Rezension - Das Heinrich-Problem
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Midlife-Crisis
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Genre: Humor
Buch Fakten
Autor/in:
Alexandra Holenstein
Titel
Das Heinrich-Problem
Verlag:
Fischer
Erschienen:
2019
ISBN:
9783596701698
Seiten:
365
Format:
Taschenbuch
Serie:
-
Preis:
11
Worum geht es in dem Buch
Berti wurde abserviert - und das von ihrem Mann Heinrich. Anwalt und untreuer Schuft. Dabei hätte sie es ahnen müssen. Schließlich hat er seine Frau und seine kleine Tochter damals für sie verlassen. Während sie sauer ist, muss sie jedoch immer mehr erkennen, dass Heinrich gerade komplett am Rad dreht und alle Welt belügt. Zeit ihm zu zeigen, dass man mit Frauen nicht so umspringt.
Meine Leseeindrücke
Das Heinrich-Problem ist ein Buch, das ich im humorvollen Bereich ansiedeln würde. Es geht dabei um Heinrich, der sich für schlau hält, in einer Krise steckt und der alle Frauen in seinem Leben wie Dreck behandelt.
Erzählt wird die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven. Mal durfte ich Berti begleiten, dann Heimrich oder eine der anderen Frauen. Dadurch bekam ich tatsächlich gute Einblicke in die Wirren und Hintergründe, habe mich aber manchmal auch verloren gefühlt. Erst ab der Hälfte wurde das besser, weil dann alle Figuren ihren Part hatten und es keine neuen Überraschungen mehr gab. Natürlich wurde auf jede Menge Klischees gesetzt und dementsprechend unsympathisch war auch Heinrich. Andererseits fehlte mir zum Teil auch manchmal Sympathie für die Frauen. Zum Beispiel Sylvia, die er immer Sylvie nennt, weil Heinrich sich ihren Namen nicht mal merken kann. Sie weißt ihn nicht mal auf den Fehler hin oder lässt zu, dass ihr Sohn ihn mit Hackfleischsauce beschiesst. Oder Lara mit ihrer angeblichen Nichte. Dazu kam, dass ich immer ein anderes Heinrich Bild im Kopf hatte. Das lag wahrscheinlich am Cover. Dort sah die Figur alt aus , aber Berti ist Mitte 40 und Heinrich Ende 50, wenn ich es richtig im Kopf habe.
Abgesehen von den Figuren erwartete mich eine Geschichte, die insgeheim schon lustig war, aber eher auf eine banale Art. Ich musste nur lachen oder gar schmunzeln. Manche Szenen zogen sich auch extrem. Das Problem war, dass es kaum Emotionen gab. Keine Panik, keine wirkliche Wut. Alles war so gesittet, wenn ihr versteht.
Dennoch habe mich tatsächlich gut unterhalten gefühlt. Zumindest auf den letzten 100 Seiten, denn da wird es dann doch ganz nett. Zum Schluss hin wurde es dann etwas konstruiert, aber das passte auch zu dem Buch.
Wer vielleicht selbst schon einmal betrogen oder veräppelt wurde, kann das Buch auf jeden Fall lesen.
Fazit
Man nehme einen Anwalt, der sich für raffiniert und schlau hält und packt ein paar unterwürfige und naive Frauen an seine Seite, die sich im Verlauf positiv entwickeln. Dazu eine Prise Humor und fertig ist das Buch. Unterhaltsam, aber kein Highlight.
Leseempfehlung für Leser von ..
- Frauen ab 40
- Humorvollen Midlifecrisis
Bewertung
Cover
⭐⭐⭐
Grundidee
⭐⭐⭐⭐⭐️
Stil & Sprache
⭐⭐⭐⭐️
Figuren
⭐⭐⭐️
Tempo
⭐⭐⭐
Spannung
⭐⭐⭐️
Schluss
⭐⭐⭐⭐️
Gesamtbewertung
⭐⭐⭐
