[Rezension] An Wunder muss man glauben - Ella Lindberg

 Rezension - An Wunder muss man glauben  

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Kaffee und Bücher Runde 2
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Genre: Liebe



Fakten zum Buch 

Autor/in: Ella Lindberg 
Verlag: Knaur 
Erschienen: 2026
ISBN: 9783426529041
Seiten:304
Einband: TB
Serie: Café Zuckerzeit 2
Preis: 12,99€

Worum geht es in dem Buch 

Emilia ist 28 und muss wieder bei ihren Eltern einziehen, als sie nicht nur den Serientod stirbt, sondern auch noch von ihrem Freund und ihrer WG rausgeworfen wird. Zu Hause muss sie sich mit ihren nervigen Eltern rumschlagen. Während sie ihrer Tante hilft, trifft sie Lucy aus ihrer Schulzeit wieder. Und mit ihr alte Bekannte, wie ihre Jugendliebe oder den nervigen kleinen Bruder von Lucy. Auf der Suche nach sich und  Zukunft muss sie sich auch fragen, was Liebe bedeutet. 

Meine Leseeindrücke  


Endlich geht es zurück ins Zuckerzeit. Diesmal geht es nicht um Lucy und Ben, auch wenn diese eine gewisse Rolle spielen, sondern um Emilia, die schon im ersten Band vorkam. Und da beginnt persönlich schon mein Problem. Aber der Reihe nach. 

Ich lerne Emilia kennen, wie sie hektisch zum Bahnhof rennt und ihr Leben in Köln hinter sich lässt, um nach Nürnberg zu reisen. Tatsächlich wusste ich bis zum Schluss nicht, ob ich sie mag oder nicht. Emilia ist 28, wirkt auf mich jedoch eher wie 19 oder 20. Irgendwie unreif, und nicht wie eine Frau, die mit beiden Beinen im Leben steht. Ihre Rolle wird gestrichen, ihr Freund schmeißt sie raus, ihre WG sozusagen auch (wer zahlt doppelt in einer Stadt wie Köln?!). Anstatt die Krone zu richten, nach neuen Jobs und Alternativen zu schauen, die Agentin zu nerven, geht es zurück nach Hause, wo sie ständig verschläft und nichts auf die Reihe bekommt (Baumarkt, Job, Brötchen kaufen). Deshalb hatte ich keine reife Frau im Kopf. 

Auch die Anfänge vom Buchclub fand ich nicht schön. Es war eher wie ein Déjà-vu. Ein bisschen davon kam nämlich schon im ersten Band vor. Zum Beispiel die Szene, wo Lucy Bücher sucht. Ja, eine andere Perspektive, aber ich fand es tatsächlich auf die Menge gesehen, es ist ja nun mal nur ein kurzes Buch, doof. 

Auch die Liebesgeschichte hat mich nicht abgeholt. War das im ersten Band noch okay, weil der Rest mit dem Lokal spannend war, fehlte hier das spannende drumherum. Nervige Eltern, ab und an mit Markus treffen, ab und an kommt mal Flo mit vagen Erinnerungen an die Jugend, aber hauptsächlich geht es um die Buchclubtreffen und nervige Eltern. Die Buchclubtreffen haben ihre witzigen Momente, aber mehr eben nicht. Es fehlt einfach was. Kommt mal Drama auf, wie zum Beispiel ihr Ex aus Köln, die verschwundene Mutter oder der Anruf ihrer Agentin, dann löst sich das immer direkt wieder auf ohne das es bewusst genutzt wird. Deshalb wirkt auch das Happy End eher konstruiert, als spürbar. 

Es ist nett, aber hat mich im vergleich zu Band 1 eben deutlich mehr enttäuscht. Ich hoffe im Dritten Band, der wird nämlich schon thematisch angekündigt, gibt es nicht wieder diese Déjà-Vu Stimmung und etwas mehr Spannung und knistern - ganz im Sinne vom Traudl und dem Buchclub. 

Fazit

Butter bei die Fische - während ich den ersten Teil trotz Schwächen geliebt habe, konnte mich die Rückkehr ins Zuckerzeit nicht so überzeugen. Déjà-vu meets Buchclub. Manchmal witzig, manchmal nervig, aber nicht so zum Wohlfühlen. Es fehlt einfach Spannung, Schmetterlinge und Co. Trotzdem eine nette Geschichte. 


Leseempfehlung für Leser von ..

  • Buchclubs in Büchern 
  • Witzigen Charakteren 
  • Nette Cafés 

Bewertung

Cover🩷🩷🩷🩷🩷
Grundidee🩷🩷🩷🩷🩷
Stil & Sprache🩷🩷🩷🩷🩷
Figuren🩷🩷🩷🩷🩷
Tempo🩷🩷
Spannung🩷🩷🩷
Schluss🩷🩷🩷
Lesespaß🩷🩷🩷
Spice-Faktor-
Gesamtwertung⭐️⭐️⭐️

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