Meine Erfahrungen - 21 Tage Leber-Darm-Kur nach Lana

Meine Erfahrungen -21 Tage Darmkur - Reset für Darm und Leber

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Wenn ihr diesen Beitrag lest, dann seid ihr wahrscheinlich an dem Punkt, an dem ich mich vor gut 30 Tagen befand. Ihr interessiert euch für ein Darmkur oder eine Leberkur, aber wisst nicht genau, was ihr davon halten solltet oder wie genau so etwas abläuft. 



WARUM ICH MICH DAFÜR INTERESSIERE
Jeder von uns hat seinen Grund. Bei mir spielten gleich mehrere Faktoren eine Rolle. Zum einen habe ich seit der Blinddarm-Op immer wieder komische Bauchschmerzen. Mal in der Darmregion, mal im Oberbauch. Mal für einen Abend, mal nach dem Essen, mal mehrere Tage, mal wochenlang nichts. Ich tippe daher auf Magengeschwür oder eben Reizmagen und Darm. Dazu kam, dass ich Schuppenflechte am Kopf habe und zwei mal Antibiotika brauchte nach einem Infekt. Also dachte ich, der Darm spielt eine Rolle - er verdient einen Neustart. 

QUAL DER WAHL
Hand aufs Herz. Als ich nach einer Darmkur gesucht habe, fand ich viele Anregungen. Manche mit Rezepten für 7-14 Tage, andere boten komplette Kuren oder ganze Sets mit Lebensmitteln an. Erst überlegte ich eine Kur zu machen, die ich auf Focus fand. 7 Tage mit leckeren Rezepten. Doch dann entdeckte ich Lana und ihre Heilfasten-Seite. Dort gab es eine genaue Anleitung für 21 Tage, die für mich logischer klang, als alles andere. Gleichzeitig jedoch auch Disziplin verlangt und am Anfang ein paar Euros kostet, denn ich benötigte nicht nur Tees, sondern auch aus der Apotheke ein paar Produkte, die bei der Kur helfen sollen. Bekannte Produkte, die der Apotheke sofort kannte. Klang also ideal für mich. 

ZU MIR
Ich liebe Gemüse, Salat, Obst und Co. Trotzdem esse ich 5-6 mal die Woche Fleisch, liebe die deftige Küche aus meiner Kindheit, liebe Eis und Chips. Tendenz ist bei mir also eher ungesund. Ein weiterer Grund für meine Entscheidung. Dennoch dachte ich, dass es kein Problem wird, denn ich liebe Gemüse wirklich und habe schon oft Low-Carb versucht und Kohlenhydrate reduziert. Anders, also weniger Fett und Co, sollte kein Problem sein. 

ABLAUF IM ALLGEMEINEN
Wie bei jeder Kur gibt es viele Dinge zu beachten. Es gibt Dinge, die ihr dürft, andere die ihr nicht dürft. 

TRINKEN
Empfohlen wurde 2-3l am Tag. Logisch, denn das Gift muss ausgespült werden. Neben Wasser werden verschiedene Tees, wie Detox oder Lebertee empfohlen. Von den Inhaltsstoffen sind es ähnliche Tees, die man im Supermarkt findet. Lebertee, Fastentee, Kurkumatee, Basentee. Mal eine Tasse Kaffee ist aber auch okay. Alkohol hingegen ist komplett untersagt. 

ESSEN 
Während andere Kuren Quark oder auch Joghurt empfehlen wird hier auf eine eher vegane Ernährung gesetzt. Ihr dürft also in der Zeit kein Fleisch, keine tierischen Produkte, aber auch kein Zucker, kein Weizen, keine fertigen Produkte, keine Süßstoffe … Sprich alles frisch gekocht. 

Ihr dürft also Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Gemüse, Obst, Nüsse, Gewürze wie Knoblauch und Chili. 

1. WOCHE
Hier soll der Körper an vorbereitet werden. Es dürfen Vollkornprodukte gegessen werden. Die Kalorien sollten heruntergefahren werden. Empfohlen wurden 1500kcal. Mein Bedarf liegt aber nur bei 1400kcal, weshalb ich auf 1200kcal herunter bin. 
Zwischen den drei Mahlzeiten sollen 4-5 Stunden liegen und die Nachtpause 14 Stunden.
In dieser Woche wird morgens ein Fermentierter Saft eingenommen. Es soll bei der Entschlackung helfen. Es heißt Mircro-San und ist in jeder Apotheke erhältlich. Dazu kommt alle 2 Tage sportliche Betätigung. Die Seite empfiehlt zudem öfters einen Einlauf zu machen, davon wurde mir aber abgeraten, denn wenn der Stuhlgang normal funktioniert, wäre es unnötig. 

