Rezension - 21 Tage

Day Zero ...

Lou hat vor Jahren ziemlich Mist gebaut. Zusammen mit ihrer Clique hat sie eine Klassenkameradin gemobbt, bis diese schwer verletzt wurde. Jetzt schreibt ihr eine unbekannte Person ähnliche Emails und schildert kleine Geschichten, die Lou nicht nur in Panik versetzen, sondern auf eins abzielen - ihren Tod. Am Anfang geht sie noch von einem schlechten Witz aus, doch dann wird es immer unheimlicher. Ihr Konto ist leer, jemand schließt sie in der Sauna ein, und vergiftet sie mit Schlafmittel in ihrem Tee. Klar ist, die Vergangenheit holt sie ein, aber wer? Das Opfer soll Selbstmord begangen haben. Und einer der Beteiligten starb auf ähnliche Weise. Kann Lou Tag Null überleben? 



EIN PAAR FAKTEN
Autor/in - Ann-Kristin Gelder 
Verlag - Goldmann
Seiten - 352
Preis - 10€
Zeit - Gegenwart 
Genre -  Thriller 

FÜR EUCH ABGECHECKT
21 Tage und du wirst sterben. Der Titel klang so spannend und tatsächlich habe ich dieses Buch an einem Vormittag gesuchtet. Lieblingsbuch? Nein, aber es hat Potential 

Lou ist eine normale Person. Wie du oder ich. Mit 16 hat sie jedoch eine Entscheidung getroffen, die sie verfolgt. Was, erfahre ich als Leser recht schnell, hätte aber für mich auch nach der ersten Email schon kommen dürfen. Sie selbst ist nicht unsympathisch, aber ich nicht sympathisch. Früher diese Clique, viel Alkohol, Affäre mit dem Chef und hysterisch. Es ist aber noch ein guter Mittelweg, bei dem ihren Emotionen jedoch etwas lebendiger sein könnten, an manchen Stellen. 

Die Emails sind kleine Kurzgeschichten. Sie sind knackig und machen auf den 2-3 Seiten wirklich Angst. Perfekt für einen Psychothriller. Das im Anschluss immer etwas passendes passiert ist umso schöner. 

Nur fand ich es teils in die Länge gezogen. Die Mitte, die mich fesseln sollte, ist zäh. Es geht um die Affäre mit dem Chef, das niemand ihr glaubt / sie ernst nimmt und erst spät die Frage, was ist mit den anderen Cliquenmitgliedern. Stellt euch bitte mal etwas vor: Ihr bekommt gruselige Emails, euer Haus wird beobachtet und ihr wisst, dass jemand im Haus war. Was macht ihr? Ich würde entweder direkt ausziehen oder zumindest erstmal alles rundherum absichern. Neue Schlösser, abschließbare Fenster, Alarmanlage. Dazu würde ich einen Backgroundcheck durchführen. Im Sinne von, was passierte damals mit den Personen, die davon wussten. Google hilft alle wiederzufinden. 

Irgendwann fängt es dann auch an und es wird wieder spannender. Es werden ein paar Stolpersteine - falsche Fährten - eingebaut. Und ja, ich lag sogar etwas falsch. Dennoch fand ich die Auflösung zweigesichtig. Gut, denn es wahr überraschend. Naja, denn es war sehr konstruiert. 

Spoiler - Ich dachte, die beste Freundin sei involviert, aber dem ist nicht so. Stattdessen, hat das frühere Opfer seinen Tod vorgetäuscht, sich verändert und will nun alle umbringen. Zwei Jahre zwischen zwei Morden - okay, geht aber sicher schneller. Das stille Mädchen, kann nun einbrechen, beobachten, Passwörter herausfinden. Es wirkt irgendwie so konstruiert. Aber dennoch habe ich es verschlungen. 

Summa Summarum - Etwas fader Mittelteil und am Ende etwas konstruiert, aber ein richtig guter Psychothriller, der für spannende Abende vor dem Kamin sorgt. In dem Sinne - Schon Emails kontrolliert? 



BEWERTUNG 
 COVER  💜💜💜💜💜
 GRUNDIDEE  💜💜💜💜💜
 FIGUREN 💜💜💜💜
 DETAILS 💜💜💜💜💜
 TEMPO 💜💜💜💜
 EMOTIONEN 💜💜💜
 STIL  💜💜💜💜💜
 SPANNUNG 💜💜💜💜
 GESAMT 💙💙💙💙


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