfindung. All das fĂ€ngt der Autor wunderbar ein. Manchmal nur im Hintergrund, manchmal aktiv. 

Was mich störte waren zwei Dinge. Erstens wirkte der Schluss auf mich tatsĂ€chlich irgendwie zu schnell. Außerdem wirkte es konstruiert auf mich. WĂ€hrend ich das davor alles gespĂŒrt habe, war das hier nicht der Fall. Was ich echt schade fand. Der zweite Punkt war auf die Logik bezogen. Ich habe zahlreiche Dinge gefunden, die mir ein Stirnrunzeln entlockt haben, daher habe ich mal zwei genommen, auf die ich direkt am Anfang gestoßen bin. Zum Beispiel kippt sein Bruder den Schulranzen aus. Das Mathebuch knallt auf den Boden. Was kann passieren? Der BuchrĂŒcken kann sich lösen. Knicke können entstehen. In dem Fall zerbrach es jedoch. Zerbrechen passt so gar nicht zu einem Buch. Meiner Meinung nach. In einer anderen Szene kommt Benni in die Klasse. Die HĂ€lfte ist krank. Nachher drehen sich 25 Köpfe um. Ich wurde zwar erst 1990 eingeschult, aber meine Schwester machte in den 80ern ihren Schulabschluss. Ich habe noch nie gehört, dass in einer Klasse 40 oder 50 SchĂŒler sind. Ich hatte mal eine Berufsschulklasse mit 38 SchĂŒlern, da wurde dann nachher geteilt, weil es einfach nicht ging. Ich fand das etwas ĂŒbertrieben. Und das sind nur zwei der Dinge, die mir beim Lesen aufgefallen sind. 

Dazu kommt, dass ich Benni irgendwie von Anfang an nicht ganz so sympathisch fand. Erst fand ich es cool, wie er mit unnĂŒtzen Wissen gepunktet oder die Spickzettel geschrieben hat. Aber andererseits ... Manchmal benahm er sich eher wie 12 statt wie 14. Dazu hatte ich auch kein VerstĂ€ndnis, weil er echt stinkendfaul war - rebellisch wie alle Teenager. Die anderen Figuren aber leider auch nicht. Seine Mutter, die nicht durchgreift. Sein Bruder, der ihn schlĂ€gt und herunterputzt, als wĂ€re er sein Stiefvater (dachte ich am Anfang tatsĂ€chlich, bis er als Bruder betitelt wurde). 

Trotz der Anmerkungen meinerseits, fand ich das Buch ganz nett und unterhaltsam. Passend eben fĂŒr die Zeit und schön lesbar vom Stil. 

Fazit

Das Buch hat seine SchwĂ€chen. Logisch und vom Schluss her. Es wirkt eher bedrĂŒckend durch die Figuren und die ganze Situation, zeigt aber auch die Entwicklung und die damalige Zeit authentisch. Trotzdem sind das beides Punkte, die mir persönlich sehr wichtig sind. Wenn ein Buch zerbricht oder der Schluss arg konstruiert ist, dann bekommt es von mir klar keine fĂŒnf Sterne. 

Leseempfehlung fĂŒr Leser von ..

  • Kids der 80er, 90er 
  • Leser ab 12

Bewertung

Cover ⭐⭐⭐⭐⭐
Grundidee ⭐⭐⭐⭐⭐️
Stil & Sprache ⭐⭐⭐⭐️⭐️
Figuren ⭐⭐⭐️
Tempo ⭐⭐️
Spannung ⭐⭐⭐️
Schluss ⭐⭐
Gesamtbewertung ⭐⭐⭐