Neato Botvac D4 Connected im Heimtest

[Werbung unbezahlt | Leihgerät]

Heinzelmännchen für zu Hause ...


Wäre es nicht schön, wenn ihr von der Arbeit oder vom Einkaufen kommt und schon jemand gesaugt hat? Inzwischen gibt es sogenannte Saug- oder Wischroboter, die genau das für euch übernehmen sollen. Der amerikanische Saugroboter Neato Botvac D4 geht nicht nur mit dem Roomba in Konkurrenz, sondern verfügt über die modernste Technik. In der Theorie könnt ihr ihn via App steuern und programmieren. Doch wie sieht es im Alltag aus? 


PREIS
UVP 529,99€

DER ERSTE EINDRUCK

Das Unternehmen Neato setzt bei seinen Model auf eine traditionelle D-Form. Dadurch sieht er nicht nur moderner aus, sondern soll im Vergleich zu den runden Modellen besser in die Ecken passen. Gleichzeitig wirkt der D4 durch sein Kunststoffgehäuse in den abgestimmten Tönen qualitativ hochwertig und edel. Oben sind nicht nur die Bedienelemente und die Öffnung zum Entleeren, sondern auch die Messtation, mit der der D4 die Räume kartiert. Durch diese Station passt er nicht überall drunter. Einziger Kritikpunkt der direkt auffällt, ist die Ladestation. Diese benötigt nämlich mit 1m freien Radius zu den Seiten und nach vorne, eindeutig zu viel Platz und schränkt dadurch die Stellmöglichkeiten deutlich ein. 



DIE APP
Sie kann kostenlos heruntergeladen werden und läuft störungsfrei. Der Saugroboter wird schnell gefunden. Über sie lässt sich feststellen, wo der Roboter schon gesaugt hat, Reinigungspläne erstellen oder den Roboter zu einer bestimmten Stelle navigieren. Übersichtlich und leicht in der Handhabung. 

DIE ERSTEN SCHRITTE
Bevor es losgehen kann, muss der Akku aufgeladen werden. Die Ladestation könnte in meinen Augen mehr Gewicht haben, denn so kippelt sie gerade bei uns durch die Kombination Kabel und Fußleiste. Auch die Platzierung ist nicht so einfach durch den benötigten Radius. Gleichzeitig habt ihr die Aufgabe, die Räume zu reinigen, denn Zaubern kann auch Neato nicht. Kabel sollten so gelegt werden, dass er sich nicht festfahren kann. Stühle idealerweise auf den Tisch gestellt werden. Spielzeug der Kinder, Haargummis, Legosteine und andere Dinge entfernt werden. Die investierte Zeit rentiert sich jedoch, denn nur so kann der Saugroboter ohne Störungen seine Arbeit erledigen.

Sobald der Akku ausreichend gefüllt ist, kann die Erkundungseinsatz beginnen. Vorsichtig erkundet er die Zimmer und tastet sich langsam vor. Erst außen, dann wird innen gesaugt. Gibt es Probleme werden diese am Gerät mittels LED angezeigt, können jedoch nur über die App abgerufen werden.  Vollständig aufgeladen ist der Saugroboter nach gut 2 Stunden. 


Der erste Reinigungsdurchgang dauert etwas länger, da sich der Neato D4 vorsichtig durch die Zimmer tastet. Zuerst fährt er sie außen ab und saugt dann in geraden Bahnen den Innenraum – wenn da nicht gerade ein Tisch oder Stühle stehen. Dabei ist er sehr vorsichtig unterwegs. In der Regel halten ihn seine Sensoren auf Abstand und wenn er Mal irgendwo gegen fährt, dann ist die Berührung nicht stark.




AUF GEHTS
Lassen wir den Neato D4 seine ersten Runden ziehen, während wir mit den Kindern beim Einkaufen sind. Der Roboter ist deutlich leiser als ein klassischer Staubsauger mit nur 64dB. Liegt damit jedoch nur im guten Durchschnitt. Die Geräuschkulisse ist gleichmäßig und angenehm. Unser Wohnzimmer ist rund 30qm groß und hat nicht nur eine Essecke sondern auch ein Sofa als Raumtrenner. Für den gesamten Raum benötigt der Sauger rund 50 Minuten, sofern es zwischendurch keine Probleme gibt. Damit hat das Gerät noch rund 38% seiner Akkuleistung und könnte problemlos weitere Räume reinigen.

Obwohl wir im Wohnzimmer Stühle hochgestellt und alles aufgeräumt haben, hat sich der Sauger regelmäßig festgefahren. Und zwar hinter unserem Sofa, wo er perfekt hineinpasste, wenn er einfach gerade fahren würde. Er könnte sogar direkt weiterfahren unter die Kommode fahren. Doch jeden zweiten Durchgang hat er sich auf der Fußleiste festgefahren oder hat sich beim Übergang zur Kommode im Kreis gedreht. Leider lässt es sich trotz App nicht vermeiden, dass der D4 immer wieder diese Stelle anfährt. Dieses Problem haben jedoch viele Modelle, die partout nicht akzeptieren wollen, dass manche Stellen einfach nicht möglich sind. 


Gleichzeitig fällt auf, dass er viele Krümel, die wir im Test bewusst platziert haben nicht aufgenommen hat. Es ist also notwendig, dass hier teilweise noch nachgereinigt wird. Leider mehr, als wir es von einem früheren Testgerät gewohnt sind. 


Türen kann der D4 nicht öffnen, dafür aber gekonnt schließen. Wenn er bei uns im Wohnzimmer reinigt umfährt er nicht das Hindernis der offenen Tür, um danach im Flur saugen zu können, sondern fährt regelmäßig beim Saugen des Wohnzimmers gegen die Tür. Nur sanft, aber die wenigen Stöße reichen, um die Tür so zu schließen, dass er nicht hinausfindet. Dafür fährt er zuverlässig nicht die Stufen ins Arbeitszimmer herunter. 


FAZIT

Ohne Kinder oder bei einer berufstätigen Kleinfamilie lohnt sich der Kauf. Er kann perfekt in der Abwesenheit laufen und schafft den gröbsten Dreck, sodass es nur noch notwendig am Wochenende einmal gründlich zu saugen. Lediglich in Bezug auf das Umfahren von Gegenständen und das vermeiden von bekannten Gefahrenquellen könnte besser funktionieren. 

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