Rezension - Das White Octopus Hotel
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Düster
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Genre: Fantasy
Fakten zum Buch
Autor/in: Alexandra Bell
Verlag: HarperCollins
Erschienen: 2026
ISBN: 9783365010969
Seiten:381
Einband: HC
Serie: -
Preis: 24,00€
Worum geht es in dem Buch
Eve ist 27 und sieht seit dem Tod ihrer kleinen Schwester immer weiße Kaninchen, die sie ständig verfolgen. Als an ihrem Geburtstag ein alter Mann namens Max auftaucht und ihr einen Oktopus schenkt, ehe er stirbt, ist das für sie ein Zeichen. Sie recherchiert und entdeckt das Hotel White Octopus und einen Schlüssel zu einem Zimmer, das es nicht gibt. Ihre Mutter, die das Hotel kennt, ist recht schweigsam und so begibt sich Eve auf die Reise und landet plötzlich in der Vergangenheit und einer jungen Version von Max und ihrer Mutter.
Meine Leseeindrücke
Das White Octopus Hotel ist anders, als das Cover und der Klappentext vermuten lässt. Wer eine magische Liebesgeschichte erwartet, der sollte es sich nicht kaufen. Das Buch ist düster, nicht immer für schwache Mägen und eher eine Bewältigung von Trauer und Angst. Zudem manchmal recht konfus. Aber der Reihe nach.
Das Buch beginnt mit weißen Kaninchen und ich musste direkt an Alice im Wunderland denken. Schnell wird klar, dass sie dieses Kaninchen mit den Schuldgefühlen verbindet, denn sie gibt sich die Schuld am Tod ihrer Schwester, als diese keine zwei Jahre alt war. Tatsächlich zog sich der Einstieg ein bisschen und so richtig gepackt ha mich das Buch erst, als sie mehr über das Hotel und die magischen Artefakte erfährt. Genau die waren das Highlight für mich. Ein Brief an ein jüngeres Ich, ein Telefonat mit einem Verstorbenen, ein versteckter Mensch, der Lügner auffliegen lässt, eine Uhr, die die Zeit zurückdreht. Die Autorin hat viele tolle Ideen.
Im Hotel selbst wird es dann recht sprunghaft und weniger magisch als erwartet. Die magischen Ideen werden zwar auf süße Art eingeflochten, aber hauptsächlich geht es um Max und den ersten Weltkrieg, aber auch um den Tod der Schwester. Manche Szenen sind daher nicht immer schön, sondern düster und traurig. Gleichzeitig geht es um jede Menge Oktopusse, die Eva suchen muss. Irgendwann fand ich diesen Teil schon etwas nervig und konstruiert, wenn sie nicht weiter weiß und dann ein Oktopus sie in die Wand zieht oder das weiße Kaninchen ihr den Weg weißt, aber nun gut, Magie hat ihre eigenen Wege. Trotzdem liebte ich den Teil im Hotel, während sie das Puzzle zusammensetzt. Dabei entwickelt sich eine zarte Liebesgeschichte, die ich einerseits blass, aber auch berührend fand. Sie kam jedoch so schnell, dass ich mehr erwartet hatte.
Doch irgendwann werden die Seiten weniger und ich hatte keine Idee, wie die Autorin das Buch enden lassen möchte. Ungewöhnlich für mich als Vielleser. Aber anscheinend ging es der Autorin nicht anders, denn plötzlich passiert viel, alles wird aufgelöst, vieles wirkt nur konstruiert, hinterließ bei mir jede Menge Fragezeichen, Verwirrung und logische Schwächen. Vielleicht habe ich es nicht verstanden, vielleicht ist es aber auch zum Teil unlogisch. Der Schluss hat die magische Reise für mich tatsächlich ruiniert.
Fazit
Das White Octopus Hotel ist anders als gedacht. Magisch, traurig, aber durch die Sprünge und Verwicklungen manchmal auch etwas konfus - besonders zum Schluss. Und obwohl ich am Ende viele Fragezeichen hatte, die Magie streckenweise zu kurz kommt, genau wie die Liebesgeschichte, fand ich das Buch anders und interessant.
Leseempfehlung für Leser von ..
- Alice im Wunderland
- Kriegstraumata
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Bewertung
| Cover | 🩷🩷🩷🩷🩷 |
| Grundidee | 🩷🩷🩷🩷🩷 |
| Stil & Sprache | 🩷🩷🩷🩷🩷 |
| Figuren | 🩷🩷🩷🩷 |
| Tempo | 🩷🩷 |
| Spannung | 🩷🩷🩷🩷 |
| Schluss | 🩷 |
| Lesespaß | 🩷🩷🩷🩷 |
| Spice-Faktor | - |
| Gesamtwertung | ⭐️⭐️⭐️ |

Kommentare
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