Rezension - Wo der Sturm uns findet
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beruht auf Tatsachen
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Genre: Liebe
Fakten zum Buch
Autor/in: Ali Kassemyar
Verlag: Heartlines
Erschienen: 2026
ISBN: 9783453293007
Seiten: 384
Einband: Paperback
Serie: -
Preis: 18,00€
Worum geht es in dem Buch
Finn wurde nach einer Haftstrafe wegen Drogenhandel entlassen und ist ans andere Ende von Deutschland gezogen. Weg aus Bayern, weg von der Vergangenheit nah Hamburg zu seinem besten Freund Malik. In einem Café trifft er die Bestseller-Autorin Lena, die ihm nicht nur ihre Freundschaft anbietet, sondern auch einen Job. Doch schnell muss Finn lernen, dass die Vergangenheit nie ganz verschwindet.
Meine Leseeindrücke
Wo der Sturm uns findet - basiert auf der Geschichte von René. Eine Mischung aus True-Story und Fiktion. Da ich der Meinung bin, das echte Leben schreibt die besten Geschichten, wollte ich diese unbedingt lesen. Überzeugt hat sie mich leider nicht vollständig.
Erzählt wird die Geschichte aus Lenas und Finns Perspektive. Lena blieb für mich eine blasse Autorin. Sympathisch, aber ich hatte kein klares Bild von ihr vor meinen Augen. Finn erinnerte mich an einen Brieffreund, den ich damals hatte. Leider blieb seine Geschichte für mich auch sehr blass. Ab und an gibt es Rückblenden, die manche Szenen erklären sollen. Drogenhandel, Selbstmord vom Vater, betrügen und vieles mehr. Es sind aber nur kurze Rückblenden und mir fehlte mehr. Ich konnte mich in die Situationen hineinversetzen, aber ich hätte mir einfach wie bei dem Ladenbesitzer in Lenas Buch mehr Background gewünscht.
Zudem fand ich die Wendung rund um den Unbekannten etwas konstruiert. Ich kenne mich selbst in dem Milieu nicht aus und mein Ex hat nur konsumiert, aber ich stell mir das doch etwas weniger komplex gefächert vor, wenn ihr versteht, worauf ich hinaus möchte.
Gleichzeitig fand ich die Geschichte zu gradlinig. Sie ist einfach auf Happy End ausgelegt und nichts läuft wirklich schief. Manchmal hat man im
Leben dieses Glück, aber am Ende wird im Nachwort gesagt, dass René dieses Glück nicht hatte, er aber dafür auch nie im Gefängnis war. Ihr versteht also, warum ich es zu wenig True fand. Aber gleichzeitig auch sehr konstruiert. Ich meine, ich bin zwar deutlich älter als die eigentliche Zielgruppe, aber mein Sohn ist Mitte 20. Er ist auch durch unser Einkaufszentrum gelaufen und hat dort in Geschäften nach Jobs gefragt, wenn ein Schild aushing. Ansonsten ha er online geschaut. Hier jammert Finn, weil er in X Restaurants war und ihn niemand einen Job gegeben hat, da niemand suchte. Sorry, aber ich hab vieles im Buch einfach nicht gespürt.
Fazit
Butter bei die Fische. Wie viel True verträgt ein Buch, das auf True-Fiction basiert? In meinen Augen mehr, als dieses Buch zu bieten hat. Eine nette Idee, unterhaltsam, aber zu wenig Tiefe und True, dafür auf Happy End ausgelegt.
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Bewertung
| Cover | 🩷🩷🩷🩷 |
| Grundidee | 🩷🩷🩷🩷🩷 |
| Stil & Sprache | 🩷🩷🩷🩷🩷 |
| Figuren | 🩷🩷🩷 |
| Tempo | 🩷🩷🩷 |
| Spannung | 🩷🩷🩷 |
| Schluss | 🩷🩷🩷 |
| Lesespaß | 🩷🩷🩷 |
| Spice-Faktor | 🌶️ |
| Gesamtwertung | ⭐️⭐️⭐️ |

Kommentare
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