Brother MFC-L2710DN im Test

Für alle, die es einfach schnell mögen ...


[Werbung]* Laser, Tinte - Womit druckt ihr? Ich kann mich noch gut an meinen ersten Drucker erinnern. Es war ein Nadel-Drucker, den mein Vater sogar immer noch stehen hat. Später kam ein nerviges Exemplar in Farbe hinzu. Ständig war was eingetrocknet, die Patrone leer oder ich musste ewig auf eine Seite warten. Die Zeiten sind ganz klar vorbei. Brother hat zusammen mit Konsumgöttin Tester gesucht, die Lust haben einen Drucker zu testen. Ich habe mich beworben und wurde ausgesucht. 


PREIS
ca. 165€



AUFGESTELLT & INSTALLATION
Geliefert wird der Drucker in einem riesigen Karton, der sehr stabil ist. Ausgepackt müssen einige Schutzfolien und Klebestreifen entfernt werden, bevor der Drucker an seinen Platz gestellt werden kann. Das der Drucker, der eher für Unternehmen oder kleinere Firmen ausgelegt ist, brauche ich euch nicht zu sagen, daher ist er schon etwas größer, als die normalen Drucker, die man sonst so für zu Hause kennt. Bei uns hat er einen Platz auf einem Sideboard bekommen und macht sich da recht gut. 

Die Anschlüsse für die Kabel befinden sich auf der Rückseite und sind sofort gut zu erkennen. Die anschließende Einrichtung ist erst einmal ungewohnt, da unser alter Drucker über einen Touchdisplay verfügt hat, hier jedoch alles über Tasten bedient werden muss. Die Installation ist jedoch eigentlich selbstredend, da das Menü sehr gut gegliedert ist und keine Fragen offen lässt. Für Unternehmen gibt es viele wichtige Aspekte, wie zum Beispiel Kurzwahl, Faxversand mit 0 fürs Amtszeichen und vieles mehr. Wir haben gut 10 Minuten gebraucht, um alles für uns so einzustellen, dass der Drucker einsatzbereit war. Wer mag kann noch einiges an der Brother Software am PC einstellen, aber das benötigen wir persönlich nicht. Danach wird das Papier eingelegt. Es bietet Platz für 250 Blatt.. Es gibt oben noch eine Klappe die für einen automatischen Einzug geöffnet werden kann, was praktisch ist, wenn man zum Beispiel anderes Papier nutzen möchte oder ein Etikett bedrucken will.

Ein kleiner Probedurchlauf darf bei dem Produkt nicht fehlen. Nur so kann man sich sicher sein, dass im Alltag alles funktioniert. Wir haben hierfür einen Probedruck durchgeführt, ein Testfax aus dem Internet schicken lassen, selbst ein Fax verschickt, einige Seiten kopiert und ein Dokument eingescannt. Den Probedurchlauf hat das Gerät anstandslos gemeistert.

Was jedoch auffällt, ist die Tatsache, dass sich das Display nicht so gut ablesen lässt. Fotografieren mochte es gar nicht, und auch sonst, lässt es sich tagsüber nicht immer ideal ablesen. Auch am Abend müssen wir, bei eingeschaltetem Deckenlicht gucken, denn nicht immer ist der erste Blickwinkel ideal.

DER DRUCKER
Ich kann beim besten Willen nichts bemängeln und bin sogar positiv überrascht. Für uns ist dieses Modell nahezu perfekt. Wir drucken eben viele Texte, Geschäftsbriefe, Bauunterlagen und was mein Mann für seine Baustellen benötigt. Aber eben auch mal Grafiken, Tabellen oder Versandetiketten. Klar kann mit so einem Modell kein Foto gedruckt werden, da er eben nur Schwarz/Weiß druckt, aber so selten wie wir in der Tat Fotos gedruckt haben, werden wir das nicht vermissen.


Generell braucht der Drucker einige Zeit zum Anlaufen. Zumindest wird das immer überall gesagt und so hatten wir uns auch darauf eingestellt. Im Grunde soll er am Anfang langsamer dauern, aber wenn er warm gelaufen ist - soll er durch Schnelligkeit überzeugen. Im Grunde ist er aber nicht langsamer als, der andere Tintenstrahldrucker, den wir vorher hatten.  Die Warmlaufzeit beträgt einige Sekunden, ich würde sagen 10 Sekunden ungefähr und da er so schnell druckt, ist er sogar noch schneller, als der alte von uns. Er druckt exakt, hat klare Ränder, nichts verschmiert oder ist unleserlich. Das Modell schafft pro Minute 30 Seiten, wo unser altes Modell 35 Seiten geschafft hat. Duplex schafft er 13 Seiten, laut meiner Stoppuhr.


