Rezension - Hold me forever

Verliebt ...

Heute habe ich für die Romantiker unter euch einen neuen Liebesroman. Ja, kitschig. Ja, erotisch. Ja, mit Herzklopfen und Drama. Es handelt sich um den ersten Band einer Trilogie, den ich jedenfalls schon als kleines Highlight ansehe. 



EIN PAAR FAKTEN
Autor/in - Amy Baxter
Verlag - Bastei Lübbe 
Seiten - 288
Preis - 12,99€
Schauplatz - Miami 
Zeit - Gegenwart 
Genre - Liebe

EINBLICKE IN DIE GESCHICHTE
Wenn etwas schief läuft, dann richtig. Das muss auch Aria feststellen. Erst sind alle Flüge gestrichen, dann rennt dieser verrückte Elvis in sie hinein und ruiniert mit dem Kaffee ihre Jacke. Und dann muss sie sich auch noch beim Housesitting das Haus mit diesem Elvis teilen, der plötzlich auftaucht und behauptet ein Freund des Eigentümers zu sein. 
Tristan will eigentlich nur nach L.A. um seiner verlogenen Ex die Meinung zu sagen, als er in dieses Mädchen läuft. Aus Angst erkannt zu werden, schließlich ist er ein erfolgreicher Schauspieler, nutzt er den Namen seines Agenten. Blöd nur, dass dieses Mädchen als Housesitter sein Fluchtdomizil belagert. Anstatt ihr die Wahrheit zu sagen, genießt er die Tatsache, dass sie ihn nicht kennt. Zumindest bis er erkennt, dass er sich rettungslos verliebt hat. Doch kann das gutgehen?

FÜR EUCH ABGECHECKT
Eins der wenige Bücher, die bei mir nicht wegen des schönen Covers eingezogen sind. Diesmal hat mich der Klappentext neugierig gemacht.

Im Grunde hatte mich das Buch schon mit der ersten Seite - nach dem Prolog. Es ist witzig geschrieben, schlagfertig und besticht durch zwei tolle Protagonisten, mit denen ich mich direkt identifizieren konnte. Das liegt nicht nur daran, dass die Geschichte aus beiden Perspektiven erzählt wird, was noch mal mehr Einblicke gewährt.  

Es hat die typische Mischung aus Drama, Kitsch und Herzklopfen. Die ersten 130 Seiten habe ich es nicht aus der Hand gelegt und habe mich gefragt, wie sie wohl zusammen kommen. Welche Steine es geben wird. Tja, mit dieser Umsetzung habe ich jedoch nicht ganz gerechnet. Obwohl, eigentlich schon, wenn ich an den Prolog denke. Und ganz ehrlich damit hat das Buch mich von Wolke sieben auf den Boden befördert. Der Cut war einfach zu stark, wodurch es zu konstruiert wirkte. 

Ich meine der Kuss, das Weglaufen - eine richtige Flucht hätte sich angeboten. Eine Suche nach seinem Aschenputtel oder was weiß ich. Doch hier verschanzt sie sich in seinem Schlafzimmer und landet direkt mit ihm im Bett. Statt es so weiterlaufen zu lassen und noch ein paar Steine einzubauen, wie Skye, die ihr nahelegt zu verschwinden, da sie seine Karriere ruiniert, wird es emotionaler und leider auch konstruiert, nach einem ewig langen Rückblick in die Krebsgeschichte, bekommt sie direkt einen Knoten für den ihre neue Flamme alles opfert. Versteht mich nicht falsch. Mein Vater hat dieses Jahr die Diagnose Krebs bekommen. Die Krankheit ist heftig, macht Angst und kostet Kräfte. Nur wirkte es so deplatziert, als hätte die Autorin sich in der Liebe verrannt und gemerkt, ach ich wollte doch den Grund einfließen lassen. Auf den letzten ca.50 Seiten so ein Thema einzubauen, ist einfach nicht optimal. Ich hätte lieber einen anderen Grund für die Reise gewünscht. Krebs ist so ein wichtiges Thema, das es mehr Aufmerksamkeit in Form von mehr Seiten bedarf. Für mich war es schnell eingeworfen, etwas Drama und dann ein konstruiertes Ende. 

Trotzdem liebe ich den Stil, die Figuren und bin froh, dass es weitere Bände geben wird. Ich hoffe auch mit den beiden und nicht mit Elvis oder Skye auf Glückssuche. 

In der Summe ist das Buch einfach schön. Ein Klassiker im Bereich Liebe. Kitsch, Drama und Schmetterlinge. Ich liebe die Figuren, die Idee und bis auf die letzten 50 Seiten auch die Umsetzung. Nur Krebs mal schnell als Drama hinten einwerfen, ist nicht optimal. 

BEWERTUNG 
 COVER  💜💜💜💜
 GRUNDIDEE  💜💜💜💜
 FIGUREN 💜💜💜💜💜
 DETAILS 💜💜💜💜💜
 TEMPO 💜💜💜💜💜
 EMOTIONEN 💜💜💜
 STIL  💜💜💜💜💜
 SPANNUNG 💜💜💜💜
 GESAMT 💙💙💙💙💙


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