Die Klippe - Ulf Kvensler

Rezension - Die Klippe 

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Fremder Federn schmücken besonders schön 
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Genre: Thriller 

Die Klippe


Buch Fakten

Autor/in:
Ulf Kvensler 
Titel
Die Klippe 
Verlag:
Penguin
Erschienen:
2026
ISBN:
9783641341336
Seiten:
384
Format:
Paperback 
Serie:
-
Preis:
17,00€

Worum geht es in dem Buch

Einst war Marcus ein gefeiert Autor, jetzt ist er nur noch Briefträger. Als ihn Ernst sein früherer Klassenkamerad um Hilfe bittet, schickt er dessen Manuskript ein. Bevor Marcus weiß wie ihm passiert, denkt plötzlich jeder es ist sein neues Werk. Eigentlich kein Problem, denn Ernst wollte das Buch eh anonym veröffentlichen. Doch plötzlich stellt Ernst immer mehr Forderungen und Marcus verstrickt sich immer mehr in einem Lügengerüst. Kann das gut ausgehen?

Meine Leseeindrücke

Die Klippe - ist der neue Roman von Ulf Kvensler. Während ich sein Debüt liebte, fand ich Die Insel schon weniger gut. Dennoch wollte ich dieses Buch direkt lesen. Leider kann es mich genauso wenig überzeugen. 

Durch den Klappentext wusste ich als Leser schon sehr viel, sodass mir der Einstieg in das Buch leicht viel. Erzählt wird aus der Perspektive von Marcus in der Gegenwart und mit einigen Rückblenden. Durch die Perspektive konnte ich mich sehr gut in die Situation und in Marcus hineinversetzen. Die Frage: Wie hätte ich selbst reagiert? Wenn man einmal Erfolg und Ruhm hatte, will man diesen um jeden Preis wieder erleben. Allerdings war sofort klar, in welche Richtung das Buch gehen wird. 

Ja, der Druck, den Ernst ausübt, wie zum Beispiel die Besuche bei Lesungen, gehässige Fragen und alles andere sind natürlich und logisch eingeflochten. Und ja, da ist die Frage, wie das Buch wohl enden wird. Fliegt die Lüge auf, stürzen beide zu Boden oder gewinnt überraschend Marcus wieder die Oberhand? Das reicht aber nicht aus. Nach einem starken Anfang wiederholt sich leider sehr viel und dreht sich im Kreis. Der Thrill funktioniert hier eher auf Kopfebene, also psychologisch. Hier ist alles durchdacht, aber mich erinnert es eher an eine Charakteranalyse oder ein Forschungsprojekt. Das mag für andere als Spannung funktionieren. Ich fand es interessant, aber Spannung suchte ich vergebens. Dadurch hatte ich nach einiger Zeit und einigen Drehungen im Kreis genug. Ich wünschte mir endlich ein Vorankommen, etwas Neues und Spannendes. Dem ist aber nicht so. Irgendwann war ich persönlich froh, als es sich dem Ende neigte. 

Sagen wir mal so, der Schluss ist kreativ und passt, hat mich aber nicht vom Hocker gehauen. Zumal ich kein Fan davon bin, wenn etwas offen bleibt. Ich hoffe das nächste Buch wird wieder so gut wie sein Debüt. 

Fazit

Ein Autor, dem die Idee ausgehen und der die Geschichte eines anderen veröffentlicht, ist kein neues Thema, hätte aber genial werden können, denn Ulf Kvensler kann Spannung erzeugen. In diesem Fall fehlte sie mir jedoch. Stattdessen bekam ich eine Charakteranalyse und ein eher offenes Ende und wenig Spannung. Dafür jedoch Wiederholungen. Ein Buch, bei dem die Meinungen stark auseinander gehen. 

Leseempfehlung für Leser von ..

  • Thriller auf Kopfebene 
  • Offenes Ende 

Bewertung

Cover ⭐⭐⭐⭐
Grundidee ⭐⭐⭐⭐⭐️
Stil & Sprache ⭐⭐⭐⭐️⭐️
Figuren ⭐⭐⭐️⭐️
Tempo ⭐⭐
Spannung
Schluss ⭐⭐
Gesamtbewertung ⭐⭐

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