Rezension - Wenn die Liebe nicht endet

Richard, dieser Schuft ...

Wäre ich ihm doch nie begegnet, aber für den Wunsch ist es eindeutig zu spät. Ich bin diesem Halunken nach Prag gefolgt und muss nun erfahren, dass er nicht vorhatte mich wirklich zu heiraten. Dafür habe ich meine Eltern verlassen, bin heimlich geflüchtet und habe meinen zukünftigen Ehemann, der für mich ausgewählt wurde, vor den Kopf gestoßen. Und wozu? Nichts. Ich sitze in einem fremden Land, um mich herum tobt der Krieg zwischen Bayern und Böhmen, und mein Herz ist gebrochen. Aber ich gebe nicht auf. 


EIN PAAR FAKTEN
Autorin - Charlotte Link 
Verlag - Heyne
Seiten - 510
Preis - 0,50€ Flohmarkt
Schauplatz - Deutschland, Böhmen
Zeit -  ab 1619
Tags -  Krieg, Kirche, Liebe

MEINE ERWARTUNGEN
💭 romanstische abenteuerliche Liebesgeschichte
💭 mehr über die damalige Zeit 

MEINE GESAMMELTEN EINDRÜCKE
Jeder fängt mal an, so auch Charlotte Link. Ich weiß nicht, wie viele Bücher ich von ihr verschlungen habe. Ihr Name reicht aus, um ein Buch auf dem Flohmarkt blindlings nach dem Titel zu kaufen. 

Diesmal ist es jedoch kein Krimi, sondern ein historischer Liebesroman. Die Geschichte spielt im Dreißigjährigen Krieg. Eine spannende Zeit, die ich so wenig auf dem Schirm hatte, dass ich mich grob erstmal einlesen musste. Dann ging es los und ich war absolut enttäuscht. 

Margarethe ist 15 und herrlich naiv, wie so viele Mädchen dieser Zeit. Ein Kuss, ein paar Blicke und Gespräche reichen aus, damit sie für ihn ihre Familie und ihren zukünftigen Ehemann verlässt. Die Zeit ist anders, aber für mich war das schon recht wenig. Das liegt vor allen Dingen daran, dass die Autorin mehr beschreibt, als mich am Geschehen teilhaben lässt. Im Verlauf wird auf diese Beschreibungen gesetzt, dabei bleiben Emotionen komplett auf der Strecke. Das finde ich sehr schade, denn bei der Idee sind Emotionen einfach wichtig gewesen. Aber nicht nur das fehlte. Ohne das Wissen um den Krieg, wäre dieser für mich aus dem Buch nicht wirklich nachvollziehbar gewesen. Auch hier wird zwar berichtet, aber eher am Rande, weil Banalitäten wichtiger sind. Hexenverfolgung, Luther, Krieg - mit wenigen Worten am Rande erledigt. 

Dazu die Figuren. Ich meine Margarethe verliebt sich in Richard und als er sie sozusagen vor den Kopf stößt, nimmt sie auch dem nächsten Mann, der ihr über den Weg läuft an. Zudem sind mir bei den Figuren zu viele Klischees. Wild, wunderschön, schön, hässlich, hinterhältig. Es gibt keine Vermengung. Gerade bei Schönheit gibt es nur engelhaft oder hässlich.

Aber vielleicht lag es auch an den 1990er als das Buch veröffentlicht wurde. Erzählstile verändern sich und mit ihnen auch der Lesergeschmack. 

KURZ GESAGT 
Jeder fängt an und das Talent hat hier einen großen Sprung gemacht. 
Mir war das einfach zu blass. Die vielen Beschreibungen verlieren sich in Banalitäten und gehen zu wenig auf die Zeit ein. Gefühle bleiben fremd, weil ich kein Teil der Figuren, Gedanken oder Situation bin. 

WEM WÜRDE ICH DAS BUCH EMPFEHLEN 
Das Buch empfehle ich Lesern, die seichte Liebesromane mit historischer Kulisse wollen. 

BEWERTUNG 
 COVER  💜💜💜💜💜
 GRUNDIDEE  💜💜💜💜💜
 FIGUREN 💜
 DETAILS 💜💜💜
 TEMPO 💜💜
 EMOTIONEN 💜
 STIL  💜💜
 SPANNUNG 💜💜
 GESAMT 💙💙


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