Rezension - Über die Grenze

Ein Geräusch  ...

Alles beginnt mit einem Geräusch. Stimmen im
Keller. Schritten und Garten. Und plötzlich durchsucht die Polizei mitten in der Nacht unser Haus und Mama und Papa werden verhaftet. Der Grund dafür heißt Daniel und Sarah. Zwei jüdische Kinder, die meine Eltern versteckt haben. Falls ihr euch fragt, wer ich bin. Gerda, 10 Jahre alt. Und mein Bruder heißt Otto. Eigentlich Fischkopf, aber egal. Auf jeden Fall liegt es jetzt an uns dies Geschwister und damit unsere Eltern zu retten.  Wenn Daniel und seine Schwester in Schweden sind, gibt es nämlich keine Beweise mehr. Also, worauf warten wir noch? Kommt ihr mit? 



EIN PAAR FAKTEN
Autorin - Maja Lunde
Verlag - cbt
Seiten - 190
Preis - 10€
Schauplatz - Norwegen 
Zeit - 1942
Tags -  Krieg, juden, nazis 

FÜR EUCH ABGECHECKT
Nicht nur in Deutschland haben die Nazis ihr Unwesen getrieben. Das zeigt die Geschichte von Daniel, Sarah, Gerda und Otto. Vier mutigen Kindern, die mitten im tiefsten Winter aufbrechen, um die Grenze nach Schweden zu erreichen. 

Das Buch ist in kurze und kleine Kapitel unterteilt, die für Leseanfänger ideal sind, aber sich auch zum Vorlesen eignen. Die Sprache ist einfach, und dennoch sehr anschaulich, sodass alle Emotionen auf dieser Reise zum Greifen sind. Die Angst um die Eltern, die Angst entdeckt zu werden, der nagende Hunger, die Schmerzen durch die Kälte. 

Ich weiß nicht, wie viele Kilometer die Reise ist, aber es ist ein Abenteuer, das viel Mut erfordert und zeigt, wie gespalten die Menschen damals waren. Eine nette Frau, die sich liebevoll kümmert und dann verrät, der mürrische Faulpelz, der zum Helden wird. 

Für mich eine wunderbare Geschichte, die nur eine Schwachstelle hat. Eine, die sogar mich als Kind geärgert hätte. Der Schluss. Hier hätte ich mir 10 Seiten mehr gewünscht. Eine Erklärung, warum die Eltern wieder da sind, immerhin bestand der Verdacht und die Kinder waren auf der Flucht. Man hätte es hier noch ausbauen können, und zeigen, wie die Kinder nochmal auf den Verursacher treffen und er ausrastet, weil es für alles eine logische Erklärung gibt. Vielleicht noch zusticht einen Epilog, wo sich alle ein paar Jahre später treffen. Aber das ist eine Kleinigkeit. 

Im Klartext - Es ist fast 100 Jahre her und man sollte sich immer daran erinnern. Das Buch erzählt kindgerecht, abenteuerlich und spannend, wie es damals in den anderen Ländern aussah. Es ist eine heldenhafte Geschichte über Mut in einer dunklen Zeit. Nur der Schluss war etwas abrupt. 


BEWERTUNG 
 COVER  💜💜💜💜💜
 GRUNDIDEE  💜💜💜💜💜
 FIGUREN 💜💜💜💜💜
 DETAILS 💜💜💜💜💜
 TEMPO 💜💜💜💜💜
 EMOTIONEN 💜💜💜💜💜
 STIL  💜💜💜💜💜
 SPANNUNG 💜💜💜💜💜
 GESAMT 💙💙💙💙💙


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