Nordseenacht 🦩 Hannah Häffner

Traurige Wahrheit ...

Der Fall Maddie ist wieder in den Nachrichten und daran musste ich denken, als ich das Buch in den Händen hielt und mir den Klappentext durchgelesen habe. Natürlich ist nur ein verschwundenes Mädchen gemeinsam, aber man fragt sich immer - was passierte damals. Aber nun zu meinem Last-Read. 

Nordsee krimi

WICHTIGE FAKTEN
Alter - 16
Perspektive - mehrere 
Schauplatz - Deutschland Hulthave
Zeit - 1987 und Gegenwart 
Zielgruppe - Krimi-Lesern
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WELCHE ERWARTUNGEN HABE  ICH?
▪️Ein spannender Fall mit logischen Schluss 
▪️Bewegende Emotionen 

WORUM GEHT ES?
1987 verschwindet Friederike spurlos aus dem Ferienlager. Es wird in alle Richtungen ermittelt. Erfolglos. 25 Jahre später taucht eine Frau auf, die keinen Namen hat und ihr verdächtig ähnlich sieht. Kann es sein, dass es sich wirklich um Friederike handelt?

WIE HAT ES MIR GEFALLEN?
Das Buch fällt durch seine allgegenwärtige Grundidee auf, die absolut spannend ist. Dazu ein düsteres Cover. 

Leider kann mich der Rest einfach nicht überzeugen. 

Das Buch beginnt mit einem Prolog, welches die Minuten vor dem Verschwinden aufzeigt. Ein Mädchen, das sich im Feriendorf unwohl fühlt und abhaut. 

Schon dort ist der Stil recht abgehackt. In diese Situation passt es jedoch. Die wirren Gedanken eines Mädchens, mitten in der Nacht und dazu viele Gefühle. 

Danach geht es mit den ersten Ermittlungen weiter. Kapitel eins.  Später wieder neu mit Kapitel eins, wenn das Buch in die Gegenwart springt. Das nervt, aber schlimmer war die Tatsache, dass der Stil so bleibt. 

Ich begleite Personen, erlebe Momente, Gespräche und vieles mehr, aber alles ist so abgehackt, kurz, knackig. Ich merke, dass es Atmosphäre schaffen soll, merke auch, dass versucht wird sich von anderen zu unterscheiden. Leider gefällt es mir persönlich nicht. Warum? Die Emotionen bleiben auf der Strecke und die Atmosphäre auch. Bei so einer Geschichte möchte ich eintauchen, die Panik spüren, mitfiebern. Nur hier denke ich immer wieder: Ich habe keine Ahnung, wem ich da gerade folge. Manchmal weiß ich es wirklich nicht, da es nicht immer direkt klar war. Gerade am Anfang. Später bezieht sich dies eher darauf, dass die Figuren alle sehr blass sind. Es sind Namen mit ein paar Eigenschaften, die man sich eben merkt - Sascha wunderschön. 

Das reicht für mich leider nicht. Selbst als die Frau auftaucht, weiß ich genau, dass es nicht das Mädchen sein kann. Man hofft trotzdem auf eine Wendung, auf irgendetwas. 

Irgendwann ist der Schluss und er ist nicht unlogisch, aber ganz ehrlich er haut mich nicht um. Vielmehr sterben Menschen und wieder denke ich: Sollte mich das berühren? Ich denke, dass das Buch mit einer dichten Atmosphäre und mit einem Stil, der dies besser vermitteln kann, ein echt gutes Buch hätte werden können. 

KURZ GESAGT 
+gute Grundidee 
- enttäuschende Atmosphäre
- abgehackter Stil 
- schwachen Emotionen 
- logischer Schluss, aber berührt nicht 


COVERGESTALTUNG💜💜💜💜
ORIGINALITÄT DES INHALTS       💜💜💜
SCHREIBSTIL💜
UMSETZUNG DER FIGUREN💜
TEMPO💜💜💜
PASST ES ZUM GENRE💜💜💜💜💜
EMOTIONEN💜   
GESAMT💙

*Privatkauf

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