Buchkritik - Im Sturm der Jahre / Jan Moran

Neugierig, was ich gerade mal wieder so verschlungen habe? 

Dann muss ich euch enttäuschen, denn ich habe es nicht verschlungen, sondern stark damit gekämpft. Und nein, so ein Buch kann ich nicht empfehlen. Obwohl, alle anderen Leseratten von dem Buch begeistert sind. 5 zu 1. Entscheidet also selbst.


FAKTEN ZUM BUCH
Autor: Jan Moran
Titel: Im Sturm der Jahre
Gebundene Ausgabe: 397 Seiten
Verlag: Weltbild (2015)
ISBN-10: 3955690601
ISBN-13: 978-3955690601
Genre: Historisch, Drama, Krieg
Preis:16,99 €
Gelesen in: 2 Tagen

DAS COVER
Das Cover ist toll. Eine Frau, die auf ein Schiff zu geht. Blumen. Ich mag das liebliche und leicht traurige Cover. 

FIGUREN IM ÜBERBLICK
Danielle
Max
Nick
Jon

WORUM GEHT ES
Sie sind eine glückliche, reiche Familie. Danielle und Maximilian von Hoffman betreiben in Polen eine Kristallglasfabrik und leben mit ihrem kleinen Sohn Nikolov auf dem Familiensitz der Hoffmans. Doch im Jahr 1939 überschatten die düsteren Vorboten des Zweiten Weltkriegs ihr privates Glück. Danielle von Hoffman, die aus Frankreich stammt, ist Jüdin und in höchster Gefahr. Sie und Maximilian planen ihre Emigration nach England. Doch bevor Maximilians Mutter und der kleine Sohn nachkommen können, wird Polen von den Deutschen überfallen: der Krieg beginnt. Verzweifelt versuchen Danielle und Maximilian, Kontakt zu ihrer Familie aufzunehmen, doch als Maximilian heimlich nach Deutschland reist, fällt er einem feigen Anschlag zum Opfer. Danielle, die ihr zweites Kind erwartet, ist auf sich allein gestellt. Sie kehrt in ihre französische Heimat zurück, schließt sich der Résistance an und schwört sich, nicht aufzugeben, bis sie ihren Sohn gefunden hat – und bis die grausame Tyrannei der Nationalsozialisten besiegt ist. Doch ihr Weg soll sie noch weiter führen … (Quelle: Klappentext)

MEINE LESEEINDRÜCKE
Ich liebe Werke, die einen Bezug zum Zweiten Weltkrieg haben. Aus diesem Grund freue ich mich immer, wenn meine Mutter mir eins ihrer Bücher leiht oder schenkt. Dieses Buch war jedoch von Anfang an eine Enttäuschung. 

Es beginnt schon mit dem Stil, der mir einfach nicht gefällt. Anschaulich, in meinen Augen ein paar Details zu viel und zudem sind die Sätze gerne länger. An sich nicht schlimm und man kann ihn gut lesen. Persönlich ist es aber nicht das, was ich liebe. Man benötigt gut 40 Seiten bis man sich daran gewöhnt hat.

Hinzu kommt, dass mir Danielle von der ersten Minute an unsympathisch war. Obwohl sie bis ins kleinste Detail beschrieben wird, nervt diese Frau. Zum Beispiel ist sie glücklich verheiratet, betont dies auch, aber schmiegt sich an die Hand eines anderen Mannes, der sie magisch anzieht. Ich bin mehr als glücklich verheiratet und käme nie auf die Idee. Klar gibt es andere attraktive Männer, aber trotzdem käme ich nie auf die Idee. Gibt genügend Menschen, die nun einmal so sind, aber das heißt eben auch, dass sie nicht allen sympathisch ist.

Zudem hat mich die Geschichte mehr und mehr aufgeregt, als in ihren Bann gezogen. Zum Beispiel hat es in Deutschland schon gebrodelt. Okay, der Übergriff auf Polen war nicht unbedingt vorhersehbar, aber es da lässt eine Familie ihren Sohn alleine bei der Oma in Polen, um mit den Schiff nach Amerika zu reisen. In einer brodelnden Umgebung, mit einer kränklichen Oma, würde ich meinen Sohn nicht zurücklassen, egal ob die Reise strapaziös wäre oder nicht. Dann wird auch noch das Schiff abgeschossen, es sterben viele Personen, aber Danielle kämpft natürlich und das mit einer gewissen Unterstützung. Nein, ich empfinde die Story nicht nur vorhersehbar, sondern einfach langatmig. 

Vielleicht liegt es daran, dass ich die Figur einfach nicht mochte, aber ich war so glücklich, als ich das Buch beendet hatte.  

FAZIT: Nein, ich bin mehr als enttäuscht. Eine Hauptfigur, die nervt. Eine langatmige Geschichte und viel Vorhersehbarkeit, wo der Weg selbst nicht überzeugt 


COVER💜💜💜💜💜
STIL💜💜
CHARAKTERE💜
SPANNUNG💜
HUMOR💜 
LIEBE💜 
GESAMT💙