Rezension - Ada
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Der Wunsch nach einer Familie
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Genre: Belletristik

Fakten zum Buch
Autor/in:Christian Berkel
Verlag: Ullstein
Erschienen: 2020
ISBN: 978-3550200465
Seiten:400
Einband: Paperback
Serie: -
Preis: 16,00€
Fakten zum Inhalt
Schauplatz: Berlin, Argentinien
Zeit: ab 1945
Wichtige Personen:
- Ada: 1945 geboren, sucht sich selbst und Familie
- Sputnik: Bruder von Ada, Schauspieler, 1957 geboten
- Ursula: Mutter, Jüdin, mit Otto verheiratet
Worum geht es in dem Buch
Als die Mauer fällt, fällt auch etwas in Ada. Grund genug sich bei einem Therapeuten mit der Vergangenheit und der Schlaflosigkeit auseinanderzusetzen.
Meine Leseeindrücke
Ada - ist ein Buch, das mir zufällig in die Hände gespielt wurde, als mein Sohn mir zum Geburtstag einen Karton mit Büchern vom Flohmarkt schenkte. Tatsächlich freute ich mich sehr auf dieses Buch, denn ich mag solche traurigen Geschichten sehr gern.
Erzählt wird die Geschichte aus verschiedenen Ebenen. Einmal geht es darum wieso sie sich erinnert, dann erinnert sie sich und zum Schluss wird die Geschichte verarbeitet. Dazu setzt der Autor auf kurze Kapitel mit Rückblenden - Erinnerungen - in chronologischer Reihenfolge. Angefangen mit der Rückkehr nach Deutschland und ein paar Erinnerungen an Argentinien.
Leider ist alles sehr sprunghaft und ohne einen roten Faden, wenn man davon absieht, dass sie verstehen will, warum sie nicht schlafen kann und es zu dem Zerwürfnis mit der Familie kam. Oftmals fehlte durch diese Umsetzung und die kurzen Erinnerungen eben einiges an Tiefe und Verbindung. Zwei Beispiele mit kleinen Spoilern. Sie ziehen zum Beispiel nach Argentinien, aber die Gründe für den Umzug und die Rückkehr blieben vage. Wenn man bedenkt, dass die Mutter Jüdin ist, hätte ich mir da ein paar mehr Hintergründe gewünscht. Wenig später lernt die Mutter Otto kennen, trifft aber wohl noch einen anderen. Ada wird dann als Kind gefragt, wen sie sich wünscht als Papa und den bekommt sie dann auch. Gleichzeitig ärgert es Otto, wenn sie spanisch reden, aber auch nur vage Andeutungen weshalb.
So geht es das ganze Buch über. Einige wichtige Ereignisse aus dem zeitlichen Verlauf werden integriert. Da war Ada dann eben anwesend. Das wirkt alles sehr konstruiert und auf Grund dieser kurzen Erinnerungen ist es nichts, was im Gedächtnis bleibt.
Ob es an den kurzen hingeworfenen Kapiteln liegt oder am Stil, kann ich nicht sagen. Ich habe Ada am Ende genauso wenig gekannt oder sympathisch gefunden, wie am Anfang. Blass und schwach. Mir fehlt es hier tatsächlich an Tiefe und besonderen Emotionen.
Fazit
Butter bei die Fische. Ada ist ein Buch, das sich mit der Entwicklung in der Nachkriegszeit beschäftigt und zeigen soll, wie schwer es die Kinder damals zum Teil hatten. Eine elterliche Generation, die lieber vergas und ausblendete. Hier Antworten zu bekommen, war für viele einfach schwer. Eine gute Absicht reicht jedoch nicht, wenn die Figur blass bleibt und die Erinnerungen nur Ereignisse ohne Tiefe sind. Hintergründe blieben für mich selbst am Schluss einfach nicht greifbar oder waren nicht vorhanden.
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Bewertung
| Cover | 🩷🩷🩷🩷 |
| Grundidee | 🩷🩷🩷🩷 |
| Stil & Sprache | 🩷🩷🩷🩷🩷 |
| Figuren | 🩷 |
| Tempo | 🩷 |
| Spannung | 🩷 |
| Schluss | 🩷🩷 |
| Lesespaß | 🩷🩷 |
| Spice-Faktor | - |
| Gesamtwertung | ⭐️⭐️ |
Kommentare
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