2.WOCHE
Ist der Körper entschlackt geht die Kalorienreduktion in die zweite Runde und ist das Kernstück Hier sollen 1100kcal gegessen werden, ich habe es auf 900kcal reduziert. Zudem wird die Auswahl an Lebensmitteln eingeschränkter, denn ab hier gilt das Zauberwort basisch. Keine Vollkornprodukte, kein Getreide, keine Hülsenfrüchte, sowie alles andere, was auch vorher verboten war. Hier werden nach den Mahlzeiten oder am Abend basische Tabletten eingenommen. Sie heißen metacare Basic 3. zusätzlich trinkt man morgens noch dieses fermentierte Getränk. Sport, Abstände beim Essen und trinken bleibt alles gleich. 

3. WOCHE
Jetzt geht es an den Aufbau. Hier darf man wieder 1700kcal oder in meinem Fall 1400kcal. Vollkorn und Hülsenfrüchte sind wieder erlaubt und ja, man darf sogar Quark essen, wenn man möchte, denn dieser ist gut für den Darm. Empfohlen wird aber weiterhin vegan. Zur Unterstützung gibt es Omni Biotic 6 - Probiotikum für den Darm. Einfach in Wasser auflösen, eine Minute warten und auf leeren Magen trinken. 

VON DER THEORIE ZUR PRAXIS
Theorie, das kennt ihr, ist immer eine Sache, die Praxis eine andere. 

ERSTE WOCHE 
Ich hatte schon ein paar Tage überlegt und war unsicher, ob ich nur eine Woche, oder wirklich dieses Programm durchziehen soll. Geburtstage standen an, der Hochzeitstag … Dann kam der Montag und mein Mann meinte, dann mach es doch. Also bin ich zur Apotheke, habe mich für 120€ mit den Produkten eingedeckt und im Supermarkt von Bad Heilbrunner Tees besorgt. Diese heißen dort anders, als auf Lanas Seite, aber ich habe auf die Inhaltsstoffe geachtet. Danach war ich bereit - hochmotiert und total happy. 

Doch das legte sich schnell. Die ersten Tage waren der blanke Horror. Ich trinke sonst 1-2l.Jetzt habe ich bewusst 2l getrunken. Ich musste in meinem ganzen Leben noch nie so auf Klo. Ich weiß nicht, ob es die Tees waren oder dieser fermentierte Saft. Die ersten drei Tage bin ich tatsächlich jede halbe Stunde auf Klo. Mein Mann hat sich schon lustig gemacht. Gleichzeitig habe ich nach zwei Tagen unbändigen Durst verspürt. Tee hat den einfach nicht gelöscht. Daraufhin habe ich mir eine Flasche mit wenig Sprudel besorgt und war glücklich. Damit musste ich weniger auf Klo, als mit den Fasten und Basentees. Gleichzeitig habe ich aber auch gemerkt, dass ich die Tees nicht vertragen habe. Ich habe leicht erhöhten Blutdruck. 130-90. Mit den Tees war komischerweise immer der obere Wert über 140. Deshalb habe ich sie am Ende der Woche mal einen Tag abgesetzt. Danach musste ich weniger auf Klo und mein Blutdruck war wieder „normal“. 

Mit dem Essen war es an diesem Punkt noch nicht schlimm. Ja, mein Mann hat mich gereizt und ständig gegrillt oder Schnitzel gegessen, aber es ging. Allerdings fehlte mir immer eine Sauce, bis mir einfiel, ich mache eine Sauce aus Tomatenmark und Kräutern. Danach war ich glücklich. Nudeln mit Gemüse und Sauce, Reis mit gegrilltem Gemüse (beides natürlich Vollkorn), Vollkorn Walnuss Brot mit veganen Quark, Tomaten, Gurken. 

Ich hatte nicht mal Kopfschmerzen oder ein starkes Verlangen nach Süßigkeiten oder Chips. All das blieb überraschenderweise aus. 

Vermisst habe ich hier noch nicht viel. Ich merkte nur, dass ich nüchtern mehr aus dem Hals roch, was wohl von dem fermentierten Saft kam. Außerdem musste ich ständig nein sagen. Eisdiele - Zucker und Milch. Beim Fußballturnier - Würstchen, Kuchen. Zum Ende der Woche vermisste ich aber tatsächlich eine Sache und das war eine eiskalte Cola aus dem Kühlschrank. 

ZWEITE WOCHE
Basisch - Gemüse, Obst, gekeimte Lebenmittel. Ungelogen die Woche fiel mir tatsächlich schwer. Ich wusste einfach nicht, was ich essen soll. Es gibt viele Rezepte, aber auf der Seite stand keine Hülsenfrüchte, bei basischen Rezepten waren jedoch Linsen drin. Andere Zutaten fand ich nicht im Supermarkt, andere hatte ich in der ersten Woche so oft gegessen , dass ich keine Lust mehr darauf hatte. Die veganen Alternativen für Milch und Co mag ich nicht. Am Ende habe ich meist nur Gemüse und Kartoffeln gegessen. Hand aufs Herz. Definitiv zu wenig, denn mein Zucker war da oft nur bei 60. Mir war oft so flau, dass ich lieber einen Spaziergang gemacht habe, als ins Fitnessstudio zu gehen. Das war echt keine schöne Zeit. Dabei esse ich gerne Gemüse und Salat und solche Dinge. An manchen Tagen hatte ich gerade mal 5g Fett, 10g Eiweiß (ich mag einfach kein Tofu) und den 100g Kohlenhydrate, weil ich fast nur Unmengen an Gemüse hatte. Kohlrabi, mit gebratenem Gemüse etc. 

