Rezension - Die Stiefmutter

Time to Thrill ...

Heute habe ich wieder einen kleinen Thriller für euch, den ich in den letzten Stunden gelesen habe. Manchmal sind Besuche beim Arzt nämlich echt praktisch. Diesmal geht es nach England zu einem Hausbrand. 



EIN PAAR FAKTEN
Autor/in - Rebecca Fleet
Verlag - Goldmann 
Seiten - 448
Preis - 10€
Schauplatz - England 
Zeit - 2017
Genre -  Thriller 

EINBLICKE IN DIE GESCHICHTE
Alex kommt nach einem gelungenen Abend nach Hause. Statt seine Frau schlafend auf dem Sofa vorzufinden, steht sein Haus in Flammen. Nathalie ist draußen, aber seine Tochter Jade nicht. Das sie überlebt ist pures Glück, denn wie sich herausstellt, versteckte sie sich vor einem fremden Mann im Schrank, als dass Feuer ausbrach. Kurz darauf erfährt Alex zudem, dass das Feuer auf keinen technischen Defekt zurückzuführen ist, sondern nach Brandstiftung aussieht. Hat Nathalie etwas damit zu tun? Immerhin hat sie Alex Tochter nicht einmal richtig gesucht, oder doch? 

FÜR EUCH ABGECHECKT
Dieses Buch wollte ich aus exakt drei Gründen lesen. Erstens ich liebe Thriller. Zweitens Cover und Klappentext versprechen Spannung. Drittens ich bin selber Stiefmutter. Klingt also nach einem perfekten Buch. 

Das Buch beginnt mit der Rückkehr von Alex zum Haus. Ich persönlich finde es immer umgewohnt, wenn eine Geschichte aus der männlichen Perspektive geschrieben wird. Zwar begleite ich später auch Nathalie, ich kann jedoch nicht leugnen, dass ich mich dadurch schwer mit dem Einstieg tat. Zudem fand ich es teils sehr distanziert. Mir war klar, dass Alex unter Schock stand, aber ich fand, dass er sich zu wenig um Nathalie kümmerte oder Nathalie zu wenig um Jade, und dass dieser Teil einfach kein Ende nehmen wollte. Ich meine, das erste Kapitel, dass sich nur um den Brand und dass Krankenhaus dreht, ist extrem lang. Dabei spürte ich nur wenig Emotionen und was noch schlimmer war, ich hatte tausende Fragen im Kopf. Warum war sie alleine da? Wieso versteckt sich eine 14 jährige im Schrank und ruft nicht via Handy Hilfe? Wäre es eine Affäre hätte Jade sich wohl kaum versteckt? Und das wäre doch der erste Gedanke, wenn man als Mann nicht zu Hause ist, oder? Nur wird was gar nicht deutlich angesprochen. 

Für mich klang es wie ein langatmiger Prolog. Nur ging es danach weiter. Es ist eine ruhige Handlung. Für einen Thriller einfach zu ruhig. Ein Thriller lebt nämlich von Spannung und die kam einfach nicht auf. Zwar klärten sich einige meiner Fragen durch die Einblicke in die Vergangenheit, aber trotzdem war dies für mich zu wenig. Ich saß dort beim Arzt und dachte, wann kommt endlich die Spannung? 

Irgendwann macht es dann ich Klick und es ist deutlich, worauf die Autorin hinaus möchte. Eine plötzlich wende, die gut tun würde, fehlt leider. Mir fehlte auch hier die Spannung, denn so wirkte es eher wie ein Familiendrama mit einem winzigen Hauch Thriller. 

Das soll keineswegs heißen, dass was Buch schlecht ist. Leicht zu lesen, wenn man lange Kapitel mag. Die Idee ist an sich nicht verkehrt, aber hätte deutlich ausbaufähig. Zu vorhersehbar und ruhig. 

Also, kann ich es empfehlen? Es ist nicht schlecht, aber für einen Thriller einfach zu schwach. Das Buch ist eher für Leser, die in der Regel sagen, dass ihnen Thriller zu spannend sind. Interessantes Familiendrama mit einem Hauch Thrill. 


BEWERTUNG 
 COVER  💜💜💜💜💜
 GRUNDIDEE  💜💜💜💜
 FIGUREN 💜💜
 DETAILS 💜💜
 TEMPO 💜
 EMOTIONEN 💜
 STIL  💜💜💜💜
 SPANNUNG 💜
 GESAMT 💙💙


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