Der Papiereinzug ist, wie oben beschrieben eine Schublade, wo das Papier eingelegt wird. Ansonsten kann der Einzeleinzug genutzt werden. Hier das Dokument mit dem Schriftzug sozusagen nach oben legen, wie eine Seite, die ihr lesen wollt. Hier habe ich schon einige Seiten ausprobiert und bis jetzt, toi toi toi, wurde das Papier noch nie schief eingezogen, selbst das Etikettenblatt, wo nur noch ein Etikett drauf war, hat er problemlos eingezogen, wo unserer sich ständig verheddert hat. ABER -  Die Klappe, die sich ausklappen lässt, ist sehr kurz. Dadurch hält das Papier nicht so gut. Ich habe es öfters gehabt, dass ich mich umgedreht habe, und durch den leichten Windzug, wurde das Papier hinunter geworfen. 


SCANNEN, KOPIEREN, FAXEN
Den Bereich nutzt wie gesagt mein Mann sehr viel, da er alle Büroarbeiten von zu Hause verrichten muss. Faxen und Kopieren werden da neben dem Druck am häufigsten genutzt.

Fangen wir mit dem Scan an, da wir ihn nur einmal genutzt haben. Einfach auf die Glasplatte auflegen, Scnannen starten und die Software hilft, falls es Probleme gibt. Wir haben gerade die Bewerbungsunterlagen, wie Foto und Zeugnisse von meinem Sohn eingescannt. Klappt super und zuverlässig. 


Weiter geht es mit dem Kopierer. Hier kann entweder das Flachbrett des Scanners genutzt werden, oder man kopiert oben über den Einzug gleich mehrere Seiten. Pro Minute schafft der Drucker rund 10-12 Seiten zu kopieren, was in meinen Augen völlig ausreichend ist. Das kopierte Papier und die Kopien werden korrekt sortiert und gerade ausgeworfen.

Die Fax-Funktion ist ebenfalls super. Der Sendebericht funktioniert zuverlässig, aber ich habe das Gefühl er braucht deutlich länger zum Senden, als unser altes Gerät. Unser Testdruck war innerhalb von Sekunden da und auch ausgedruckt, aber das Fax, das ich zum Versuch hinausgeschickt habe, kam in meinen Augen arg verzögert an. Ob das aber an dem Gerät liegt, an der Leitung oder am Empfangsgerät, das kann ich nicht beurteilen. Deswegen lasse ich es einfach mal unbewertet am Rande stehen. Die Qualität soll sehr gut sein und auch wir können natürlich nichts bemängeln, wenn wir Faxe empfangen.

GERÄUSCHKULISSE
Bei uns steht der Drucker im Flur. Man hört, ob er anspringt und druckt, aber als laut empfinde ich es nicht. Eine genaue Dezibelzahl kann ich nicht sagen, aber da habe ich schon einige Drucker erlebt, die deutlich lauter sind. Nach dem Drucken ist er noch länger in Laufbereitschaft, was man ebenfalls leicht hört. Es klingt wie ein Lüfter. Wird längere Zeit nicht gedruckt, geht er automatisch aus / in Ruhezustand.

DRUCKERKOSTEN
Brother ist generell teuer und hier gibt es keine Patronen, sondern man muss eine Kartusche holen, die dann 3000 Seiten schafft, und alle 30.000 Seiten auch die Trommel austauschen. Original kostet eine solche Kartusche über 100€. Es gibt jedoch auch günstigere Varianten, sogar mit überraschend positiven Bewertungen, wo dann 3 Kartuschen plus eine Trommel nur die Hälfte von einer Original-Kartusche kosten. Wir werden letztere ausprobieren und selbst wenn eine nur 2000 Seiten schafft, ist es im Grunde doch günstiger. Aber das wird eben erst die Zeit zeigen.


FAZIT
Es ist ein Drucker, der sich eher an Vieldrucker und kleine Büros richtet, aber dann eine sehr gute Performance abliefert. Er ist schnell, die Drucke sind sauber, er ist nicht unnötig laut und hat alles, was man braucht.. Die Funktionen haben alle im Test bis jetzt tadellos funktioniert, und er sieht auch noch dezent aus. Ob das Gerät mit der Nutzungsdauer Macken entwickelt oder sich erste Fehler zeigen, das kann ich jetzt noch nicht sagen, aber bis jetzt geht unser Daumen für das Modell ganz klar nach oben. Würde ich es kaufen - Ganz klares ja. 



*Kostenloses Testprodukt ohne jegliche Bedingungen