Rezension - Lügentochter

Davor und danach ...

All das, was Vater prophezeit hat, ist eingetroffen. Die Regierung ist zu unserem Haus gekommen und hat uns mitgenommen. Jetzt lebe ich bei einer Frau, die ich nicht kenne. Irgendetwas stimmt nicht mit ihr. Da bin ich mir absolut sicher. Das einzige was ich will, ist zurück zu meinen Eltern, zu Cas und meinen Geschwistern auf die Farm. Ich will mit ihnen in die Kolonie und ... okay, Thomas will ich nicht heiraten, aber den Rest schon. 



EIN PAAR FAKTEN
Autorin - Megan Cooley Peterson
Verlag - Magellan
Seiten - 320
Preis - 17,00
Schauplatz - USA 
Zeit - Gegenwart 
Tags -  Sekte, Kinder, Entführung 

MEINE ERWARTUNGEN
💭 spannende Geschichte über Sekten 
💭 logisches Ende

MEINE GESAMMELTEN EINDRÜCKE
Das Buch ist mir aufgefallen, da mich solche Themen immer interessieren. Meine Mutter war, wie augenscheinlich die Eltern der Autorin, bei den Zeugen Jehovas. Allerdings war ich nie eingeengt und durfte machen, was ich wollte, sogar Minirock tragen. 

In dieser Geschichte geht es um Piper, die bei einer Sekte lebt. Zusammen mit anderen Kindern lebt sie in einem alten Vergnügungspark, während ihre Eltern, die Gründer der Sekte, in ihrer Kolonie leben. Erzählt wird alles in den Abschnitten Davor und Danach. 

Davor - hier geht es um den Alltag von Piper. Haare blondieren, Gemüseanbau, Wachen, schwimmen und die Besuche der Eltern. Gleichzeitig erfährt man, die Strafen, Krankheiten und Ansichten der Sekte. 

Danach - befasst sich mit der Zeit nach der Rückkehr. Der Zeit, nachdem die Polizei die Sekte aufgelöst hat und Piper zu einer fremden Frau muss. Um dort zu wohnen. 

Beide Seiten, die Ängste und sorgen, aber auch die Liebe zu den Eltern wird sehr authentisch geschrieben. Manchmal hätte ich mir noch mehr Alltag auf der Farm gewünscht, um noch mehr über die Beweggründe der Sekte zu erfahren. So ganz war es für mich bis zum Schluss nicht greifbar, warum die Kinder woanders gelebt haben. Da half nicht mal der Hinweis, dass sie die Kinder vor den wilden Männern schützen wollten, da ja nur ein paar der Kinder auf der Farm lebten.

Genauso fehlten mir die Beweggründe für die Entführungen. Hier hätte ich mir etwas mehr Aufklärung gewünscht. Ebenso über die Entstehung der Sekte. Im Grunde wurde ich einfach reingeworfen und manche Sachen fehlten einfach. 

Auch die Liebesgeschichte war etwas zu rosarot. Gerade am Anfang wirkte die erste Liebeserklärung total deplatziert. Fast so, als hätte die Szene anders sein sollen und der Teil wurde nicht gelöscht. Fand ich später deutlich stimmiger. 

Trotz der Kritik habe ich das Buch nicht aus der Hand legen können. Toll geschrieben und schlüssig, obwohl mir viele Infos fehlten. Ich denke 100-150 Seiten mehr hätten Spielraum für mehr Infos gelassen. Aber ich denke, der autorin ging es nicht um die Hintergründe, sondern um 
Pipers Situation und ihre Gefühle auf der Farm und danach im echten Leben. Das ist sehr gut gelungen. 

KURZ GESAGT 
➕ Emotionen 
➕ schlüssige und toller Schluss 
➕ nette Charaktere, die man direkt mag 
➖ vorher und nachher fehlen noch ein paar Hintergründe 
➖Farm könnte länger sein 

BEWERTUNG 
 COVER  💜💜💜💜💜
 GRUNDIDEE  💜💜💜💜💜
 FIGUREN 💜💜💜💜💜
 DETAILS 💜💜💜💜
 TEMPO 💜💜💜💜💜
 EMOTIONEN 💜💜💜💜💜
 STIL  💜💜💜💜💜
 SPANNUNG 💜💜💜💜
 GESAMT 💙💙💙💙💙


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