Tillmans - Gyros-Spieß im Test

Döner ist schon was feines. Ein oder zwei Mal im Jahr gönnen wir uns einen kleinen Spieß vom Döner-Laden unseres Vertrauens. Der schmeckt super, hat eine gute Qualität, muss aber eben extra bestellt werden. Bei Real habe ich dann zufällig im TK-Sonderbereich die Sommer-Highlights von Tillman entdeckt. Darunter ein 1kg Dönerspieß. Eigentlich für den Backofen, konnten wir nicht nein sagen.


PREIS
1kg hat bei uns auf dieser Sonderaktiosfläche 8,99€ gekostet.

ZUTATEN
 90% Schweinefleisch, Trinkwasser, Speisesalz, Gewürze (Paprika, Senf, Knoblauch, Zwiebel, Petersilie, Oregano, Rosmarin, Koriander, Majoran, Thymian, Cumin), Zucker, Maltodextrin, Gewürzextrakte (Pfeffer-, Paprika-, Chili-, Curcumaextrakt), Dextrose, Jogurtpulver, Hefeextrakt, Würze.

Hinweis für Allergiker: Enthält Senf und Milcherzeugnisse.

NÄHRWERTE
Energie     911 kJ / 219 kcal
Fett     16 g
davon gesättigte Fettsäure     3,2 g
Kohlenhydrate     1,5 g
davon Zucker     0,7 g
Eiweiß     17 g
Salz     0,78 g 

ZUBEREITUNG
Den Gyros-Spieß mind. 24 Stunden im Kühlschrank in einer Schale auftauen lassen. Dann diesen aus der Folie entnehmen und eine halbe angeschnittene Tomate oder Zwiebel auf die Spießspitze stecken. Den Gyros-Spieß in den Backofen auf ein Backlblech stellen (unterste Schiene). Geben Sie in eine Auflaufform Wasser und stellen Sie diese neben den Spieß in den Ofen. Bei 160 °C Umluft den Spieß 2 Stunden backen. 

UNSERE ERFAHRUNGEN 
Er ist klein, lässt sich super im Tiefkühlfach verstauen und riecht verdammt gut. Nun sind wir, wie viele andere potentielle Kunden, wir haben die Idee gehabt, den Gyros Spieß für unseren Dönergrill zu nutzen. Backofen schön und gut, aber wenn man einen Grill hat oder eben einen Dönergrill, wie wir, dann möchte man es doch so nutzen. Nicht nur wir hatten die Idee, sondern auch ein Bekannter hat uns in dieser Kombination auf Tillmans aufmerksam gemacht. 



Damit haben wir uns aber ins Fleisch geschnitten. Es fängt schon damit an, dass der Gyros-Spieß auf einer Holzplatte steht und einen Holzspieß in der Mitte hat, den man nur  angetaut gut entfernen kann. Zum Hinstellen im Backofen okay, aber für uns natürlich doof. Hier hätte Tillmans vielleicht den Spieß extra beilegen können, sodass man es notfalls mit eigenen Spieß nutzen kann. Da nun einmal der Spieß drin ist, haben wir kurzer Hand ein Loch in den Spieß gebohrt, denn wir hatten ihn für unseren Dönergrill nicht aufgetaut. Das ist bei einem solchen Grill im Grunde nicht nötig.

Zwei Stunden später war er fertig, aber schneiden ließ er sich nicht. Weder mit glatter noch mit welliger Klinge. Wir hatten es schon vorher probiert, aber dachten, dass es nicht geht, weil das Fleisch innen noch sehr roh ist.Deswegen haben wir ihn die zwei Stunden auf dem Grill gelassen und es erst im Anschluss noch einmal zu probieren. Daher haben wir uns einfach entschieden die einzelnen Schichten abzuziehen und auf dem Teller zu servieren.



Geschmacklich ist es gut gewürzt, aber das Fleisch ist von Fett und Sehnen durchzogen, sodass zumindest bei uns einiges entsorgt wurde. Für vier Personen hätte es nicht gereicht, weil am Ende hatte der Spieß nur noch rund 800g und davon wurden noch einmal gut 100g abgeschnitten wegen dunkel, fettig oder sehnig. Ich persönlich empfehle den Spieß für drei Personen.

Mit Fladenbrot, Tzatziki und Krautsalat eine nette Sache, aber wir bleiben ganz ehrlich bei unseren Spieß. Der kostet zwar 20€ für 5kg Fleisch, aber das schmeckt wenigstens, ist von sehr guter Qualität und wir bekommen noch Brot und Sauce von unserem Dönerladen gratis. Außerdem lässt es sich zwischendurch runterschneiden, wie echtes Gyros, was hier durch die  lockeren einzelnen Schichten einfach nicht möglich ist. Leider in meinen Augen unglücklich gelöst von Tillmans.

UPDATE Juli 2016
Da hier immer wieder Kritiken kommen, wie es sein kann, dass wir als Tester einfach den Spieß nicht im Backofen verwenden können, sondern in einem Döner-Grill nutzen, haben wir uns gedacht, wir probieren es noch mal aus. Ich bin zwar der Meinung, dass es im Grunde egal ist, ob ich ein solches Produkt in den Backofen stecke oder es grille, weil das nichts am Fleisch und Geschmack ändert, aber anscheinend, sehen das hier viele anders.

Also haben wir noch einmal das Geld investiert und zu zweit den Spieß genau so zubereitet, wie es der Hersteller wollte. Schneiden ließ es sich diesmal besser, allerdings haben wir inzwischen ein elektrisches Fleischmesser. Mit einem normalen ging es nämlich genauso wenig. Allerdings war es nicht ganz so wackelig mit dem mitgelieferten Spieß von Hersteller, da man es oben gut anfassen konnte. In dem Punkt war das Erlebnis besser. Geschmacklich hat sich aber ganz ehrlich nichts geändert, und das hätte mich auch gewundert. Es ist nach wie vor gut gewürzt, aber noch immer sehr sehnig und fettig. Wenn ich mir ein Nackensteak hole, dann ist es normal, bei einem Gyrosspieß erwarte ich auch etwas Fett, damit er nicht trocken ist, aber so sehnig muss es einfach nicht sein. Mag sein, dass ich da einfach verwöhnt bin oder einen feineren Gaumen habe, aber bei dem Preis kann ich auch ganz ehrlich Nacken in besserer Qualität holen und auf den Tillmanns-Spieß stecken und im Backofen garen. 

Für den Preis bin ich persönlich mit der Qualität nicht im Einklang, egal wie ich es zubereite. Tut mir leid.