Rezension - Gretel - Stefanie Lasthaus

Rezension - Gretel

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POV: Märchenadaptionen sind cool, außer 
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Genre: Horror 



Buch Fakten

Autor/in:
Stefanie Lasthaus
Titel
Gretel
Verlag:
Heyne
Erschienen:
2026
ISBN:
9783453275805
Seiten:
476
Format:
Hardcover 
Serie:
-
Preis:
20,00€

Worum geht es in dem Buch

Mae heißt eigentlich Margaret und wird von ihrem Bruder Gretel genannt. Er selbst heißt Jonathan, aber weil das für sie zu schwer war, nannte sie ihn als Kind nur Hänsel. Sie leben beide in einem kleinen Dorf am Rande einer magischen Schlucht, der niemand zu nahe kommen darf. Doch dann sieht Mae einen Jungen auf der anderen Seite und ehe sie sich versieht, stürzt sie in die Schlucht. Sie kann gerettet werden, wird aber auf die andere Seite verdammt - und mit ihr Hänsel, der sie nicht alleine lassen möchte. 

Meine Leseeindrücke

Gretel - ist eine Horrorvariante, auf die ich mich sehr gefreut habe. Ich selbst schreibe gerade an einem Märchenabenteuer und das Märchen kommt ebenfalls darin vor. Leider hatte ich verdrängt, dass ich von der Autorin schon ein Buch gelesen habe. Das wurde mir erst zum Schluss deutlich und hätte mir vorher einen Buchfehler erspart. So weiß ich jetzt: Stefanie und ich werden nicht warm miteinander. 

Es beginnt schon beim Einstieg. Er ist düster, traurig und macht eigentlich Lust auf die Geschichte, wäre da nicht zum Beispiel der Stil. Die Autorin hat einen sehr eigenen Stil. Entweder mag man ihn oder nicht. Ich zähle leider zur letzteren Fraktion. Mir waren viele Sätze zu verschachtelt und es gab Sätze - ich habe es mir leider nicht notiert, aber z.B. mit der Bewegung am Fenster im Zimmer, die so konstruiert waren, dass weder mein Mann, noch mein Sohn oder ich ihn wirklich verstanden haben. Es lag aber nicht nur an den wenigen komischen Sätzen, sondern auch an den verschachtelten und irgendwie immer gleichen Worten. Immer wieder wir die Schlucht, der Wald und alles erwähnt, das ich manchmal dachte: So ähnlich war es schon vor zwei Seiten, wo ist der Rotstift. Auf der anderen Seite ist die Welt dagegen sehr blass, genau wie die Figuren. Ja, Mae ist anders, sie 21, benimmt sich jünger, aber ein Bild entsteht so gar nicht im Kopf. Gleiches galt auch für die anderen Figuren, oder auch die Welt selbst. Eintauchen und sich gruseln, war einfach nicht drin. Ehrlich gesagt, war es auch so, dass Mae als zurückgeblieben, verträumt beschrieben wurde. Sie sprach lange nicht, Fantasiewelt und Fantasiefreund. Aber unter uns: So wie Jonathan oft reagiert, hatte ich eher das Gefühl, sie ist reif und vernünftig, während er zurückgeblieben ist. 

Ich fand es daher echt anstrengend und alles weniger spannend als erhofft. Die Idee an sich ist gut, gruselig und würde sich als Film ganz gut machen. Aber die Umsetzung ist einfach nicht meins. 

Fazit

Gretel ist die neue Horrormärchenadaption von Stefanie Lasthaus. Fakt ist: Man mag sie und ihre Bücher oder nicht. Ihr Stil ist nach wie vor ein Mix aus Längen, Details und abgehackt. Es ist gruselig, aber es entstehen keine Bilder im Kopf. Es fehlt an Spannung und guten Figuren. Man erkennt das Märchen, erkennt gruselige Ansätze und eine düstere Welt, aber wenn der Stil nicht passt, dann hat es das Buch leider schwer. 

Leseempfehlung für Leser von ..

  • Horror
  • Märchenadaptionen

Bewertung

Cover ⭐⭐⭐⭐⭐
Grundidee ⭐⭐⭐⭐⭐️
Stil & Sprache ⭐
Figuren ⭐
Tempo ⭐
Spannung ⭐⭐
Schluss ⭐
Gesamtbewertung ⭐