R. L. Stine Das Verhängnis



===Buchdaten===
Autor: R. L. Stine
Titel: Das Verhängnis
Untertitel: Stille Wasser sind tief
Verlag: Loewe
Erschienen: 2002
ISBN-13: 978-3785542057
Seiten: 152
Einband: Taschenbuch oder HC
Kosten: 7,50€
Genre: Grusel
Alter: ab 12
Serie: Fear Street

===Eigene Inhaltsangabe===
Endlich Sommerferien. Für Lindsay bedeutet das als Rettungsschimmer in einem cool Ferienclub zu arbeiten. Doch schon bei ihrer Ankunft läuft alles schief. Ihre Karte ist abgelaufen, ein starker Regenguss setzt ein und dann steht sie plötzlich gar nicht auf der Liste. Das ist nur der Anfang eines schlimmen Alptraums, denn nach und nach werden die anderen Rettungsschwimmer umgebracht und eine flüsternde Stimme lockt Lindsay immer zu den Tatorten. Als ihr das alles über den Kopf wächst, will sie ihre Familie anrufen, doch der Alptraum geht hier weiter.

===Meine Meinung===
„Das Verhängnis“ ist ein Werk für Leser ab 12 Jahren und gehört zur Fear Street Reihe. Auch wenn ich eigentlich nicht mehr zur Zielgruppe gehöre, lese ich zwischendurch immer wieder gerne Bücher von R. L. Stine.
In diesem Buch haben gerade die Sommerferien begonnen und Lindsay freut sich auf einen langen Sommer als Rettungsschwimmerin in einer Ferienanlage. Doch dieser Job ist verhext. Erst taucht sie auf der Liste nicht auf, dann geschehen tödliche Unfälle und plötzlich erfährt sie, dass sie eigentlich schon vor zwei Jahren gestorben ist. Lindsay muss nun herausfinden, was um sie herum passiert.

Der Einstieg in diese Geschichte beginnt mit einem Telefonat, welches wirklich verrückt klingt. Da telefoniert doch tatsächlich jemand mit einem Toten. Schon ab diesem Punkt stellt sich die Frage, wer wohl diese verrückte Person später sein wird. Das finde ich gut, schließlich bin ich so gleich in die Geschichte einbezogen und kann mit rätseln, wer der Täter sein wird. Leider geht es danach nicht wie gewohnt weiter. Sonst verwendet R. L. Stine einen Erzählstil, bei dem ich eine Protagonistin ständig begleite und durch ihre Augen das Erlebte erfahre. In diesem Buch ist diese Figur leider nicht fest gewählt. Um es spannender oder verwirrender zu gestalten, wird die Geschichte immer wieder aus neuen Perspektiven weitererzählt. Mal schlüpfe ich somit in die Rolle von Lindsay, dann wiederum bin ich Danny. Auch hier werden leider nicht alle Figuren einbezogen, sondern nur drei oder vier. So bekommt der Leser jedoch immer wieder neue Blickwinkel. Zwar wird bei jedem Kapitel eingangs erwähnt, welche Person nun berichtet, aber trotzdem fand ich es doch recht verwirrend.

Zudem gibt es in diesem Band nicht nur ein Rätsel, welches es zu lösen gilt, sondern zwei Stück. Zum einen muss der Leser herausfinden, wer hinten den Morden steckt. Zum anderen gilt es herauszufinden, warum Lindsay laut Zeitung schon seit zwei Jahren verstorben ist. Dies birgt in meinen Augen viel Spannung, welche jedoch durch die wechselnden Perspektiven etwas verloren geht.

Zwar gibt es regelmäßig neue Kapitel, die für einen neuen Konzentrations-Schub sorgen können, da der Leser das Buch kurz aus der Hand legen kann, aber durch jedes neue Kapitel muss der Leser sich zeitgleich auch wieder in eine neue Figur hineinversetzen. Es ist zwar etwas anderes, aber ich finde es nicht unbedingt besser, als die sonstigen Werke. Der leichte, moderne und bildhafte Stil ist zwar geblieben, aber ich empfand die Menge und den Aufbau einfach zu viel für einen jugendlichen Leser. Normalerweise lese ich die Werke von R. L. Stine meist zwischendurch, um mich von schweren oder dickeren Büchern abzulenken. Bei diesem Buch musste ich jedoch häufig einmal pausieren. Einfach um den Inhalt sacken zu lassen. Sonst wird man nur bezüglich eines Täters mit mehreren Spuren auf Glatteis geführt. Hier ist aber noch der zweite Fall eingebaut und dadurch werden leicht Hinweise zum Täter überlesen. Da ich aber meist gerne rate, wer denn der Bösewicht ist, bevor das Buch das Geheimnis auflöst, war ich zu mehreren Pausen gezwungen.

Es ist definitiv kein schlechter Teil. Es ist mal etwas anderes, was jedoch in meinen Augen nicht zu dieser Reihe passt. Trotzdem kann ich das Buch empfehlen, denn es hebt sich von den üblichen Werken ab. Gerade wer der Meinung ist, dass er schon zu viel übliche Bücher dieses Autors gelesen hat, wird sich über Abwechslung freuen.

===Bewertung===
„Das Verhängnis“ ist ein außergewöhnliches Werk der Fear Street Reihe. Durch den veränderten Aufbau sticht es jedoch negativ hervor, sodass ich dem Buch nur drei Sterne geben kann.