Rezension - Grün Gelb Rot - Anja Liedtke

Rezension - Grün Gelb Rot

• • •
Ein Heimatroman
• • •
Genre: Jugendbuch



Buch Fakten

Autor/in:
Anja Liedtke
Titel
Grün Gelb Rot
Verlag:
Ariadne
Erschienen:
2000
ISBN:
9783886199860
Seiten:
22
Format:
Taschenbuch
Serie:
-
Preis:
0,50€ Flohmarkt

Worum geht es in dem Buch

Sommer, Sonne und Ferien im Ruhrpott. Blacky, Blondi und der Rest der Clique wollen diese Zeit ganz besonders genießen. Sie Flirten, Kiffen und leben nach dem Motto "Grün Gelb Rot". Ganz zum Missfallen der Eltern, die versuchen schlimmeres zu verhindern.

Meine Leseeindrücke

Grün Gelb Rot ist ein Jugendbuch, das mein Sohn auf einen Flohmarkt entdeckt und mir geschenkt hat. Also musste ich es lesen.  Leider eine meiner berühmten Fehlentscheidungen, denn dieses Buch war ein wirklicher Kampf, der sich in meinen Augen nicht sonderlich gelohnt hat.

Das Buch hat zahlreiche kleinere Kapitel, die viele Pausen ermöglichen und ideal für Leser ab 14 sind, die das Buch in der schule lesen oder nicht besonders viel am Stück lesen. 

Schon im ersten dieser kleinen Kapitel ahnte ich, dass dieses Buch und ich keine Freunde werden würden. Das liegt an zwei Punkten. Erstens das Buch setzt natürlich auf Ruhrpottcharme. Jede Menge Dialekt, der für mich als Nordlicht lesbar ist, aber ehrlich gesagt auch anstrengend ist.  Es ist aber nicht nur der Dialekt, der wirklich in jeder wörtlichen Rede benutzt wird, sondern auch die Art, wie die Autorin schreibt. Zum Beispiel geht es im ersten Kapitel darum, dass der Opa mit seiner Enkelin "Ich sehe was, was du nicht" spielst. An sich ein nettes Spiel, das bei mir aber die Frage aufwarf, wie alt die Figur ist. 10, 12 oder doch schon 14 oder 16. Dann die Lunge, die mit der verschmorten Zwiebel verglichen wurde, weil er natürlich unter Tage gearbeitet hatte. Immer, wenn man denkt, da müsste doch noch was kommen, war es das. Was der Opa sieht, wird zum Beispiel nicht gesagt. Im Verlauf lernt man die Freundin kennen. Sie sind "Black and White unite unite". Die Erklärung ist jedoch nicht wirklich nachvollziehbar, genauso wenig, warum die beiden erst die Probleme hatten. Es ist alles recht vage und blass. Ich habe weder ein richtiges Bild vor Augen, noch bin ich wirklich glücklich, wie alles erzählt wird. 

Gerade für mich, die in der Zeit aufgewachsen ist, hatte ich mir eine kleine Runde in die Vergangenheit gewünscht. Erinnerungen, die geweckt werden. Das kam hier auch nicht im Ansatz auf. Ich fand den Sommer, die Clique, die Eltern und alles einfach nur belanglos und anstrengend. Ein Buch, das ich tatsächlich schon bald wieder vergessen habe. 

Fazit

Wenn ihr aus dem Ruhrpott kommt, den Dialekt liebt und vielleicht Ende der 90er eure Jugend hattet, könnt ihr vielleicht etwas mit dem Buch anfangen. Ich empfand es nur anstrengend wegen dem Dialekt, den blassen Figuren und der schwachen Geschichte. 

Leseempfehlung für Leser von ..

  • Jugendbüchern der späten 90er Jahre 
  • Dialektliebhaber

Bewertung

Cover ⭐⭐
Grundidee ⭐⭐⭐
Stil & Sprache ⭐⭐
Figuren ⭐⭐
Tempo ⭐
Spannung ⭐⭐
Schluss ⭐
Gesamtbewertung ⭐