Rezension - Für immer im Dezember

Lust auf eine Portion Zuckerstangenkitsch gepaart mit Schneeflockenromatik? Dann solltet ihr dieses Buch unbedingt meiden. Nicht, weil es nicht diese beiden Kriterien erfüllt, sondern, weil es die beiden Kriterien erfüllt, aber keine heile rosa Welt zeigt, sondern das echte Leben. Hart und schonungslos. 



EIN PAAR FAKTEN
Autor/in: Emily Stone 
Verlag: Penguin 
Jahr: 2022
Serie: /
Seiten: 442
Preis: 11€
Genre: Weihnachten, Liebe

DIE STORY IN EIGENEN WORTEN
Jedes Jahr im Dezember schickt Josie ihren Eltern einen Brief. Und zwar seit dem Weihnachten, als beide bei einem Unfall starben. Dieses Jahr ist sie später dran, denn ihr Freund Oliver hat sie betrieben und ihre Chefin muss Geld einsparen. Auf den Weg zum Briefkasten fährt sie dann auch noch einen Mann um. Max ist mürrisch, aber sie muss ihn zumindest als entschuldig auf ein Bier einladen. Und aus dem Bier wird sogar ein Date, denn Max ist hier in London gestrandet und genauso einsam wie sie. Schnell wird klar, dass das Schicksal nicht untätig war, aber dennoch haut Max einfach ab ohne eine Telefonnummer oder Ähnliches zu hinterlassen. War es das schon? 

FÜR EUCH ABGECHECKT
Der Titel, das Cover … es ist einfach perfekt, und dennoch - sobald ich das Buch kannte, empfand ich es unpassend. Warum? Rosa verbinde ich mit Wohlfühlstimmung, Happy End und so, aber nicht mit diesem Ende. 

Erzählt wird die Geschichte in mehreren Abschnitten und zwar meistens aus Sicht von Josie. Es gibt aber auch einen Teil, der aus der Sicht von Max geschildert wird. Einerseits wichtig, um ihn ein bisschen zu verstehen, aber ich gebe zu, ich fand es nach der langen Josie Strecke komisch. 

Generell kann ich sagen, die Geschichte beginnt wirklich schön. Etwas schnell, aber meistens schlägt der Blitz ein, wenn man sich verliebt. Josie rast jemanden um, und es entsteht einfach etwas Tolles. Diese Zeit ist witzig, romantisch, gefühlvoll und vorhersehbar, da klar ist, was passiert. Danke Klappentext. Mir ist schon an dem Punkt, als er weggeht klar, dass es um mehr geht. Und ich glaube, es braucht keine große Fantasie, um den Grund zu erraten. Hier wird wirklich bis zum Schluss herumgeredet, obwohl es so offensichtlich ist. Vorsicht Spoiler - Es ist so, dass Max Krebs hat und zwar unheilbar. 

Natürlich hofft man auf ein Happy End und zwar ein gemeinsames Ende, das schön ist. Das ist hier nicht der Fall. Es zeigt zwar, dass das Leben weiter geht und eine kurze und perfekte Zeit besser ist, als gar keine gemeinsame Zeit, aber dennoch fand ich es für eine Weihnachtsroman mit diesem Cover zu traurig und bewegend. 

MUST READ ODER NICHT? Sagen wir so: Es beginnt so schön romantisch und kitschig und endet so schön traurig und bewegend. Leider nicht ganz so Happy End, wie ich es mir erhofft hatte. Dennoch lesenswertes Buch abseits vom Kitsch. 


BEWERTUNG 
 COVER  💜💜💜💜💜
 GRUNDIDEE  💜💜💜💜
 FIGUREN 💜💜💜💜💜
 TEMPO 💜💜💜
 EMOTIONEN 💜💜💜💜💜
 SCHREIBSTIL 💜💜💜💜💜
 SPANNUNG  💜💜💜💜💜
 FESSELT BIS ZUM SCHLUSS 💜💜💜💜
 GESAMT 💙💙💙💙


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