Diese Woche war echt hart und obwohl ich weder Fleisch, noch Eis oder Ähnliches vermisst habe, hatte ich trotz meiner Mahlzeiten ein Loch im Bauch und war nicht glücklich. Ich vermisste hier tatsächlich noch mehr meine eiskalte Cola. Eiskaltes Wasser mit Zitrone oder Infused Tee war meine Alternative. An manchen Tagen, wenn mein Magen leer war, hatte ich wieder Bauchschmerzen. In dieser Phase habe ich mehrfach überlegt abzubrechen. Hauptgrund war tatsächlich das Loch im Bauch. Mir fehlte Fett und Eiweiß.  Aus dem Grund habe ich mich dann auch entschieden ein basisches Chili zu kochen, auch wenn Linsen drin sind. Danach ging es mir besser. 

3. WOCHE
Nachdem ich Chili mit Linsen für mich entdeckt habe, gab es das tatsächlich fast täglich. Morgens Walnussbrot mit Frühlingsquark (ein Genuss nach der Zeit), mittags und abends das Chili. Ich hatte Power, konnte zum Sport und fühlte mich nicht mehr so ausgepowert. Ich gebe aber zu, dass ich zum Ende hin immer öfter neidisch war. Einfach so ein leckeres Stück Brot zum Dippen der Tomatensauce, etwas Käse, Milch. Ja, auch ein Brot mit Wurst hätte mir gefallen, denn die Auswahl ist ja doch begrenzt, wenn man keine Fertigprodukte nutzen darf, überall Zucker oder Weizen drin ist. Mir ist erst in dieser Zeit wirklich aufgefallen, wie viel Zucker überall drin ist. 

VERÄNDERUNG - WAS HAT ES GEBRACHT
Ich bin ehrlich. Die drei Wochen waren härter als gedacht. Gleichzeitig musste ich erkennen, dass der gewünschte Erfolg ausblieb, aber es sich anders dennoch gelohnt hat. 

Mein Stuhlgang ist zum Beispiel weicher geworden und hat jetzt die perfekte Konsistenz. Dafür habe ich trotzdem weiterhin bei leerem Magen leichte Bauchweh und alle paar Tage wellenartige, leichte Schmerzen im Oberbauch, die nach 2-4 Stunden verschwinden. Auch mein Zucker, der bei Kohlenhydraten reagiert, tut es weiterhin. Er ist morgens trotzdem bei 105 statt unter 100. Mein Hauptgrund waren aber auch das schlechte Immunsystem und meine Schuppenflechte, deren Ursprung im Darm vermutet wird. Nein, ich habe keine Verbesserung gemerkt. Wirklich null. Weder juckt es weniger, noch ist es kleiner geworden oder Ähnliches. Das war ein Satz mit X. 

Aber ich habe in der Zeit 2% Fett verloren, habe laut Waage mehr Wasser im Körper, was mich total freut. Außerdem habe ich 3kg verloren - 7cm Bauchumfang - und was genial ist, mein Blutdruck war in den letzten Tagen perfekt. 120-80 ohne Tabletten. Außerdem bin ich schneller satt und habe keine Lust auf Süßes. Also ein kleiner Erfolg. 

WÜRDE ICH ES WIEDER MACHEN?
Ich weiß es nicht, denn die drei Wochen waren teils echt hart. Zum Großteil, weil mir auch Ideen für die Küche fehlten und es für mich eine größere Umstellung war als gedacht. Ich hab oft gedacht, vegetarisch okay, vegan okay, aber auch diese Gruppe ist mal was Schönes. Also ein Eis oder Kuchen oder ein Brot. Gerade der Verzicht auf Käse oder Milch oder Weizen war echt schwer. Ich habe erst da gelernt, dass selbst bei Vollkorn Weizen drin ist oder das Dinkel eine Weizenart ist. Aber ja, ich würde es wieder machen, diesmal aber ohne die Extras, den Tee und vor allen Dingen nicht so lange, sondern statt 21 Tage 12 oder 15 machen. 

NACH 2 MONATEN
Das Fett ist wieder drauf. Eigentlich schon nach 2 Tagen, was unmöglich ist und mir zeigt, dass die Waage ungenau ist. Ansonsten habe ich das Gewicht eigentlich gehalten. Ja, jetzt sind die Ferien und ich war dann öfters mal ungesund mit Eis und anderen Sachen. Aktuell schwanke ich somit zwischen 67,8 und 68,8kg - maximal also 1,5kg zugenommen. Liegt aber wirklich an den Ferien. Sprich der vermutete JoJo-Effekt ist eigentlich ausgeblieben, was ich schön fand. 

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