R. L. Stine - Der Ferienjob

Copyright Sarahs Bücherwelt



===Buchdaten===
Autor: R. L. Stine
Titel: Der Ferienjob
Untertitel: Ein rabenschwarzer Sommer
Verlag: Loewe
Erschienen: 2002
ISBN-13: 978-3785532232
Seiten: 156
Einband: TB oder HC
Kosten: 4,95€ als Taschenbuch
Alter: ab 14
Serie: Fear Street

===Zitierter Klappentext===
Chrissy ist wirklich perfekt. Die Conklins hätten für die Sommerferien keine bessere Haushaltshilfe finden können. Chrissy hat fantastische Zeugnisse und die Kinder mögen sie gerne. Nur Amanda findet Chrissy ziemlich unheimlich. Aber niemand will glauben, was sie nachts heimlich beobachtet hat.

===Meine Meinung===
Die Bücher der Fear Street Reihe haben mich immer durch ihre überraschenden Wendungen, die Logik, den andauernden Spannungsfaktor und durch die realistischen Idee überzeugt.

In diesem Teil begleitete ich Amanda und ihre Familie in die Sommerferien. Ihre Eltern müssen arbeiten und Amanda muss vor Ort in die Sommerschule gehen. Das heißt für die zwei kleinen Geschwister muss ein Babysitter her. Wie es der Zufall will, stellt sich gleich am ersten Tag die bezaubernde und freundliche Chrissy vor. Alle sind von ihr begeistert, nur Amanda und die Haustiere spüren, dass mit Chrissy etwas nicht stimmt. Immer wieder passieren merkwürdige Zufälle und alle denken, dass Amandas Nerven verrückt spielen. Dabei kann sie sich eine schwebende Chrissy, schmelzende Telefonhörer, durchdrehende Autos und Menschen, die plötzlich sterben. Amanda ist die Einzige, die ihre Familie beschützen kann und das Geheimnis von Chrissy aufdecken kann.

Auf den ersten Blick klingt dieser Inhalt sehr vielversprechend. In meinen Augen ein typischer R. L. Stine. Schon von Anfang an baut sich kontinuierlich Spannung auf. Jeder Leser möchte wissen, warum die Haustiere eine solche Abneigung gegen den Babysitter haben und was ihr Geheimnis ist. Bei mir kam dazu, dass ich immer wieder eine logische Erklärung für all die mysteriösen Geschehnisse gesucht habe. Fear Street besticht schließlich durch realistische Idee und schmelzende Telefonhörer passen da nicht ganz hinein. Allerdings konnte ich mir auch nicht vorstellen, dass Amanda wirklich geistig gestört war. Sie wirkte von der ersten Seite an sympathisch auf mich.

Genau dieser Aspekt hat dafür gesorgt, dass ich von diesem Buch sehr enttäuscht worden bin. Ich persönlich habe für all die Vorkommnisse eine logische Erklärung, wie Telekinese oder etwas ähnliches erwartet. Bis fast zum Schluss ist die Spannung greifbar und dann kommt ein Schluss, der unlogisch, unpassend und für ein Buch von R. L. Stine wirklich lächerlich ist.

Die Geschichte und auch der Schluss wirkten so unrealistisch, als hätte ich ein „Gänsehaut“-Buch in der Hand. Mir fiel es zum ersten Mal schwer bei der Handlung wirklich zu sagen, dass könnte auch wirklich passieren. Es ist theoretisch nicht schlecht, passt aber in meinen Augen überhaupt nicht in diese Reihe.
Der Stil selbst, ist wie gewohnt bildhaft, detailliert und jugendgerecht. Ich konnte mir alles in meinem Kopfkino perfekt vorstellen, egal wie unglaublich die Situation war.

Wenigstens können junge Leser etwas lehrreiches aus diesem Werk mitnehmen. Egal wie gut die eigenen Menschenkenntnisse sind, man sollte auf sein Bauchgefühl oder Tiere hören und sich nicht vom Aussehen oder dem Gesagten Beeindrucken lassen. Bei wichtigen Dingen sollte man lieber einmal mehr etwas hinterfragen oder in diesem Fall nachfragen, als alles zu glauben. Das brave Aussehen kann von vielen Dingen ablenken.Gerade als Jugendlicher ist man noch etwas naiver.

Vom Alter her denke ich, dass das empfohlene Alter von 14 Jahren okay ist. Es ist nicht sehr brutal, sodass auch jüngere Leser ab 12 Jahren dieses Buch lesen könnten.

Empfehlen kann ich dieses Buch nur bedingt. Es ist nicht schlecht geschrieben und durchaus spannend, aber der komische Schluss und dieses mysteriöse passt nicht zu dieser Reihe.

===Bewertung===
Ein merkwürdiger Schluss und übernatürliche Dinge passen in meinen Augen nicht zur Fear Street Reihe. Ein logisches Ende und eine realistische Handlung sind hier nicht zu erwarten. Dafür gibt es von mir zwei Sterne. Diese gebe ich allerdings gerne für die vorhandene Spannung.