Rezension - Plötzlich Brautzilla

Ein Fehler  ...

Ich habe einen Fehler gemacht. Eine Kleinigkeit, wenn man bedenkt, was meine Schwiegermutter in Spe alles so gemacht hat. So landet die Mail nicht nur bei meiner besten Freundin, sondern als Rundmail bei allen Leuten, die zur Hochzeit eingeladen sind. Marius der eigentlich zu mir halten sollte, hat sich keine zehn Minuten später getrennt. Nur weil ich seine Mutter als Drachen mit künstlichen Brüsten bezeichnet habe. Wie ein kleines Kind ignoriert er mich und ich? Ich gehe nach Wien, als mein Chef fragt. Vermiete meine Wohnung an jemanden aus Wien und versuche einen Plan zu entwickeln Marius zurückzugewinnen. 



EIN PAAR FAKTEN
Autorin - Emily Falk 
Verlag - Blanvalet
Seiten - 286
Preis - 10€
Schauplatz - Wien und Stuttgart 
Zeit - Gegenwart 
Tags -  Lovestory, Hochzeit, Traummann

WELCHE ERWARTUNGEN HATTE ICH?
Eine wunderschöne Liebesgeschichte, etwas Drama und ein Happy End. 

UND LOHNT ES SICH?
Ja, es hat sich gelohnt. Zwar ist es nicht perfekt, aber ich habe es an einem Nachmittag verschlungen.

Das Buch beginnt mit der Mail, die Lotte verschickt hat. Sie ist ehrlich, natürlich und ein Fettnäpfchen, was Lotte sehr sympathisch macht. Gleichzeitig fand ich Marius Reaktion übertrieben. Zumindest die ersten fünf Minuten, dann werden ein paar Dinge klar. Erstens er ist ein Muttersöhnchen, und zweitens sie kennen sich noch nicht mal. Wohnen nicht mal zusammen. Ich meine, ich habe auch nach einem Jahr geheiratet. Nach einem halben Jahr? Ich weiß nicht, aber ohne mit der Person zusammenzuwohnen? Nein, das wäre mir zu heiss. Und das verleiht der Geschichte auch so etwas unrealistisches. 

Und das bleibt leider. In der neuen Heimat geht es um neue Freunde, nervige Kollegen, verlorene Aufträge. Ab und an um Nachbarn, dann ein paar schöne Gespräche mit ihrem neuen Untermieter. Ganz selten Marius. Die Geschichte macht trotzdem Spaß, aber Brautzilla und Liebe steht eher im Hintergrund finde ich. 

Erst auf den letzten Seiten kommt es dann zum Drama, der Liebe und dem Happy End, aber es wirkt zu künstlich und zu konstruiert. Ja, so einfach eingeworfen, als wären die Seiten ausgegangen. 

Im Grunde geht es darum seinen Weg zu finden und auf sein Bauchgefühl zu hören. Nur leider kann so eine Idee zumindest in diesem Fall keine Emotionen transportieren. Kribbeln bleibt aus. 

Man nehme eine Braut, die Mist baut, eine reiche Familie, die sofort die Reissleine zieht und einen neuen Untermieter, der am Rande vorkommt, dann hat man schon alles, denn der Job ist leider mehr im Vordergrund als die Liebe. Emotionen sind vorhanden, bleiben jedoch im Bereich der Schmetterlinge auf der Strecke. 


BEWERTUNG 
 COVER  💜💜💜💜💜
 GRUNDIDEE  💜💜💜💜💜
 FIGUREN 💜💜💜💜
 DETAILS 💜💜💜
 TEMPO 💜💜
 EMOTIONEN 💜💜💜💜
 STIL  💜💜💜💜💜
 SPANNUNG 💜💜💜
 GESAMT 💙💙💙


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