Rezension - Unter einem Dach

Rezension - Unter einem Dach - Patchwork Chaos pur 

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In einer Statistik habe ich gelesen, dass 69 von 100 Ehen ein Leben lang halten. Auf der anderen Seite heißt es, 31 also gut 1/3 wird geschieden. In dem Buch, das ich euch heute vorstelle, geht es um eine solche Scheidung. Als Mama von einem Stiefsohn liebe ich lustige Patchwork-Geschichten. 



ERSTMAL EIN PAAR LANGWEILIGE FAKTEN
Autor/in: Anneke Mohn
Verlag: rororo
Jahr: 2016
Serie: /
Seiten: 310
Preislich: 9,99€
Genre: Liebe, Familie 

INHALTLICHE FAKTEN
Schauplatz: Hamburg 
Zeit: 2010er
Wichtige Figuren: Dana, Mattis, Maren …
Perspektive: verschiedene 

KOMMEN WIR ZUM EIGENTLICHEN INHALT
Dana ist Anfang 30 und bis über beide Ohren verliebt in Mattis. Was sie bei ihrem Kennenlernen nicht weiß, er ist eigentlich verheiratet und Vater von drei Kindern. Tim, stammt von seiner Jugendliebe, ist schon erwachsen und wird demnächst selbst Vater. Die beiden Mädchen stammen von Maren, die von einer Auszeit und nicht von einer endgültigen Trennung ausging. Als sie einen schweren Autounfall hat, müssen alle zusammenrücken. Und so kommt es, dass Mattis, seine Kinder, seine beiden Exfrauen und Dana unter einem Dach leben. Das Chaos ist vorprogrammiert. 

FÜR EUCH ABGECHECKT
Was dieses Buch betrifft, waren meine Erwartungen hoch. Toller Klappentext und eine junge Stiefmutter, die in meiner Altersklasse war, als ich Stiefmutter wurde. Dazu Hamburg meine Heimat. Nur reicht das allein einfach eben nicht aus. 

Was für mich nicht ersichtlich war, ist das ganze Chaos dahinter. Es fängt schon damit an, dass Mattis und Dana sich erst kurz kennen. Okay, mein Mann und ich sind auch nach 3 Monaten auf Wohnungssuche gegangen, aber er war nicht frisch getrennt. Ein Haus kaufen? Ich dachte, die beiden sind deutlich länger zusammen. Nun gut, mein Fehler. Was aber genauso wenig deutlich wird, Mattis hat noch eine Jugendliebe und die zieht samt Sohn und dessen schwangerer Freundin auch noch ein. Das überlastet eine Geschichte und ist mir einfach zu erzeugtes Drama. Ganz nach dem Motto: Man kann es eben doch übertreiben. Seine eine Familie alleine hätte schon gereicht. 

Dazu kommen die Namen. Mattis, Maren, Matilda, Marla. Es soll witzig sein, aber ist teils sehr anstrengend, denn Matilda wird auch Mattis genannt. Wieder zu extrem, übertrieben und konstruiert. Ich hab oft Probleme mit Namen -  hier ging es, aber es war nervig. 

Statt amüsiert habe ich mich geärgert und gelangweilt. Keine gute Kombination. Bei so einem Buch möchte ich jetzt keine großen Gefühle, aber zumindest schmunzeln. Das war hier nicht auf einer einzigen Seite der Fall. Zudem gab es keine Spannung, denn auch wenn Mattis ab und an nicht ganz zu Dana hält, ist klar, wie das Buch ausgeht. Keine großartige Überraschung oder Ähnliches. 

LESETIPP FÜR??? Ältere Leser, die konstruierte Alltagsprobleme und chaotische Familien mögen. 


BEWERTUNG 
 COVER 💜💜💜💜💜
 GRUNDIDEE 💜💜💜💜💜
 FIGUREN💜💜💜
 TEMPO💜
 EMOTIONEN💜💜💜
 SCHREIBSTIL💜💜💜
 SPANNUNG💜
 LESESPASS💜
 GESAMT💖


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