Rezension - Das Libby Garrett Projekt

Einhornastisch ...

Ist euch schon mal aufgefallen, wie die Zeit rennt? Ein Jahr ist es her, seitdem ich mit Avery gelitten habe. Und nun ist es soweit, ich darf nun wieder in die Welt der Nerds eintauchen und diesmal Libby auf der Suche nach dem Glück begleiten. Es wird also wieder kitschig, romantisch und Zeit für ein Highschool-Happy-End. 



EIN PAAR FAKTEN
Autor/in - Kelly Oram
Verlag - One
Seiten - 400
Preis - 12,90€
Schauplatz - USA
Zeit - Gegenwart
Genre -  Highschool Liebe

EINBLICKE IN DIE GESCHICHTE
Avery hat ihr Glück gefunden und auch für mich, Libby Garrett, das kleine pummelige Nerdmädchen mit einem Fable für Einhörner und Skateboards, scheint es ein Happy End zu geben. Owen, der Star der Basketballmannschaft liegt mir förmlich zu Füßen. Okay, er will sich nicht öffentlich mit mir zeigen, aber wenn wir alleine sind, dann zeigt er mir seine ganze Liebe. Von meiner Wolke sieben werde ich jedoch rücklings heruntergerissen, als uns Adam beim Sex im Pausenraum von Averys Arbeit erwischt. Das schlimmste daran ist, dass ich nicht nur gegen die Hygienevorschriften verstoßen, sondern auch meine Clique bei einem wissenschaftlichen Wettbewerb habe hängen lassen. Sie stellen mir ein Ultimatum und fordern, dass ich wieder die alte Libby werde - die, die ich vor Owen war. Aber Owen abservieren? Er liebt mich, auch wenn er es nicht wirklich zeigen kann. Außerdem wer könnte schon ein dickes Mädchen wie mich öffentlich lieben? Dafür haben meine Freunde allerdings kein Verständnis und behaupten, ich wäre abhängig von Owen. Fast so, als wäre er mein Heroin. Totaler Blödsinn, oder? Dennoch muss ich zugeben, es wurmt mich, dass er nicht mal mit zum Abschlusstunier meines Vaters oder zu meinem Abschlussball kommen will. Beides Gründe, warum ich mich auf einen total dämlichen Plan einlasse. Einen kalten Entzug mit dem 12 Schritte Programm - und Adam als meinem Sponsor. 

FÜR EUCH ABGECHECKT
Ich habe mich so unglaublich auf die Fortsetzung der Dilogie gefreut. Die Fehler aus dem ersten Band hatte ich schon vollkommen verdrängt und nur noch im Kopf gehabt, dass ich die Liebesgeschichte einfach schön fand. Meine Erwartungen waren dementsprechend wieder recht hoch. Und so viel vorab: Ich hätte es anders geschrieben, aber ja, das Buch hat mich berührt und wieder einmal überzeugt.

Das Buch beginnt direkt mit Libby und Owen. Genauer gesagt einer Szene, die für die gesamte Beziehung und das Jahr der beiden Figuren steht. Ein heißes Wochenende mit jeder Menge Sex, öffentlicher Ablehnung und wieder jede Menge Sex. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Libby und Adam. Somit ist schon klar, in welche Richtung das Buch laufen soll oder besser gesagt, wer am Ende ein Happy End erleben wird. 

Diesmal hat die Autorin sich nicht auf ein gebrochenes Herz ausgerichtet, sondern sich mit einem leider sehr weit verbreiteten Thema beschäftigt: Ungesunde Beziehungen, die nichts anders sind als eine Droge, von der wir nicht loskommen, die wir uns schön reden aus Angst vor dem Allein sein. Natürlich hätte ich es besser gefunden, von Adam sich während des Programms in Libby und ihre Eigenschaften verliebt hätte, statt schon seit Jahren in sie verknallt zu sein. Es ist zwar schön zu sehen, dass jeder seinen Deckel irgendwo hat und im Grunde nur die Augen aufhalten muss, aber mir war es ehrlich gesagt daher am Anfang etwas zu romantisch. Zwar zieht Adam immer wieder die Notbremse und möchte, dass Libby erst einmal lernt, was wahre Liebe ist und wie man sich selbst akzeptiert, aber ich hätte es mir ehrlich gesagt etwas neutraler gewünscht.

Irgendwann kam dann auch endlich das Drama, das man sich gewünscht und auch im Kopf schon erwartet hatte. Nur war es durch die vorherigen Magnete, um es in Libby Worten zu sagen, so, dass es schwer war zu verstehen, warum sie diesen Weg gehen musste. Ich hätte mir diese Szene schon viel früher gewünscht und dann diese Erleuchtung. Auch fand ich es albern, dass Adam nicht zum Abschlussball gegangen ist. Auch ohne Geld kann man das machen, oder etwa nicht? 

Wie auch immer, fand ich es am Ende sehr schön, wie Libby zu sich selbst findet und erkennt, was sie die gesamte Zeit schon hätte haben können. Natürlich ist es kitschig und am Ende gibt es für alle eine Art Happy End. Für Adam, der die Schule hatte vor Jahren abbrechen müssen, für Libby und auch für Levi und Tara, die am Rande auch eine kleine Rolle spielen. Allerdings muss ich auch sagen, dass das Buch minimal hinter dem ersten Band bleibt. Das liegt daran, dass das 12 Schritte Programm hier nicht so genau bearbeitet wird, wie die Phasen der Trauer damals bei Avery. Alles toxische rauswerfen und die Sache mit der Wiedergutmachung. Mir war es aber zu wenig. Gleichzeitig sind die Dialoge wieder spritzig, die Figuren sehr authentisch, alltäglich und dennoch einzigartig. Man fühlt sich wohl und kann das Buch kaum aus der Hand legen. 


LESEEMPFEHLUNG?
Ganz klares Ja. Trotz der kleinen Schwächen ist ihr wieder ein wunderbares und authentisches Highschool--Romance-Book gelungen, das ich jedem, der Young Adult verschlingt, empfehlen kann. Mit dem Buch wirft man defintiiv einen kritischen Blick auf seiine eigene Beziehung, aber auch auf seine Persönlichkeit. Mal ehrlich, liebt ihr euch wirklich so, wie ihr seid?


BEWERTUNG 
 COVER  💜💜💜💜
 GRUNDIDEE  💜💜💜💜💜
 FIGUREN 💜💜💜💜💜
 DETAILS 💜💜💜💜
 TEMPO 💜💜💜💜
 EMOTIONEN 💜💜💜💜💜
 STIL  💜💜💜💜💜
 SPANNUNG 💜💜💜
 GESAMT 💙💙💙💙


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