Rezension - Die Spielerin

Nichtsnutz ...

Das ist Charlotte für ihren Vater, als sie das Studium nicht beendet und weiterhin Geld haben möchte. Mit 22 alt genug, um auf eigenen Beinen zu stehen. Das sie Charlotte jedoch anders und entschließt sich, einfach ein paar krumme Dinger durchzuziehen. Ein gutes Beispiel ist Bettina, die im gleichen Haus lebt. 



EIN PAAR FAKTEN
Autorin - Brigitte Luciani
Verlag - Pendo Pocket 
Seiten - 143
Preis - 1€ auf dem Flohmarkt 
Schauplatz - München 
Zeit - 1990er
Tags - New Adult, Studium, Männer 

MEINE ERWARTUNGEN
💭 Liebesgeschichte 
💭 Lustige krumme Dinger 

MEINE GESAMMELTEN EINDRÜCKE
Alt heißt nicht immer schlecht. Genau deswegen lese ich gerne Bücher, die ich auf dem Flohmarkt entdecke. Dies hier klang interessant und das Cover sprach mich an. Es ist nicht perfekt, aber passt in meine Jugend - den 1990ern. 

Dementsprechend gemütlich habe ich es mir mit dem Buch gemacht. Es ist nur kurz, also perfekt für eine kurze Runde in der Wanne. Zumindest in der Theorie, denn nach 50 Seiten habe ich abgebrochen und nur die letzen zwei Seiten noch überflogen. 

Selten, aber so ein Abbruch kommt vor, weswegen ich euch erklären möchte, warum. Es fängt damit an, dass ich Charlotte einfach nicht mag. Ich habe mein Studium auch abgebrochen, als ich wusste, ich schaffe ein Fach niemals. Dennoch ist sie faul, verwöhnt und hat keine Seite an sich, die mir sympathisch ist. Auch Bettina ist nicht besser. Wobei ihr Freund oder die Mitbewohnerin ganz okay sind. Nur das reißt es nicht heraus. 

Vielleicht hätte ich damit jedoch leben können. Wäre da nicht der Stil. Er ist sehr einfach, durchschnittlich und nicht besonders. Mag an der Zeit liegen. Es erinnert mich ehrlich gesagt an meine eigenen alten Versuche ein Buchung schreiben. Es ist alles drin, aber ich bleibe trotzdem irgendwie außen vor und bekomme zu viel erzählt, obwohl die Autorin gleichzeitig versucht viel zu zeigen. Mir fehlte es an Emotionen, an Witz und Charme. Etwas, dass ich, wenn ich meine alten Geschichten lese, auch vermisse. 

Die ganze Zeit sehne ich mich nach einer Verbindung, aber auch nach Spannung oder Humor. Es passiert einiges, aber eher im langweiligen Sinn. 

Nicht mal der Schluss konnte packen. Achtung Spoiler. Charly lackiert sich die ganze Zeit die Nägel. Bettina versucht sie umzubringen, muss dann aber nach unten ehe Charly den vergifteten Drink nimmt. Eine andere Person kommt rein, trinkt und stirbt, währen d Charly auf dem Klo die Nägel lackiert. Charly findet sie, weiß das sie sterben sollte und ruft die Polizei. Kein wild pochendes Herz, kein Atem der angehalten wird, als Bettina hochkommt. Neutral abgearbeitet, wenn ihr versteht. Mir ist das alles zu wenig. 

KURZ GESAGT 
Man nehme eine verwöhnte Göre, ein Hausmütterchen und gibt eine Prise Krimi hinzu. Das kann gut werden, aber ohne Emotionen, ist es enttäuschend. 

WEM WÜRDE ICH DAS BUCH EMPFEHLEN 
Das Buch würde ich jedem empfehlen, der auf direkte Emotionen verzichten kann. 

BEWERTUNG 
 COVER  💜💜💜
 GRUNDIDEE  💜💜💜💜
 FIGUREN 💜
 DETAILS 💜
 TEMPO 💜💜
 EMOTIONEN 💜
 STIL  💜
 SPANNUNG 💜💜
 GESAMT 💙


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