Bevor sie ihn finden - Natali Simmonds

Rezension - Die

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Familiendrama statt Thriller 
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Genre: Thriller 

Rezension zum Buch bevor sie ihn finden

Buch Fakten

Autor/in:
Titel
Verlag:
Erschienen:
2026
ISBN:
9783426569337
Seiten:
4100
Format:
Paperback
Serie:
-
Preis:
18,00€

Worum geht es in dem Buch

Ein toter Lehrer, belastende Beweise und eine Mutter und ihre Tochter, die beide wissen, dass es kein Selbstmord war.  
Jules hat es nicht einfach. Die Kids sind groß, ihr Mann Adam beachtet sie nicht mehr und ihr Job steht auch auf der Kippe. Bestätigung sucht sie daher im Internet. Ihre Tochter Leah braucht ebenfalls Bestätigung. Deshalb gibt sie auch für 21 aus und hat mit Dylan Sex auf einem Festival. Was sie nicht weiß, Dylan ist ihr neuer Lehrer. Und er hat ein dunkles Geheimnis. 

Meine Leseeindrücke

Bevor sie ihn finden - ist eigentlich ein Thriller. Für mich war das Buch jedoch eher eine Art Familiendrama. Lesenswert, aber eindeutig kein Highlight. 

Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive von Jules und Leah. Beide habe ihre eigenen Probleme. Jules fühlt sich missachtet von ihrem Mann und denkt sogar, dass er eine Affäre hat. Deshalb schreibt sie mit einem völlig fremden Mann. Einerseits kann ich sie verstehen, andererseits würde ich niemals auf die Idee kommen Dessousbilder von mir zu posten, um Bestätigung zu erlangen. Manchmal wirkte sie recht frustriert, aber auf eine verständliche Art. Leah hingegen wirkte auf mich nicht wie eine normale Schülerin. Sie hatte schon leicht kranke Züge, die sie eher unsympathisch erschienen ließen. Zum Beispiel das Souvenir - ein benutztes Kondom. 

Die Geschichte selbst ist wie gesagt eher ein Drama. Chatverläufe, Familienessen, Schulbesuche und vieles mehr. Es ist interessant und sehr authentisch umgesetzt, wie ich als Mitte 40erin sagen kann, aber es ist einfach kaum Spannung abseits der Frage, warum starb der Lehrer. 

Dieser Punkt wird dann erst zum Ende hin aufgeklärt. Und hier war ich dann tatsächlich raus. Auf mich wirkte es spannend, aber sehr konstruiert. Während ich die Auflösung mit dem Chatpartner gefeiert habe, war der Thrill mit dem Lehrer echt schwach. Einfach, weil im Grunde alles erst auf den letzten 50 Seiten Form annimmt und eine extreme Richtung einschlägt. Achtung Spoiler: Die Mutter hat einen ONS mit einem jüngeren Mann auf einer Toilette, der sich dann als Lehrer ihrer Tochter entpuppt. Der hat das gemacht, um an die Beweise ihrer Tochter zu kommen. Nebenbei hat er auch schon öfters Frauen erpresst und ausgenommen. Ich fand es arg konstruiert, auch wenn es glaubwürdig ist, denn man weiß nie, wer wirklich in einem fremden Menschen steckt. Trotzdem war es mir zu wenig für einen Thriller. 

Fazit

Würde ich nur die Geschichte der Frau betrachten und die von Leah - rein das familiäre, die Emotionen und alles - fünf Sterne. Das ist wirklich grandios. Aber für einen Thriller ist es einfach zu wenig und die Wendung überraschend, aber konstruiert. Muss man mögen. 

Leseempfehlung für Leser von ..

  • Thrillern auf emotionaler Ebene ohne Blut 
  • Echte Einblicke in die Gefühle einer Endvierzigerin. 

Bewertung

Cover ⭐⭐⭐⭐
Grundidee ⭐⭐⭐⭐⭐️
Stil & Sprache ⭐⭐⭐⭐️⭐️
Figuren ⭐⭐⭐️⭐️
Tempo ⭐⭐⭐
Spannung ⭐⭐
Schluss ⭐⭐
Gesamtbewertung ⭐⭐⭐