Rezension - Gemeinsam ist man besser dran

Lovetime ...

Es ist mal wieder Zeit für ein bisschen Liebe in meinem Leben. Nein, keine Kuschelzeit mit meinem Mann, sondern ein schnulziger Liebesroman. Diesmal geht es in die schöne Stadt Köln. 



EIN PAAR FAKTEN
Autor/in - Sylvia Deloy
Verlag - Lübbe 
Seiten - 352
Preis - 11€
Schauplatz - Köln 
Zeit - Gegenwart 
Genre -  Liebe

EINBLICKE IN DIE GESCHICHTE
Scherben bringen bekanntlich Glück, aber diesmal … Jede Menge Pech. Erst geht was schöne Meissner Porzellan kaputt, dann kommt mein Vermieter und überreicht mir die Kündigung für meine Flohmarkthalle. Als wäre das nicht genug, schnappt sich dieser Schauspieler-Schnösel Noah das Theater auf der anderen Straßenseite unter den Nagel. Achso, meine kleine Schwester haut auch noch ab, nachdem sie mal wieder Mist gebaut hat. Willkommen in meinem Leben. 

FÜR EUCH ABGECHECKT
Liebesgeschichten müssen für mich zwei Kriterien erfüllen - neben einem guten Stil. Ich möchte Herzklopfen / Schmetterlinge spüren und es darf eine gute Portion Drama nicht fehlen. Leider erfüllt dieses Buch das nicht. Inwiefern versuche ich euch einfach mal zu erklären. 

Tilda ist eine total liebe Person. Generell sind die Charaktere toll. Helga, Cem oder Jonte. Bei Noah musste ich direkt an Oli P. denken. Sie sind allesamt also interessant und haben einen authentischen Wiedererkennungswert. Aber sie sind mir trotzdem zu blass und nicht perfekt umgesetzt. Warum? Im Klappentext wird Tildas Background erwähnt, der im Buch lediglich am Rande mal aufgegriffen wird. Im
Übrigen habe ich mich die ersten 200 Seiten ehrlich gefragt, ist die Mutter tot oder nur bildlich gemeint, da sie ja abgehauen ist laut Klappentext. Das Verhältnis zum Vater ist auch nur schwach beleuchtet. Zu wenig, wenn man darauf im Klappentext eingeht. Mia, die Schwester, ist ständig besoffen und keine schöne Figur. Und Noah - schnöseliger Schauspieler und eine nette Seite, die irgendwie nicht passt. Entweder oder. 

Dann die Liebesgeschichte. Ich will wie gesagt Herzklopfen. Der erste verliebte Blick, den man auch beim Lesen spürt. Der bleibt wegen Noahs Umsetzung leider auf der Strecke. Mal wirkt er so nett und bodenständig. Und dann arrogant und schnöselig. Er kommt ständig rüber, aber er bietet Tilda keine richtige Hilfe an und auch so merkt man nicht dieses romantische anbandeln bleibt auf der Strecke. 

Zumindest die ersten 200 Seiten ungefähr, denn dann klärt sich alles, was ich vorher merkwürdig fand. Die Sache mit der Mutter, dem Vater, der erste Kuss mit Noah. Ja, es ist sogar deutlich, wie alle Probleme sich mit dem Markt in Luft auflösen. Das Herzklopfen bleibt weiterhin auf der Strecke. Nicht wie mit 26 und Schmetterlingen im Bauch, sondern eher rationaler wie mit 40 - obwohl verliebt immer mit Schmetterlingen kommt. Aber ich hoffe, ihr versteht, worauf ich hinaus möchte. 

Alles in allem betrachtet ist dieser Roman gemächlich und trotzdem Kölsch. Mir fehlten die berühmten Schmetterlinge und ein paar andere Dinge, aber dennoch habe ich das Buch in einem
Zug gelesen. 


BEWERTUNG 
 COVER  💜💜💜💜💜
 GRUNDIDEE  💜💜💜💜💜
 FIGUREN 💜💜💜
 DETAILS 💜💜💜💜
 TEMPO 💜💜💜💜
 EMOTIONEN 💜💜💜
 STIL  💜💜💜💜
 SPANNUNG 💜💜💜💜
 GESAMT 💙💙💙


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