Mit dir für alle Zeit 💕 Lisa Grunwald

Time After Time...

Es geht nichts über eine richtig gute Liebesgeschichte. Eine, die einen Tränen in die Augen zaubert. Genau das habe ich mir von diesem Buch erhofft, als ich es in einer Pressemitteilung entdeckte. 

Time After Time

WICHTIGE FAKTEN
Alter - 14
Seiten - 512
Schauplatz - USA 
Zeit - 1925-1940
Tags -  liebe, Geist, historisch 

DARUM GEHT ES
1937 trifft Joe auf Nora. Er ist fasziniert von ihrer Erscheinung und traurig, weil er sie nicht nach ihrer Nummer fragt. Ein Jahr später sehen sie auch wieder und verbringen einen wunderschönen Tag miteinander. An diesem Tag erfährt Joe die Wahrheit. Nora starb 1925 bei einem schweren Zugunglück. Nun lebt sie in einer Zwischenwelt und kann ab und an in die Realität eintauchen. Von nun an leben beide nur noch für die wenigen Momente, die sie gemeinsam verbringen können, auf der Suche nach einer Möglichkeit sich immer lieben zu können. 

SO HATS MIR GEFALLEN
Das Buch ist mit einem passenden Cover gezeichnet und dennoch sehr schlicht. Ohne den Klappentext wäre es mir nie aufgefallen. Es wirkt nämlich unscheinbar und langweilig. Erst, wenn man es in den Händen hält, weil man den Inhalt kennt, weiß man das Cover zu würdigen. 

Der Inhalt ist eine Mischung aus Magie, Liebe und historischem Aspekt. Eine Mischung, die ich mir auch gut als Film vorstellen kann. Einzigartig, tragisch und romantisch. Ich kann mich schon seufzen hören. 

Doch dann fange ich das Buch an in merke direkt zwei Dinge. Erstens, dass beim Schreiben sehr viel wert auf Recherche und Details gelegt wird. 1937 wird für mich lebendig und das gefällt mir ausgesprochen gut. Gerade die Arbeit am Stellwerk, die Zeit um die Weltwirtschaftskrise und der Bahnhof selbst. Alles ist so greifbar, dass ich das Gefühl habe Joe zu begleiten. Manchmal ist es mir aber schon zu viel, denn die Emotionen bleiben dadurch eben auf der Strecke. 

Leider merke ich zweitens, dass ich nicht die Funken sprühen sehe. Nora wirkt verloren und Joe im ersten Moment jung und dynamisch. Doch dann lässt er sie gehen und ich erfahre, dass er über dreißig ist. Irgendwie zerstört das mein anfängliches Bild. Generell ist Nora aber nicht dieses verlorene Mädchen, sondern stark und passt nicht in mein persönliches Bild. Joe alleine schon vom Alter her nicht. 

Nach und nach erster ich Noras Geschichte, lerne Joe kennen, aber die Liebe kommt mir persönlich zu kurz. Das klingt gerade irgendwie falsch. Ja, es geht darum, sie ist allgegenwärtig, aber blass. Das Prickeln und die Schmetterlinge fehlen mir, und das liegt an der Umsetzung der Emotionen. Hier wird eher Wert auf den Konflikt gelegt. Wie schaffen sie es diese flüchtigen Momente dauerhaft zu bekommen?! Und wie kann so etwas gutgehen, denn Nora kann schlecht altern. Der klassische Konflikt also. Man muss den Partner freigeben, damit dieser Leben kann und man selber auch. 

Man hätte daraus echt viel machen können, aber wie gesagt, fehlten mir die Funken, die mich bei einem Liebesroman packen. Dementsprechend war ich auch nicht traurig oder enttäuscht, als ich am Ende ankam und der Schluss so nüchtern und anders war, als erwartet. 

Geschmäcker sind verschieden, und ich gehöre leider zur Fraktion, die sich mit dem Buch nicht anfreunden konnte. 

KURZ GESAGT 
+ detaillierte Welt / Umgebung 
+ leichte Sprache 
- man kann die Emotionen / Liebe nicht spüren 
- nüchterner Schluss 

BEWERTUNG 
 COVER  💖💖💖💖
 GRUNDIDEE  💖💖💖💖💖
 FIGUREN 💖💖💖
 DETAILS 💖💖💖💖💖
 TEMPO 💖💖
 EMOTIONEN 💖
 STIL  💖💖💖💖
 ROMANTIK 💖
 GESAMT 💖💖

*Reziex

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